28. März 2022 / 16:49 Uhr

"Musst etwas erreichen": Grizzlys blicken mit Vorfreude auf die Champions League

"Musst etwas erreichen": Grizzlys blicken mit Vorfreude auf die Champions League

Marvin Sonnemann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Haben sich noch einiges vorgenommen: die Grizzlys Wolfsburg.
Haben sich noch einiges vorgenommen: die Grizzlys Wolfsburg. © City-Press GmbH/Grizzlys Wolfsburg
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Mit dem 1:0-Sieg in Augsburg haben sich die Grizzlys Wolfsburg für die Champions Hockey League qualifiziert. Dafür hat sich das Team von Headcoach Mike Stewart einiges vorgenommen. Zunächst liegt der Fokus aber auf dem Saison-Endspurt. 

Am Ende war es die Kufe von Ryan Button, die gegen die Augsburger Panther für den Treffer des Tages und damit für den 1:0-Sieg der Grizzlys sorgte. Der Verteidiger des Wolfsburger Eishockey-Erstligisten wirkte selbst überrascht, als er den Puck quasi im Vorbeifahren abbekam und damit für die nächsten drei Punkte seiner Mannschaft sorgte. Ein typischer "lucky punch", wie Mike Stewart es tags darauf nannte.

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Der Wolfsburger Headcoach hatte zunächst einen guten Start seines Teams gesehen, "die ersten zwölf, 13 Minuten haben wir nur in eine Richtung gespielt, aber leider kein Tor geschossen". Auch bei den anschließenden Powerplay-Situationen drückten die Gäste aus Niedersachsen, doch der Torerfolg blieb aus. "Danach kam Augsburg besser in die Partie und das Spiel wurde offener“, so Stewart, für den vor allem die Special-Teams „eine große Rolle“ gespielt haben. Auch das Penalty-Killing war "richtig stark" – vor allem während der Drei-gegen-Fünf-Situation im zweiten Drittel. "Das war für mich die Schlüsselsituation", sagt der Coach. "Es war eine hart umkämpfte Partie, aber wir haben am Ende die Punkte geholt."

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Mit den drei Punkten festigten die Wolfsburger nicht nur Tabellenplatz zwei, sondern machten auch die Qualifikation für die Champions Hockey League perfekt. Nach 2016/17 und 2017/18 kehrt Schwarz-Orange damit in die Königsklasse zurück – ganz zur Freude von Stewart, der das Kunststück gleich in seiner ersten Grizzlys-Saison fertiggebracht hat. "Ich bin sehr zufrieden und freue mich riesig", gab er zu. "So eine Möglichkeit zu bekommen, ist unglaublich. Du musst deshalb eigentlich etwas erreichen."

Zwar hätten die Grizzlys zunächst noch "Ziele vor uns, aber wir können dahingehend schon jetzt einen Haken hinter machen." Neben dem Start der neuen Saison werde die CHL ab August "der nächste große Test". So weit denken die Verantwortlichen in der VW-Stadt aber noch nicht, denn: "Wir haben zunächst die letzten beiden Spiele im Visier, anschließend die Play-Offs. Die Champions League muss deshalb noch etwas warten."

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Zunächst wartet am kommenden Freitag das Gastspiel bei den Adler Mannheim. Der Tabellen-Fünfte hatte am Montag bekannt gegeben, sich von Cheftrainer und Ex-Grizzlys-Coach Pavel Gross und Co-Trainer Mike Pellegrims getrennt zu haben, um "einen neuen Impuls" zu setzen, wie Klubbesitzer Daniel Hopp zitiert wird. Bill Stewart übernimmt die Adler interimsweise gemeinsam mit Marcel Goc und Jochen Hecht. Am Mittwoch wird das neue Trainergespann gegen die Krefeld Pinguine zum ersten Mal hinter der Adler-Bande stehen, am Freitag dann gegen Wolfsburg.

Dann könnte Stewart im Vergleich zur Augsburg-Partie auch wieder auf deutlich mehr Personal zurückgreifen. Am Sonntag fehlten mit Kapitän Sebastian Furchner, Toto Rech, Armin Wurm, Fabio Pfohl, Björn Krupp und Phil Hungerecker gleich sechs Akteure, Wurm hatte erst kurz vor Spielbeginn passen müssen. Trevor Mingoia konnte dagegen nach zwei ausgesetzten Partien in Augsburg wieder mitwirken und hatte laut seinem Coach "ein paar gute Akzente. Die erste Partie nach einer Verletzung ist nie leicht, aber er hat sich schnell eingefunden und macht unsere Mannschaft stärker." Die dadurch wieder ermöglichte Reihe mit Tyler Gaudet und Spencer Machacek habe zuvor schon "wochenlang gezeigt, dass sie eine gute Chemie untereinander" habe und werde auch in der kommenden Zeit wichtig. Montag und Dienstag bekam die Mannschaft frei, am Mittwoch gehe Stewart "davon aus, dass alle wieder an Bord sind".

Für die Grizzlys ist es eine ungewohnte Woche. Während andere Mannschaften aufgrund von noch ausstehenden Nachholpartien erneut unter der Woche antreten müssen, stehen für die Grizzlys erst am Wochenende die verbleibenden zwei Hauptrunden-Spiele in Mannheim (Freitag) und gegen Bremerhaven (Sonntag) an. Damit müssen die Autostädter erstmals seit Ende Februar nicht unter der Woche antreten. "Es war ein langer Weg", findet Stewart, der anmerkt: "Jede Mannschaft in der Liga hat das erfahren. Wir haben mehr Auswärts- als Heimspiele gehabt, das hat das Ganze schwieriger und nicht leichter gemacht." Aber: "Die Jungs haben gekämpft, einen Weg gefunden, um zu punkten. Wir haben im März neunmal gewonnen, vier englische Wochen nacheinander hinter uns. Das zeigt, wie stark unsere Arbeitsmoral ist."

Grizzlys führen Play-off-Dauerkarte ein

Speziell für die "schönste Jahreszeit im Eishockey" haben sich die Grizzlys etwas Besonderes ausgedacht und die Play-off-Dauerkarte vorgestellt. Fans bekommen dadurch Zutritt zu allen kommenden Play-off-Heimspielen der Wolfsburger. Die Dauerkarte enthält sogar eine Payback-Funktion. Bedeutet: Sollten die Grizzlys schon im Viertel-, beziehungsweise Halbfinale scheitern, erhalten Inhaber der Dauerkarte zwei Drittel beziehungsweise ein Drittel des Kaufpreises zurück. Sitzplätze kosten regulär 104 oder 112 Euro, Stehplätze 68 Euro. Ermäßigte Preise werden angeboten.

Die Play-off-Dauerkarte ist ab Dienstag, 29. März, 10 Uhr ausschließlich im Online-Shop der Grizzlys erhältlich. Die angestammten Plätze der Dauerkarteninhaber sind bis zum 5. April (18 Uhr) reserviert. Der freie Verkauf für das erste Play-off-Heimspiel beginnt am 3. April (18 Uhr).

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