23. September 2019 / 15:13 Uhr

Nach Tipp von Ballack: Glöckner will Chemnitzer FC sportlich flott machen

Nach Tipp von Ballack: Glöckner will Chemnitzer FC sportlich flott machen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der neue Cheftrainer hat viel zu tun beim Chemnitzer FC.
Der neue Cheftrainer hat viel zu tun beim Chemnitzer FC. © dpa
Anzeige

Patrick Glöckner will den angeschlagenen Chemnitzer FC sportlich wieder auf Kurs bringen. Eine wichtige Rolle bei der Verpflichtung des neuen Cheftrainers spielte Michael Ballack.

Anzeige
Anzeige

Chemnitz. Von innerer Anspannung oder Aufregung war Patrick Glöckner nichts anzumerken. Der 42 Jahre alte Fußball-Lehrer wirkte bei seiner Vorstellung als neuer Cheftrainer des Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC souverän, entschlossen und selbstbewusst. „Für mich ist die sportliche Herausforderung das Wichtigste. Ich bin ein Typ, der lieber um den Aufstieg oder um den Abstieg kämpft, als im gesicherten Mittelfeld zu spielen“, sagte Glöckner auf der Pressekonferenz.

Bei seiner zweiten Station als Cheftrainer muss der gebürtige Bonner gleich mehrere Herausforderungen meistern. Die für ihn wichtigste Aufgabe: Das Team aus der Abstiegszone zu führen. „Wir müssen schnell punkten“, lautete Glöckners Ansage vor seinem ersten Spiel am Samstag (14.00 Uhr) bei der SG Sonnenhof Großaspach.

💙-lich Willkommen in Chemnitz! Patrick Glöckner wird neuer Cheftrainer des Chemnitzer FC. Zur News 👉 http://bit.ly/Gloeckner

Gepostet von Chemnitzer FC am Sonntag, 22. September 2019

Nach neun Spieltagen rangiert der CFC mit sechs Zählern auf dem vorletzten Platz. Glöckner, der den ersten Saisonsieg am Wochenende gegen Jena auf der Tribüne sah, strahlte großen Optimismus aus und fand viele positive Worte für das Team: „Die Mannschaft hat ein Mega-Potenzial, um nicht abzusteigen. Mentalität, Wille und die Arbeit im Team werden hier sehr groß geschrieben. Das sind Attribute, die man braucht, um mit einer Mannschaft erfolgreich arbeiten zu können.“ Ab der ersten Trainingseinheit am Dienstag will er auch seine eigene Spielphilosophie mit einfließen lassen, denn „der Gegner kann sich nur so weit entfalten, wie man ihn lässt“. Er möchte „nach vorn verteidigen, agieren statt reagieren und dem Gegner unser Spiel aufdrängen“.

Doppelter Ballack-Ratschlag

Glöckner äußerte sich auch über die Fankultur in Chemnitz. Dass der Club durch Teile seiner Anhänger in den vergangenen Wochen und Monaten unter anderem durch Drohungen oder rassistische Beleidigungen gegenüber Vereinsverantwortlichen in die Negativschlagzeilen geraten war, hielt den ehemaligen Fußballprofi nicht von seiner Unterschrift ab. „Ich kann die Dinge im Detail nicht beurteilen, ich war zu weit weg. Aber wenn ich von der Fankultur rede, meine ich die 5000 Fans, die jedes Wochenende ins Stadion kommen. Es sind die Fans, die das Team anfeuern, die alles mittragen und mitgehen, was der Verein an Werten vorgibt. Mich in politische Themen einzumischen, ist nicht meine Art.“

Mehr zum CFC

Den entscheidenden Hinweis, sich mit Glöckner zu beschäftigen, lieferte kein Geringerer als Michael Ballack. „Wir haben während der Trainersuche einen Tipp von Herrn Ballack bekommen. Seine sportliche Expertise ist uns sehr wichtig. Darauf hat ganz Chemnitz gewartet. Aber am Ende hat sich Patrick Glöckner persönlich vorgestellt. Nach dem Gespräch war uns sehr schnell klar, dass er unser neuer Trainer werden soll. Das hat er selbst zu verantworten“, erklärte CFC-Geschäftsführer Uwe Hildebrand.

Glöckner holte sich ebenfalls eine Meinung beim Ex-Kapitän der Nationalmannschaft und früheren Chemnitzer ein. „Wir sind seit mehr als 20 Jahren befreundet und tauschen uns in allen sportlichen Bereichen aus. Der Chemnitzer FC liegt Michael sehr am Herzen. Deswegen war mir wichtig, was er über den CFC sagt und ob ich für diese Aufgabe der Richtige bin“, betonte Glöckner, der im Mai bei Viktoria Köln am vorletzten Spieltag kurz vor dem Aufstieg in die 3. Liga freigestellt wurde: „Es war sehr ärgerlich, ich wünsche das keinem Trainer. Solche Entscheidungen gehören aber zum Sport heutzutage dazu. Ich fühle es aber nicht so, dass ich dort gescheitert bin.“

Hier #GABFAF-Supporter werden

Wir kämpfen für den Amateurfußball! Trage Dich kostenlos ein und Du bekommst unseren exklusiven Newsletter mit allem, was den Amateurfußball in Deutschland bewegt. Außerdem kannst Du jeden Monat 2000 Euro Zuschuss für Deinen Verein gewinnen und entscheidest mit, wofür #GABFAF sich als nächstes einsetzt.

ANZEIGE: 50% auf dein Jako Herbst-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN