22. Mai 2021 / 19:27 Uhr

Nach 1:0-Sieg in Wiesbaden: Dynamo Dresden feiert mit 60 Fans am Stadiontor

Nach 1:0-Sieg in Wiesbaden: Dynamo Dresden feiert mit 60 Fans am Stadiontor

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Geduldig warten die Dynamo-Fans am Stadiontor auf die Mannschaft. 
Geduldig warten die Dynamo-Fans am Stadiontor auf die Mannschaft.  © Jochen Leimert
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Die Spieler des Drittliga-Meisters präsentieren etwa 60 Anhängern am Stadiontor der BRITA-Arena in Wiesbaden den kurz zuvor gewonnenen Pokal. Es bleibt friedlich, dann fahren alle heim.

Dresden. Im Stadion waren keine Fans dabei, als Dynamo Dresden im letzten Saisonspiel den SV Wehen Wiesbaden in der BRITA-Arena mit 1:0 besiegte und sich den Meistertitel in der 3. Liga sicherte. Die meisten Anhänger blieben daheim und verfolgten über die Medien, wie sich Dynamo durch das Tor von Pascal Sohm in der 21. Minute den Pokal für das beste Drittliga-Team der Saison sicherte.

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Den hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) vorsorglich aus dem nahen Frankfurt/Main nach Wiesbaden bringen lassen. Ein paar Dynamo-Fans waren aber schon vor Spielbeginn vor die Wiesbadener Arena gekommen, um so nah wie möglich bei der Mannschaft zu sein. Und die Profis ließen die am Ende etwa 60 Fans vor dem Stadion auch nicht hängen. Während der Gewinn der glitzernden Trophäe im Stadion nur von den Spielern und Betreuern untereinander und vor laufenden Kameras bejubelt werden konnte, ging die Truppe von Trainer Alexander Schmidt nach der offiziellen Meisterehrung noch einmal zu den vor dem verschlossenen Stadiontor wartenden SGD-Sympathisanten. Die hatten geduldig auf die Mannschaft gewartet und waren aus dem Häuschen, als ihre Lieblinge endlich auftauchten.

Dynamo feiert in Wiesbaden im und vorm Stadion

Als die Sicherheitskräfte ihr Okay gaben, packte Kapitän Sebastian Mai den Pokal fest in beide Hände und der Zweitliga-Aufsteiger schritt zu den vor dem Stadiontor wartenden Fans. Gebückt näherten sich die Spieler dem Tor, um dann alle gemeinsam die Arme hochzureißen und den begeisterten Anhängern stolz das Objekt der Begierde zu präsentieren. “Dritte Liga, nie mehr, nie mehr, nie mehr!”, schallte es von beiden Seiten des Stadiontores - für ein paar Minuten waren die Spieler und die Fans vereint in Glückseligkeit. Nach ein paar Gesängen war die kleine Party aber schon wieder vorbei, die Mannschaft packte zusammen und stieg in den Mannschaftsbus, der sie nach Hause brachte. Geschäftsführer Jürgen Wehlend fuhr in seinem Dienst-Audi hinterher, aber ab und an wurde der Bus auf der Autobahn auch von Autos flankiert, in denen schwarz-gelbe Fans saßen und fröhlich winkten.