09. Mai 2020 / 11:56 Uhr

Marc Flohr auf Abschiedstour beim FSV Luckenwalde

Marc Flohr auf Abschiedstour beim FSV Luckenwalde

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
FSV-Co-Trainer Marc Flohr bei seinem Abschiedsbesuch im  Luckenwalder Seelenbinder-Stadion.
FSV-Co-Trainer Marc Flohr bei seinem Abschiedsbesuch im Luckenwalder Seelenbinder-Stadion. © Frank Neßler
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NOFV-Oberliga Süd: Marc Flohr, Co-Trainer des FSV Luckenwalde, kehrt zurück zum TuS Sachsenhausen. Beim dortigen Brandenburgligisten wird er Sportlicher Leiter.

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Abschiedsstimmung herrschte in dieser Woche in der Geschäftsstelle des Fußball-Oberligisten FSV 63 Luckenwalde im Seelenbinder-Stadion. Der scheidende Co-Trainer Marc Flohr war noch einmal vor Ort, um letzte Angelegenheiten in der TF-Kreisstadt zu regeln. Der 45-Jährige kehrt zum TuS Sachsenhausen zurück.

Vom dortigen Brandenburgligisten hat er ein Angebot erhalten. Flohr soll beim TuS Sachsenhausen das Amt des Sportlichen Leiters übernehmen. Der Süd-Oberligist wird ihm dafür keine Steine in den Weg legen.

„In den vergangenen Tagen kam Co-Trainer Marc Flohr auf den Vorstand des FSV 63 zu und bat um Auflösung seines Vertrags“, informierten die Luckenwalder Fußballer am Mittwoch die Öffentlichkeit von der Personalie. Zeitgleich gab auch der TuS Sachsenhausen den Wechsel bekannt.

Flohr trat erst im Januar seinen Dienst beim FSV 63 an. Nach der Wintervorbereitung, unter anderem mit einem Test des Oberligisten gegen Sachsenhausen, saß er bis Anfang März bei zwei Heimspielen (6:0 gegen Bernburg und 3:1 gegen Neugersdorf) in der Meisterschaftsrunde an der Seite von FSV-Chefcoach Jan Kistenmacher auf der Bank. Dann grätschte das Coronavirus dazwischen. Der Trainings- und Spielbetrieb in den NOFV-Oberligen endete abrupt.

 „Die Pandemie hat mich auch beruflich erwischt, allerdings eher im Positiven“, erklärt Flohr, der als Außendienstler tätig ist. „Ich habe von meinem Arbeitgeber die Möglichkeit bekommen, mich zu qualifizieren. Diese Chance möchte ich nutzen, außerdem bekomme ich ein größeres Reisegebiet“, sagt der gebürtige Hannoveraner, „den FSV muss ich deshalb leider wieder verlassen, denn die Entfernung zwischen meinem Wohnort und Luckenwalde ist ziemlich groß. 200 Kilometer hin und zurück. Das ist ein extrem hoher Aufwand. Da ich auch an mich selbst Ansprüche stelle, beispielsweise wie ich ein Training gestalte und dabei anwesend sein möchte, ist dies einfach nicht mehr möglich“, so Flohr zu den Hintergründen seiner Entscheidung.

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Aus seiner kurzen Zeit in Diensten des Luckenwalder Oberligisten wird er viel mitnehmen. „Leider waren es ja effektiv nur drei Monate. Ich wurde von der Mannschaft und vom gesamten Verein super aufgenommen. Überhaupt, das Drumherum hat mir in Luckenwalde sehr, sehr viel Spaß gemacht. Ich war von Anfang an Teil des Vereins. In den wenigen Einheiten, die ich gemeinsam mit den Luckenwalder Fußballern durchführen konnte, habe ich jede Menge dazulernen können. Dies hat mir die Mannschaft durch ihre Qualität ermöglicht.“

Beim TuS Sachsenhausen, seinem ehemaligen Verein, saß Flohr bis Dezember 2019 auf der Trainerbank. Nach der Trennung von TuS-Coach Oliver Richter nach dem 3. Spieltag in der Brandenburgliga übernahm „Co“ Flohr an der Seitenlinie. Er startete mit Sachsenhausen eine grandiose Serie bis zur Winterpause. Am Ende der Hinrunde lag der TuS auf Rang drei – elf Punkte hinter Spitzenreiter RSV Eintracht und drei Zähler hinter dem SV Altlüdersdorf. Unter Flohr holte der Brandenburgligist, für den im Landespokal im Achtelfinale Schluss war, aus zwölf Saisonspielen sieben Siege, vier Remis und eine Niederlage.