12. November 2020 / 19:56 Uhr

Nach Startproblemen: Aufsteiger 1. SV Oberkrämer ist angekommen

Nach Startproblemen: Aufsteiger 1. SV Oberkrämer ist angekommen

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
teamfotooberkrämer
Der 1. SV Oberkrämer spielt seit dieser Saison in der Landesklasse Nord.
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Landesklasse Nord: Per Härtefallantrag durfte die Mannschaft aus Vehlefanz aus der Kreisoberliga Oberhavel/Barnim aufsteigen. Bisher sammelte der Liganeuling neun Punkte aus acht Partien.

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„Ich glaube schon, dass wir in der neuen Spielklasse angekommen sind“, lautet das Resümee von Thomas Czerwionka, Trainer des Fußball-Landesklasse-Teams vom 1. SV Oberkrämer. Nach der abgebrochenen Vorsaison stieg die Mannschaft als Tabellenzweiter hinter Staffelsieger Einheit Zepernick per Härtefallantrag aus der Kreisoberliga Oberhavel/Barnim auf und spielt erstmalig in der noch jungen Vereinsgeschichte auf Landesebene. Der SVO tritt in der Nord-Staffel der Landesklasse an, ist nach den Falkenthaler Füchsen, Forst Borgsdorf, Eintracht Bötzow und dem Oranienburger FC II die fünfte Mannschaft aus Oberhavel in dieser Spielklasse. „Man merkt schon, dass das Niveau höher und ausgeglichener als in der Kreisoberliga ist. Dafür wollten wir aber aufsteigen, dafür hat sich der Vorstand ins Zeug gelegt und gute Arbeit geleistet“, so Czerwionka.

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Der Liganeuling hat nach acht Partien neun Zähler auf dem Konto. Das entspricht drei Siegen und fünf Niederlagen. Dabei war der SVO nicht immer die schlechtere Mannschaft. Doch verpassten es die Vehlefanzer häufig, sich auch für ihre Leistungen zu belohnen und Punkte für das Saisonziel Klassenerhalt zu holen. „Wir wussten um die engen Spiele, zeigten trotz der Niederlagen gute Leistungen“, bilanziert der SVO-Trainer. Zumindest bei den Siegen gegen den VfB Gramzow (2:1), SV 90 Pinnow (5:0) und Forst Borgsdorf (3:2) belohnte sich der Aufsteiger aus Oberhavel – Aufwand und Ertrag stimmten nach Ablauf der 90 Spielminuten. Inzwischen hat der SVO vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. „Wir haben mittlerweile gegen die Teams auf den ersten sechs Plätzen gespielt, eine Tendenz ist erkennbar. Da sprechen unsere bisher geholten Punkte eine Sprache“, sagt Czerwionka. „Wir sind zufrieden.“

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Doch ausruhen will sich der Aufsteiger nicht, der diese Saison auch immer wieder mit personellen Problemen zu kämpfen hatte. Denn neben Nicolai Jelitto und Tim Balting, die mit Kreuzbandrissen ausfallen, musste Czerwionka auch auf Lennart Zschammer, Luca Ostendorf, Philip Pfefferkorn und Markus Woltersdorf verzichten. „Wenn alle Spieler zurückkehren, erwarte ich mir schon noch einen Leistungsschub“, so der SVO-Trainer, der damit rechnet, dass im März alle Spieler zur Verfügung stehen könnten. „Die Mannschaft ist relativ jung und damit noch entwicklungsfähig.“

Czerwionka rechnet mit Saisonfortsetzung erst im neuen Jahr

Mit der aktuellen Saisonaussetzung reduzierte Oberkrämers Coach die Trainingsumfänge, schickt die Spieler vorrangig zum Laufen, um die Grundfitness zu wahren. „Da ist natürlich jeder Spieler selbst in der Pflicht, dies umzusetzen“, sagt Czerwionka. „Aber ich werde das nicht überwachen. Einige Spieler halten sich mehr an die Pläne, andere weniger.“ Dabei rechnet der Trainer nicht damit, „dass wir dieses Jahr noch ein Pflichtspiel absolvieren werden. Dafür ist die Zeit zu knapp.“ Denn aktuell ist die Saison bis Ende November vom Fußball-Landesverband Brandenburg ausgesetzt. Angelehnt an den Sommer, wie nach der ersten Corona-Pause, sollen die Mannschaften Vorlaufzeit für Trainingseinheiten bekommen, bevor es wieder auf den Rasen geht. Daher wäre es Thomas Czerwionkas Rechnung, im Dezember maximal noch eine Partie vorzunehmen. „Das kann ich mir aber aktuell nicht vorstellen“, sagt der SVO-Trainer.