26. Oktober 2020 / 22:24 Uhr

Lucas Alario sei Dank: Bayer Leverkusen besiegt Lieblingsgegner Augsburg und bleibt ungeschlagen

Lucas Alario sei Dank: Bayer Leverkusen besiegt Lieblingsgegner Augsburg und bleibt ungeschlagen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lucas Alario erzielte früh das 1:0 für Bayer Leverkusen gegen den FC Augsburg.
Lucas Alario erzielte früh das 1:0 für Bayer Leverkusen gegen den FC Augsburg. © Getty
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Bayer Leverkusen hat in der Bundesliga dank eines Doppelpacks von Lucas Alario den FC Augsburg mit 3:1 bezwungen und sich auf den vierten Platz verbessert. Die Werkself, die weiter ungeschlagen ist, bleibt Angstgegner des FCA, der noch nie gegen Bayer gewinnen konnte. 

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Ein Doppelpack von Lucas Alario hat Bayer 04 Leverkusen auf den vierten Platz der Bundesliga-Tabelle gespült. Die Werkself setzte sich dank seines argentinischen Mittelstürmers im Montagsspiel mit 3:1 (1:0) gegen den FC Augsburg und den früheren Bayer-Trainer Heiko Herrlich durch. Alario verwandelte einen Handelfmeter in der 16. Minute zur 1:0-Führung der Rheinländer, ehe Daniel Caligiuri (51.) zu Beginn des zweiten Durchgangs den Ausgleich für den über weite Strecken ebenbürtigen FCA erzielte. Mit einem starken Kopfball gelang Alario (74.) letztlich aber die erneute Führung. Tief in der Nachspielzeit erhöhte Moussa Diaby (90+4) per Konter gegen aufgerückte Schwaben. Leverkusen ist in der Bundesliga als eines von drei Teams nach Abschluss des fünften Spieltags noch ungeschlagen - die anderen sind Leipzig und Wolfsburg.

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Beim frühen Führungstreffer profitierten die Leverkusener gegen ihren Lieblingsgegner (nun 19 Spiele, 13 Siege und sechs Remis) von einem Aussetzer von FCA-Linksverteidiger Raphael Framberger, dessen viel zu hoch ausgestreckter Arm nach einem Eckball von Nadiem Amiri von Alario mit einem Kopfball getroffen wurde. Schiedsrichter Sören Storks zeigte sofort auf den Punkt - Handelfmeter! Diesen verwandelte der Argentinier mit einem platzierten Rechtsschuss in die rechte untere Torecke (16.). Augsburgs Torwart Rafal Gikiewicz, der seinen 33. Geburtstag feierte, war dran, konnte den Ball aber nicht mehr abwehren.

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Die Führung verdiente sich Bayer erst nach dem Treffer. Die Werkself, die von Augsburg zu Beginn aggressiv unter Druck gesetzt wurde, drückte dem Spiel nun den Stempel auf und dominierte die Fuggerstädter, die nun kaum mehr zu längeren Ballbesitzpassagen kamen. Zu weiteren Toren kam es jedoch nicht. Leon Bailey (19.) schoss drüber, Nadiem Amiri (28.) scheiterte an Gikiewicz, der den tückischen Aufsetzer mit Mühe parieren konnte.

Auf der Gegenseite wehrte Lukas Hradecky einen Torschuss von Florian Niederlechner (28.) ab. Anschließend gab es noch zwei nennenswerte Szenen fernab der Tore: Nach einem Zweikampf mit Iago musste der am Kopf verletzte Lars Bender raus (36.); zuvor hatte Bayer-Trainer Peter Bosz sehr fair angeordnet, dass Augsburg den Ball bekommen soll, nachdem Storks dem FCA einen (wohl auch aus seiner Sicht) berechtigten Freistoß verweigert hatte.

Leverkusen nach Wiederanpfiff mit zwei Aluminium-Treffern

Direkt nach Wiederanpfiff hatte Diaby nach einem perfekten Schnittstellenpass von Bailey die Riesenchance zum 2:0, der Franzose verlor frei vor Gikiewicz jedoch die Nerven und vergab recht kläglich (48.). Auf der Gegenseite gelang Augsburg wenig später der Ausgleich. Der zur Pause eingewechselte Ruben Vargas steckte nach einem unwiderstehlichen Dribbling zu Daniel Caligiuri durch, der Hradecky mit einem platzierten Linksschuss überwinden konnte - 1:1 (51.).

Bayer war in der 66. Minute sehr nah dran an einer Antwort: Der auf links durchgestartete Diaby legte im Strafraum zurück auf den gerade eingewechselten Florian Wirtz, der allerdings genau auf Gikiewicz schoss. Den Abpraller setzte Bailey krachend an die Querlatte. Fünf Minuten später erneut Glück für den FCA, ein Alario-Kopfball landete am linken Pfosten. Der Argentinier hatte schließlich mehr Glück - nach einem Amiri-Freistoß köpfte er die Werkself wieder in Führung (74.). Wenig später wurde der Torjäger leicht angeschlagen ausgewechselt, für ihn kam Ex-Nationalspieler Karim Bellarabi zu seinem 200. Bundesliga-Spiel. Als Gikiewicz in der Schlussphase schon aufgerückt war, vollendete Diaby per Konter (90.+4) noch zum 3:1.