22. Januar 2018 / 14:09 Uhr

Matthias Ostrzolek und sein neues Selbstbewusstsein: "Bin froh, bei Hannover 96 zu sein"

Matthias Ostrzolek und sein neues Selbstbewusstsein: "Bin froh, bei Hannover 96 zu sein"

Timo Gilgen
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hannovers Matthias Ostrzolek im Zweikampf mit Schalkes Amine Harit.
Hannovers Matthias Ostrzolek im Zweikampf mit Schalkes Amine Harit.
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Jahrelang bewegte sich Matthias Ostrzolek mit dem Hamburger SV am Bundesliga-Abgrund. Während sein Ex-Klub erneut voll im Abstiegskampf steckt, freut sich der 96-Neuzugang immer mehr über seinen Wechsel nach Hannover.

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Es lief die 78. Spielminute in der Veltins-Arena auf Schalke. Der eingewechselte Breel Embolo stand einschussbereit vor 96-Torwart Philipp Tschauner. Doch bevor er schießen konnte, spitzelte ihm Matthias Ostrzolek den Ball weg. Eine extrem riskante, aber faire Aktion, die wohl das Schalker 2:0 verhinderte. Acht Minuten später traf Füllkrug zum verdienten Ausgleich.

Die Roten in Noten: So waren die Spieler von Hannover 96 gegen den FC Schalke in Form:

<b>Philipp Tschauner:</b> Fehlte krank beim Sieg gegen Mainz, bekam den Nummer-eins-Status bestätigt. Mit Pech beim 0:1, konnte den Ball nicht mehr um den Pfosten drehen. Note: 3 Zur Galerie
Philipp Tschauner: Fehlte krank beim Sieg gegen Mainz, bekam den Nummer-eins-Status bestätigt. Mit Pech beim 0:1, konnte den Ball nicht mehr um den Pfosten drehen. Note: 3 ©
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"Bin in meinem Schritt bestätigt worden"

Ostrzolek hat seinen Platz in der 96-Startelf sicher. Gegen Schalke war mit Miiko Albornoz sein einziger potenzieller Konkurrent nicht mal im Kader. Einzig beim schlechtesten Saisonspiel der Roten in Bremen fehlte der 27-Jährige verletzungsbedingt - das Resultat war ein deftiges 0:4.

Auch deshalb ist Ostrzolek froh, vor der Saison zu 96 gegangen zu sein. "Beim HSV läuft es einfach sportlich schon länger nicht mehr so positiv. Deshalb bin ich in meinem Schritt natürlich bestätigt worden. Ich bin froh, hier in Hannover zu sein", sagte der Linksverteidiger mit einem verschmitzten Lächeln nach dem Spiel auf Schalke.

"Hatten gefühlt 90 Prozent Ballbesitz"

Ein Punkt auf Schalke - darüber hätten sich viele Spieler vor dem Spiel wahrscheinlich gefreut. Nach der Partie sah das bei Matthias Ostrzolek zumindest etwas anders aus: "Wenn wir das Spiel über 90 Minuten analysieren, hätten wir hier gerne mehr mitgenommen, weil wir die klar bessere Mannschaft waren", so der Blondschopf nach der Partie.

"In der zweiten Halbzeit war es ein überragendes Spiel von uns. Da hatten wir gefühlt 90 Prozent Ballbesitz. Das hat sonst nur Bayern München. Das hat sich sehr gut als Spieler angefühlt."

Aussagen, die nur so vor Selbstbewusstsein strotzen. Kaum vorstellbar, dass 96 in dieser Saison nochmal in Abstiegsnöte kommen wird. Bereits sechsmal holte das Team von André Breitenreiter in dieser Saison nach einem Rückstand noch Punkte.

Mehr zum 96-Spiel auf Schalke

​Nächstes Auswärtsspiel in Hamburg

Aktuell ist 96 Zehnter. Der Rückstand auf die internationalen Plätze beträgt nur drei Punkte. Zwölf Zähler dagegen lautet das Polster auf den ersten direkten Abstiegsplatz. Dort steht aktuell mal wieder der Hamburger SV - Ostrzoleks Ex-Klub, gegen den 96 Anfang Februar sein nächste Auswärtsspiel antreten darf.

Das sind die Stimmen zum Spiel Schalke 04 gegen Hannover 96.

Niclas Füllkrug: Das war ein ekelhaftes Spiel. Gefühlt musste ich alle zwei Minuten ins Kopfballduell mit einem Zwei-Meter-Mann. Aber ich glaube das ganze Spiel immer daran, ein Tor zu machen. Der Ausgleich war völlig verdient aus meiner Sicht. Ich habe zwischendurch echt gekotzt. Es war ein Abnutzungsspiel, aber im Endeffekt ist es mir scheißegal, weil ich getroffen habe und wir ausgeglichen haben. Zur Galerie
Niclas Füllkrug: "Das war ein ekelhaftes Spiel. Gefühlt musste ich alle zwei Minuten ins Kopfballduell mit einem Zwei-Meter-Mann. Aber ich glaube das ganze Spiel immer daran, ein Tor zu machen. Der Ausgleich war völlig verdient aus meiner Sicht. Ich habe zwischendurch echt gekotzt. Es war ein Abnutzungsspiel, aber im Endeffekt ist es mir scheißegal, weil ich getroffen habe und wir ausgeglichen haben." ©

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