22. Oktober 2021 / 13:11 Uhr

Meuselwitz vs. Eilenburg, Bergner vs. Knaubel: Chef trifft auf Azubi

Meuselwitz vs. Eilenburg, Bergner vs. Knaubel: Chef trifft auf Azubi

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
Meuselwitz-Trainer David Bergner und Eilenburg-Coach Nico Knaubel hoffen jeweils auf drei Punkte ihrer Mannschaft.
Meuselwitz-Trainer David Bergner und Eilenburg-Coach Nico Knaubel hoffen jeweils auf drei Punkte ihrer Mannschaft. © Mario Jahn/Thomas Jentzsch/SPORBUZZER-Montage
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Zwei Trainer mit gemeinsamer Geschichte sind am Sonntag Gegner, wenn der FC Eilenburg zum Kellerduell in Meuselwitz gastiert.

Eilenburg. Die Trainer kennen sich. Natürlich. Bekannt wie ein „bunter Hund“ ist Eilenburgs Coach Nico Knaubel. Wer in Sachsen auf den Trainer-Olymp will, muss auch an ihm vorbei. Knaubel nimmt Prüfungen auf dem Weg zur Lizenz ab. Am Wochenende aber trifft er erstmals auf seinen früheren „Chef“. David Bergner ist seit einer Woche Trainer des ZFC Meuselwitz. Am Sonntag (13 Uhr auf der Glaserkuppe) treffen sich die alten Weggefährten wieder.

ZFC hinkt Erwartungen hinterher

Das Duo Bergner/Knaubel trainierte einst die neu gegründete U23 von RB Leipzig. Nach nur einem Jahr trennten sich ihre Wege. Timo Vogel wurde vom Profi-Team der Roten Bullen zur Reserve „weggelobt“, Bergner – bis dahin Cheftrainer – wurde Vogels Assistent. Knaubel übernahm fortan die U16. „Ich wünsche David, dass er in Meuselwitz Erfolg hat, aber noch nicht am Sonntag“, flachst der Eilenburger Coach.

Mehr zur Regionalliga

Nach wochenlangen Misserfolgen hinterließ der erste Regionalliga-Dreier Spuren und war auch fünf Tage später noch deutlich spürbar. „Alle sind gelöster, kommen mit einem Lächeln auf den Lippen zum Training“, erzählt der 41-Jährige, der am liebsten eine Serie starten würde und den Schwung aus dem 3:1-Sieg gegen Halberstadt mitnehmen möchte. „Wir haben nichts zu verlieren. Der Druck ist in Meuselwitz viel größer“, weiß Knaubel.

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Der ZFC hat vor dieser Saison viel Geld in die Hand genommen und sich mit Haudegen wie Nils Miatke (FSV Zwickau) und René Eckardt (CZ Jena) verstärkt. Die topbesetzte Mannschaft hat aber nur zwei Punkte mehr als der FCE auf dem Konto und hinkt den Erwartungen deutlich hinterher. Mit dem Wechsel auf dem Trainerstuhl versuchen die Ostthüringer nun, neuen Wind ins Team zu bringen.

Rosarote Welt für Philipp Sauer

Cheftrainer Holm Pinder räumte seinen Posten, bleibt aber Vize-Präsident des Vereins. Bergner soll es nun richten. Er gab seine Premiere ausgerechnet bei den Überfliegern von Energie Cottbus, die 0:3 in die Hose ging. Nun kommt Eilenburg und Meuselwitz schreibt auf seiner Internetseite von einem „richtungsweisenden Kellerduell“ des Letzten gegen den Vorletzten. Gewinnt Eilenburg ist der Aufsteiger die Rote Laterne los. „Das ist unser mittelfristiges Ziel“, so Knaubel. Personell wird es langsam etwas entspannter. Anton Rücker ist nach seinem Kurzeinsatz gegen Halberstadt ein Kandidat für die Startelf.

Rosarot ist die Welt gerade für Philipp Sauer. Eilenburgs starker Linksverteidiger wurde wenige Tage nach Adam Fiedler Papa eines Jungen. Selten kam ihm wohl eine Verletzung so gelegen. Nach einem Muskelfaserriss ist er seit einigen Wochen außer Gefecht und konnte sich intensiv um den Nachwuchs kümmern. In dieser Woche kehrte Sauer nun auf den Trainingsplatz zurück. Ein Einsatz gegen Meuselwitz kommt laut Knaubel zu früh, doch im Heimspiel gegen Tasmania Berlin (30. Oktober) könnte der Dribbelkünstler dann sein erstes Pflichtspiel als Papa bestreiten.