11. Februar 2021 / 19:08 Uhr

Köln-Profi Max Meyer: Das bereue ich an meinem Abschied beim FC Schalke 04

Köln-Profi Max Meyer: Das bereue ich an meinem Abschied beim FC Schalke 04

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Max Meyer will mit dem 1. FC Köln erst im Sommer über einen neuen Vertrag sprechen. Seinen Schalke-Abschied hatte er sich anders vorgestellt.
Max Meyer will mit dem 1. FC Köln erst im Sommer über einen neuen Vertrag sprechen. Seinen Schalke-Abschied hatte er sich anders vorgestellt. © imago images/Herbert Bucco
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Mit Max Meyer ist im Winter ein Ex-Nationalspieler in die Bundesliga zurückgekehrt. Der ehemalige Profi des FC Schalke 04 wechselte nach seiner Vertrags-Auflösung bei Premier-League-Klub Crystal Palace zum 1. FC Köln. Die Art und Weise seines Schalke-Abschieds hängt ihm noch heute nach.

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Zurück in der Bundesliga: Max Meyer war im Sommer 2018 nach 192 Einsätzen und 22 Toren für den FC Schalke 04, bei dem er Anfang 2013 als 17-Jähriger sein Profidebüt gefeiert hatte, zu Crystal Palace gewechselt. Für den englischen Klub lief er 56 Mal auf und erzielte zwei Tore. Nach der Vertragsauflösung bei den Londonern heuerte der Ex-Nationalspieler im Winter-Transferfenster beim 1. FC Köln an. Im Interview mit Sport1 hat Meyer nun über den Wechsel und seine Zeit in England gesprochen. Zudem erklärte er, was er an seinem Abschied bei Schalke 04 bereut.

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Meyer hat für die Rückkehr in die Bundesliga Angebote aus dem Ausland ausgeschlagen, wie er bereits vor knapp einer Woche bei einer Medienrunde der Kölner sagte. Ein Schalke-Comeback stand nie zur Debatte. "Die Frage hat sich gar nicht gestellt, weil es gar keine Anfrage gab. Es spielt auch keine Rolle mehr, was gewesen wäre, wenn eine Anfrage gekommen wäre“, sagte der Köln-Neuzugang. Der Tabellenletzte Schalke, bei dem Meyer insgesamt neun Jahre spielte, hatte in diesem Winter in Sead Kolasinac und Klaas-Jan Huntelaar zwei Ex-Stars zurückgeholt. "Ich spiele jetzt beim FC, da fühle ich mich wohl und hier will ich mich behaupten."

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Eine Rückkehr zu Schalke 04 wäre die Chance auf eine Versöhnung gewesen. Meyers Abschied beim Ruhrpott-Klub lief alles andere als glatt über die Bühne. Der Mittelfeldspieler kündigte in seiner letzten Spielzeit kurz vor Saisonende an, seinen auslaufenden Vertrag bei S04 nicht zu verlängern und wurde schließlich suspendiert, nachdem er sich in einem Interview mit der Klubführung angelegt hatte. Eine Verabschiedung vor den Fans gab es nicht: Heute bereut Meyer die Umstände: "Die Art und Weise meines Abschieds auf Schalke damals verlief sicherlich alles andere als ideal", so der 25-Jährige. "Vor allem hätte ich mich nach neun Jahren bei diesem Verein gerne richtig von den Fans verabschiedet."

Meyer: "Habe bei Crystal Palace unheimlich viel gelernt"

Seine Zeit in England bereut Meyer dagegen nicht. "Es gab Höhen und Tiefen in London, klar, am Ende ging es mehr abwärts, auch mit meiner persönlichen Situation, weil ich gar nicht mehr gespielt habe", sagte er: "Man darf diese Aufgabe auch nicht unterschätzen, denn die Premier League ist eine Top Liga mit sehr starken Vereinen, vielen guten Spielern und teilweise speziellem Spielstil. Unterm Strich habe ich in der Zeit bei Crystal Palace unheimlich viel gelernt.“

Nun soll Meyer mit den Kölnern den Klassenerhalt schaffen: Zustande gekommen war der Wechsel durch das gute Verhältnis des Spielers mit Sportdirektor Horst Heldt, die sich noch aus gemeinsamen Schalker Zeiten kannten: "Er gab mir damals meinen ersten Profivertrag. Und der Kontakt ist nie abgerissen. So kam es dann, dass er sich bei mir meldete und ich in Köln gelandet bin. Ich bin froh darüber", so Meyer, der in zwei Bundesliga-Spielen für den FC bisher nur eine Spielminute absolvierte. Komplett angekommen ist der Deutsche noch nicht. "Es war alles ziemlich hektisch zu Beginn, so dass die Eingewöhnung noch gar nicht richtig stattfinden konnte. Ich bin in einer englischen Woche hier angekommen und musste dann natürlich sehr erstmal rasch meine neuen Kollegen und alle Mitarbeiter im Klub kennenlernen", sagte Meyer über seine kurze Eingewöhnungszeit.