17. April 2021 / 19:11 Uhr

Manuel Neuer und Thomas Müller reagieren auf Flick-Ankündigung: "Müssen das erstmal verarbeiten"

Manuel Neuer und Thomas Müller reagieren auf Flick-Ankündigung: "Müssen das erstmal verarbeiten"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Bayern-Stars haben am Samstag vom Abschiedswunsch von Trainer Hansi Flick erfahren.
Die Bayern-Stars haben am Samstag vom Abschiedswunsch von Trainer Hansi Flick erfahren. © Getty Images (Montage)
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Mit Manuel Neuer und Thomas Müller haben sich nach der Ankündigung von Trainer Hansi Flick, dass er den FC Bayern im Sommer verlassen will, zwei Führungsspieler zu Wort gemeldet. Kapitän Neuer spricht davon, dass das Team diese Mitteilung zunächst verarbeiten müsse.

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Großer Wirbel um den FC Bayern München! Erst baute der Klub die Tabellenführung in der Bundesliga am Samstag mit einem 3:2-Sieg gegen den VfL Wolfsburg auf sieben Punkte vor RB Leipzig aus, dann ließ Trainer Hansi Flick eine Bombe platzen. Der Coach kündigte bei Sky offen an, dass er aus seinem bis 2023 gültigen Vertrag beim Rekordmeister "raus möchte". Die Profis des FCB, die theoretisch bereits in der kommenden Woche Meister werden können, haben sich in ersten Reaktionen bewegt und verständnisvoll zum angekündigten Abschied des Trainers geäußert. Flick hatte seiner Mannschaft die Nachricht über seinen Abschiedswunsch zuerst mitgeteilt.

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"Das ist eine emotionale Geschichte gewesen für uns alle", sagte Torwart und Kapitän Manuel Neuer nach der Partie bei Sky. Dies müssten die Spieler "erstmal so verarbeiten", weil das Team mit Flick "eine erfolgreiche und schöne Zeit gemeinsam" hatte. Gleichzeitig stellte Neuer heraus, wie wichtig es Flick war, der Mannschaft die News zuerst mitzuteilen. "Das ist ein Zeichen, dass unser Verhältnis gut ist", meinte der Nationalkeeper.

Thomas Müller erklärte ebenso wie Neuer, dass Flick seinen Wunsch nach Vertragsauflösung vor der Mannschaft nicht begründet habe - fügte jedoch an, "dass er viel Energie gelassen hat in den letzten extrem intensiven anderthalb Jahren. Um Trainer beim FC Bayern zu sein da braucht man schon grundsätzlich ein dickes Fell. Es waren intensive Zeiten", so der Bayern-Führungsspieler, der am Abend auf Instagram die Rede des Trainers als "besonderen Moment" bezeichnete - und dazu schrieb: "Danke Hansi!"

"Große Schritte gemeinsam. Letzte Schritte gemeinsam. Kämpfen bis zum Ende, Coach!", schrieb David Alaba am Samstag ebenfalls bei Instagram und veröffentlichte ein Foto von sich und Flick.

Christian Streich adelt Hansi Flick: "Beeindruckend, was er geleistet hat"

Mit Freiburg-Trainer Christian Streich regierte sogar bereits ein Liga-Kollege auf Flicks Ankündigung: "Ich brauche den Hansi zu gar nichts ermutigen, weil er genau weiß, was er tut", sagte der Chefcoach der Breisgauer am Samstag. "Es ist beeindruckend, was er geleistet hat bei Bayern München, was er mit der Mannschaft geschafft hat. Ich glaube, er hat nicht wenige Leute überrascht, weil sie ihm das in dieser Form vielleicht nicht zugetraut hätten. Darüber freue ich mich sehr, weil er ein großartiger Trainer ist."

Warum Flick geht, will er zwar "intern lassen". Doch ein Grund dafür liegt seit Wochen auf der Hand. Trainer Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic können nicht miteinander. Sie stritten lange intern und zuletzt auch öffentlich, welche Spieler geholt werden und wer bei den Transfers ein wie großes Mitspracherecht hat. Auch nach dem Abpfiff am Samstag musste Salihamidzic seinem Trainer bis zur Ersatzbank des VfL Wolfsburg hinterhergehen, um ihm zu einem der wichtigsten Siege in dieser Saison zu gratulieren.