02. Juni 2020 / 11:00 Uhr

Mögelin-Trainer Axel Heidepriem: "Eine bessere Saison konnte es kaum geben"

Mögelin-Trainer Axel Heidepriem: "Eine bessere Saison konnte es kaum geben"

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
Axel Heidepriem wird nach 13 Jahren sein Amt als Trainer beim Mögeliner SC 1913 niederlegen.
Axel Heidepriem wird nach 13 Jahren sein Amt als Trainer beim Mögeliner SC 1913 niederlegen. © Christoph Laak
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Kreisliga A Havelland: Beim Mögeliner SC 1913 verabschiedet sich mit Axel Heidepriem ein Trainer-Urgestein. Dem Sportbuzzer stand er noch einmal Rede und Antwort.

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13 Jahre lang hatte Axel Heidepriem (50) bei den Fußballern des Mögeliner SC 1913 den Hut auf. Nun verabschiedet sich der Ur-Mögeliner als Trainer von der Kommandobrücke seines Vereins. Der SPORTBUZZER hat sich mit dem scheidenden Trainer unterhalten.

Herr Heidepriem, nach 13 Jahren beenden Sie ihre Trainertätigkeit beim MSC. Was waren die Beweggründe?

Axel Heidepriem: Meine private Situation war der eigentliche Beweggrund. Ich wohne mit meinen Eltern in einem Haus und da hat man immer etwas zu tun. Ich wollte einfach wieder mehr Zeit für meine Familie und meine Eltern haben. Außerdem hat es sich nach so langer Zeit auch ein bisschen festgefahren. Ein Wechsel musste her, junge Spieler sollen vermehrt eingebaut werden.

Was bleibt aus 13 Jahren Trainertätigkeit beim MSC hängen?

Ich habe anfangs noch als Spielertrainer angefangen, weil ich mich noch fit gefühlt hatte. Ich wurde gefragt, ob ich Verantwortung übernehmen möchte und das wollte ich. Irgendwann war ich dann nur noch Trainer und das war auch angenehmer. Zuletzt habe ich ja nur im Notfall ausgeholfen. Ansonsten war es eine sehr schöne, intensive Zeit.

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An welche Spiele oder Szenen denken Sie besonders gerne zurück?

Als erstes fällt mir ein Spiel ein, indem wir zwei Punkte noch hergeschenkt haben. Im Derby beim BSC Rathenow haben wir bereits mit 4:0 geführt und noch 4:4 gespielt. Das hat mich wahnsinnig geärgert. Ansonsten war der Aufstieg in die Kreisliga schon geil. In so einer Derby-Liga macht es halt richtig viel Spaß.

Wie bewerten Sie den Abbruch der Saison?

Der Abbruch war absolut richtig, die Quotientenregel ist okay. Ich hätte die Saison gar nicht gewertet. Deetz hat es verdient aufzusteigen, aber es war enge Kiste. Ich glaube auch, dass wir sie noch hätten ärgern können. Das Rückspiel hätte bei uns stattgefunden. Da hätten wir nochmal richtig für Spannung sorgen können, zumal Deetz auch noch nach Rhinow gemusst hätte.

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Die Mögeliner (in Gelb) nahmen von Beginn an das Heft des Handelns in die Hand und hätten bei mehreren Aluminiumtreffern sogar noch höher gewinnen können. Zur Galerie
Die Mögeliner (in Gelb) nahmen von Beginn an das Heft des Handelns in die Hand und hätten bei mehreren Aluminiumtreffern sogar noch höher gewinnen können. © Christoph Laak

Hatten Sie durch die Corona-Pandemie an einen Rücktritt vom Rücktritt gedacht?

Nein. Hinter meinem Abschied war definitiv ein Haken. Durch den Abbruch ist es sicherlich doof gelaufen, ich hätte mir das auch anders gewünscht. Aber die Frage wäre ja auch gewesen, inwiefern ich nach so einer langen Zeit die Mannschaft und mich noch einmal motivieren können. Daher habe ich nicht einen Augenblick daran gedacht, vielleicht doch weiterzumachen.

Wie bewerten Sie die abgelaufene Saison?

Eine bessere Saison konnte es kaum geben. Wir haben lediglich zwei Spiele verloren und nur einmal Unentschieden gespielt.

Wird man sie als Zuschauer weiterhin bei den Heimspielen sehen?

Definitiv werde ich die Heimspiele besuchen. Meine Frau hat mir jetzt schon gesagt, dass ich manchmal nerve (lacht).