19. Oktober 2019 / 09:13 Uhr

Aue-Kapitän Martin Männel erhebt Vorwürfe gegen 1. FC Nürnberg: „Haben eine Region verunglimpft“ 

Aue-Kapitän Martin Männel erhebt Vorwürfe gegen 1. FC Nürnberg: „Haben eine Region verunglimpft“ 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Martin Männel von Erzgebirge Aue hat nach dem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg schwere Vorwürfe gegen die Franken erhoben.
Martin Männel von Erzgebirge Aue hat nach dem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg schwere Vorwürfe gegen die Franken erhoben. © imago images/Zink/Picture Point LE
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Nach dem Herzschlag-Finale zwischen dem FC Erzgebirge Aue und dem 1. FC Nürnberg hat Aue-Keeper Martin Männel den geschlagenen FCN scharf attackiert. Die Franken hätten sich vor dem Spiel in Sachsen danebenbenommen und Hotel-Angestellte beschimpft. Der „Club“ streitet das ab.

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Dieses irre Fußballspiel wird Martin Männel wohl so schnell nicht mehr vergessen. Der Torwart des FC Erzgebirge Aue wurde in der wilden Schlussphase der irren Zweitliga-Partie gegen den 1. FC Nürnberg (4:3) zum Helden, als er tief in der Nachspielzeit einen Elfmeter des Nürnbergers Michael Frey hielt. Der Jubel darüber war aufseiten der Gastgeber natürlich grenzenlos – zumal die Mannschaft des neuen Trainers Dirk Schuster sich vorübergehend auf den vierten Platz setzte. So gut waren die Sachsen in dieser Spielzeit noch nie!

Männel war nach dem Spiel allerdings nicht nur happy. Trotz der offensichtlichen Freude über den Ausgang der Partie gegen den Bundesliga-Absteiger (Männel stopfte sich nach seiner Parade den Spielball unter das Trikot) war der 31-Jährige beim Eintreffen in der Mixed Zone geladen – Männel regte sich über das aus seiner Sicht deplatzierte Verhalten der Gäste auf. „Was ich so mitbekommen habe, sind die Nürnberger in ihrem Hotel in Bad Schlema (einem Nachbarort von Aue, d. Red.) ziemlich durchgedreht und haben die Angestellten dort als Bauern bezeichnet“, grollte der Kapitän der Auer.

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Männel erklärt „Zusatzmotivation“ – zwei Tore und zwei Elfmeter in der Nachspielzeit

Zum Spiel: Der FCN war in Aue kurz nach der Pause durch Frey (51.) in Führung gegangen, zehn Minuten später glich Nazarov (62.) allerdings per Elfmeter aus. Hochscheidt (75.) konnte die Partie sogar drehen. In der Schlussphase ging dann alles drunter und drüber: Erst glich Geis (78.) für den FCN wieder aus, dann schien Mihojevic (86.) den Erzgebirglern den Heimsieg beschert zu haben. Nürnberg jedoch fand noch mal eine Antwort, per Elfmeter überwand Geis (90.+2) Männel zum zweiten Mal. Schließlich aber behielt Aue das bessere Ende für sich – weil Krüger (90.+4) ins Tor traf und Männel beim finalen Strafstoß von Frey die Übersicht behielt.

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Nach den mutmaßlichen Vorfällen vor dem Anpfiff hatte der Torwart Wut im Bauch. „Sie haben (...) eine Region verunglimpft“, schimpfte Männel in Richtung der Nürnberger. „Es sind nicht nur die Leute, die sie dort (im Hotel, d. Red.) meinen, sondern sie meinen damit auch uns als Mannschaft. Das vor dem Spiel zu hören hat uns betroffen gemacht und war Zusatzmotivation.“ Die offenbar vor allem in den letzten Spielminuten noch mal Kräfte freisetzte.

Während Männel erklärte, dass der vermeintliche Vorfall davon zeuge, „dass die Nürnberger vielleicht noch nicht so ganz in der richtigen Spur laufen, was Demut und Bodenständigkeit angeht“, dementierte FCN-Klubsprecher Daniell Westgate den Zwischenfall im Hotel. „Wir haben mir unseren Spielern gesprochen und auch mit der Hotel-Direktorin telefoniert. So einen Vorfall kann niemand bestätigen“, erklärte Westgate der Bild.

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