30. Juni 2020 / 10:15 Uhr

Ludwigsfelder-FC-Coach Aaron Müller: "Der Klassenerhalt steht im Vordergrund"

Ludwigsfelder-FC-Coach Aaron Müller: "Der Klassenerhalt steht im Vordergrund"

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Aaron Mueller, der neue Coach des Ludwigsfelder FC auf der Trainerbank des Waldstadions – wo er in Zukunft bei den Heimspielen des Fußball-Oberligisten Platz nehmen wird. 
Aaron Mueller, der neue Coach des Ludwigsfelder FC auf der Trainerbank des Waldstadions – wo er in Zukunft bei den Heimspielen des Fußball-Oberligisten Platz nehmen wird.  © Foto: Julius Frick
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NOFV-Oberliga Süd: Der neue Coach des Ludwigsfelder FC spricht im SPORTBUZZER-Interview unter anderem über Spielsysteme und Saisonziele.

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Ein neues Gesicht im brandenburgischen Fußball: Aaron Müller wird in Zukunft den Ludwigsfelder FC trainieren. Im Interview spricht der 31 Jahre alte Inhaber der DFB-A-Trainerlizenz, der beruflich als Lehrer für Sport und Mathematik tätig ist, über seine fußballerischen Wurzeln, die Spielphilosophie und das Ziel für die kommende Spielzeit in der NOFV Oberliga Süd.

Herr Müller, Sie waren zuletzt A-Jugendtrainer bei Tennis Borussia, einem großen Berliner Traditionsverein, der auch für seine gute Nachwuchsabteilung bekannt ist. Ein Engagement mit Potenzial, es gab also nicht unbedingt Veränderungsbedarf – wie lange haben Sie überlegt, als das Angebot des Ludwigsfelder FC kam, ob Sie die Offerte annehmen?

Aaron Müller: Als der Anruf von Philipp Karaschewitz, dem Sportdirektor kam, habe ich mich intensiv mit der Mannschaft beschäftigt und festgestellt, dass es ein junges und entwicklungsfähiges Team ist. Als wir uns dann in Ludwigsfelde getroffen haben, war ich vom Stadion, den Trainingsmöglichkeiten und dem Verein sofort begeistert. Es war dann in den Gesprächen mit Philipp Karaschewitz und Präsident Marcel Penquitt schnell klar, dass wir gut zueinander passen, dass wir die gleichen Ansichten haben und dann war ich ganz schnell überzeugt, dass der LFC die richtige Station ist. Das hat aber auch etwas mit der Vorgeschichte zu tun.

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Die geht wie?

Ich war schon früher öfter mal im Waldstadion zu Gast, beispielsweise zu meiner Zeit als Trainer des Berliner Verbandsligisten TSV Rudow. Ich war von Anfang an begeistert, sowohl vom Stadion als auch von den Fans, die den Club unterstützen. Das Bild, das ich vom LFC hatte, war also bereits vorher sehr positiv.

Sie waren unter anderem drei Jahre Trainer beim TSV Rudow. Wo liegen Ihre sportlichen Wurzeln? Wo haben Sie selber gespielt und warum haben Sie sich früh für eine Trainerlaufbahn entschieden?

Ich war lange beim BFC Viktoria 1889, einem der Vorgängervereine des heutigen FC Viktoria 1889 Berlin. Ich konnte aber als Spieler nie den Ehrgeiz entwickeln, wie ich es als Trainer getan habe, zumal ich mit vielen Verletzungen zu kämpfen hatte. Ich habe dann im Rahmen des Sportstudiums, das ich nach meinem Abitur begonnen habe, zunehmend begonnen, mich neben der Laufbahn als Spieler mit der Trainerrolle zu befassen und habe damals die B-Lizenz erworben. Ich bin dann diesen Weg weitergegangen und bin seit knapp vier Jahren Inhaber der DFB-A-Lizenz.

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Der LFC ist also der nächste Sprung?

Nein, das klingt so nach Karriereplanung, bei der man den nächsten Schritt macht, weil es an der Zeit ist. Nein, es geht darum, dass es eine unheimlich spannende Aufgabe ist, mit einer Mannschaft mit diesem Potenzial und einem tollen Verein zu arbeiten.

Wie sieht Ihre Spielidee, Ihre Fußball-Philosophie aus?

Wir wollen grundsätzlich ein hohes Spieltempo generieren, Überzahlsituationen schaffen und diese dann effektiv nutzen. Diese Qualität zu entwickeln, wird ein fortlaufender Prozess sein. Der Wettkampf ist für mich der zentrale Baustein des Fußballs. Dieser Bedeutung werden wir in der Trainingsarbeit gerecht werden.

Mit welchem System wollen Sie spielen?

Das ist eine gern gestellte Frage (lacht).

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Deshalb stellen wir sie ja auch.

Die Systemfrage ist für mich gar nicht so entscheidend, weil sie lediglich etwas über die Anordnung der Spieler auf dem Feld aussagt. Mir ist wichtig, dass wir uns Spielprinzipien erarbeiten, die wir auch in unterschiedlichen Spielsystemen auf den Platz bringen können.

Wie sehen die Ziele für die kommende Saison aus?

Wir wollen den Ludwigsfelder FC in der Fußball-Oberliga weiter etablieren. Die Ligen werden aufgestockt, wodurch es möglicherweise mehr Absteiger geben wird. Der Klassenerhalt steht also erst mal im Vordergrund.