07. August 2020 / 22:54 Uhr

ManCity beendet irre Zidane-Serie: Real Madrid scheitert nach Varane-Patzern im Achtelfinale

ManCity beendet irre Zidane-Serie: Real Madrid scheitert nach Varane-Patzern im Achtelfinale

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Manchester City steht nach einem Sieg gegen Real Madrid im Viertelfinale der Champions League.
Manchester City steht nach einem Sieg gegen Real Madrid im Viertelfinale der Champions League. © imago images/PA Images/Getty
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Real Madrid ist zum zweiten Mal in Folge im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden. Die Mannschaft von Trainer Zinedine Zidane scheiterte an Manchester City. Der Franzose ist damit in seiner Trainerkarriere erstmals überhaupt vorzeitig aus der Königsklasse ausgeschieden.

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Manchester City steht im Viertelfinale der Champions League! Der englische Vizemeister setzte sich nach Hin- und Rückspiel mit 4:2 gegen Real Madrid durch und warf Zinedine Zidane in dessen Trainer-Karriere damit erstmals aus der Königsklasse, die der Franzose bisher als Chefcoach immer gewinnen konnte. Im Rückspiel in Manchester gewannen die Citizens nach Toren von Raheem Sterling (9.) und Gabriel Jesus (68.) mit 2:1 (1:1). Bei beiden Treffern der Engländer sah Real-Verteidiger Raphael Varane nicht gut aus. Real kam durch Karim Benzema (28.) lediglich zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Citys Trainer Pep Guardiola, der auf seinen ersten Titel in der Königsklasse seit 2011 wartet, kann mit seiner Mannschaft nun für das Viertelfinale am nächsten Samstag (21 Uhr) in Lissabon planen. Gegner ist dann Olympique Lyon, das sich überraschend gegen Juventus Turin durchsetzte. ManCity hatte im Februar bereits das Hinspiel in Madrid mit 2:1 gewonnen - noch vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa. Die Madrilenen sind zum zweiten Mal in Folge im Achtelfinale ausgeschieden - im Vorjahr war noch Zidane-Vorgänger Santiago Solari Trainer.

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Die Citizens hatten deutlich besser begonnen und nutzten, dass die Abwehr der Madrilenen nach dem Hinspiel-Platzverweis von Kapitän Sergio Ramos nicht eingespielt wirkte und sich im Spielaufbau Nachlässigkeiten leistete. Von einem dieser Fehler durch Ersatz-Abwehrchef Varane profitierte ManCity bei der frühen Führung nach nur neun Minuten. Der Weltmeister ließ sich den Ball von Gabriel Jesus abluchsen, der den verletzten Stürmerstar Sergio Agüero ersetzte. Der Brasilianer spielte den Ball in die Mitte, wo Sterling frei stand und den starken Start der Citizens versilberte. Von einer goldenen Anfangsphase konnte noch nicht die Rede sein, denn für Real hatte sich nicht viel verändert. So oder so brauchten die Spanier zwei Tore - nun allerdings nicht, um nach 90 Minuten zu gewinnen, sondern um die Verlängerung zu erreichen. City hatte Chancen, sogar auf 2:0 zu erhöhen, nutzte diese allerdings nicht.

Manchester beherrschte die erste Viertelstunde, vor allem der gefährliche Sterling stellte die Abwehr der Madrilenen mit seiner Schnelligkeit immer wieder vor Probleme. Das mögliche 2:0 fiel allerdings nicht. Das hielt Real im Spiel. Die Spanier wurden immer besser und belohnten sich schließlich durch Torjäger Karim Benzema (28.), der sein 27. Saisontor köpfte. Bis zur Pause neutralisierten sich beide Mannschaften im Anschluss, klare Chancen blieben nun Mangelware. Nach der Pause ein ähnliches Bild; die Engländer kontrollierten den Ballbesitz, Real wartete zunächst ab - auf eine Konterchance.

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Eine Auswahl der Titelträger in der Champions League: Stefan Effenberg mit dem FC Bayern im Jahr 2001 (l.), Ronaldinho mit dem FC Barcelona im Jahr 2006 und Mohamed Salah mit dem FC Liverpool im Jahr 2019.  Zur Galerie
Eine Auswahl der Titelträger in der Champions League: Stefan Effenberg mit dem FC Bayern im Jahr 2001 (l.), Ronaldinho mit dem FC Barcelona im Jahr 2006 und Mohamed Salah mit dem FC Liverpool im Jahr 2019.  ©

Doch die abwartende Haltung rächte sich - weil erneut Varane patzte. Der 27-Jährige konnte einen langen Ball mit dem Kopf nicht kontrollieren, vertändelte das Spielgerät leichtfertig. Real-Keeper Thibaut Courtois stürmte aus seinem Tor, um die Situation zu klären, kam gegen Jesus jedoch zu spät - der mit einem starken Abschluss das 2:1 markierte und Madrid einen schweren Schlag verpasste, von dem die Spanier sich nicht mehr erholten.