06. Oktober 2020 / 16:28 Uhr

Lübecker Paulianer mit Herz für den VfB und Phönix

Lübecker Paulianer mit Herz für den VfB und Phönix

Christoph Staffen
Lübecker Nachrichten
Der gebürtige Lübecker ist Kapitän der U23 des FC St. Pauli.
Der gebürtige Lübecker ist Kapitän der U23 des FC St. Pauli. © FCSP
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Cemal Sezer führt die U23 der Kiezkicker als Kapitän an und hofft noch auf eine Profi-Karriere - Mittwoch Regionalliga-Duell gegen den 1. FC Phönix Lübeck

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Zuletzt zwei Siege (jeweils 2:1 gegen Altona und Drochtersen), drei Tore geschossen, drei Vorlagen und damit an sechs von acht Toren des FC St. Pauli II in der Regionalliga beteiligt: Es läuft für den gebürtigen Lübecker Cemal Sezer, der vor einem Jahr den VfB verlassen hat und nun Kapitän der extrem jungen Wilden ist, die aus drei Spielen neun Punkte holten. "Wir haben unser kleines Tief mit einigen Verletzten überwunden", ist der 24-Jährige heiß auf das Duell gegen den 1. FC Phönix Lübeck (Mittwoch, 19 Uhr, in Norderstedt).

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Lübeck ist eine Herzensangelegenheit

Bis zum Sommer 2021 hat der Mittelstürmer, der sich noch immer gern den Ball bei aussichtsreichen Freistößen nimmt, bei den Hamburgern verlängert, nachdem er 2019 seinen Jugendverein VfB verlassen hatte. "Damals war es bei mir Zeit für eine Veränderung, und den Schritt nach Hamburg habe ich nie bereut. Ziel bleibt der Profifußball, gerne bei St. Pauli", sagt der 24-jährige Student (BWL), für den Lübeck immer noch eine Herzensangelegenheit ist: "Alles andere wäre gelogen, ich bin mit fünf Jahren zum ersten Mal auf die Lohmühle gegangen. Ich drücken dem VfB die Daumen für den Klassenerhalt in der dritten Liga und freue mich auch über den Regionalliga-Aufstieg von Phönix. Das tut Lübeck gut."

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"Bei Aufsteigern weiß man nie"

Von den Phönixern hat er noch engen Kontakt mit Abdullah Abou Rashed und Kubilay Büyükdemir, die er aus gemeinamen Jugendzeiten von der Lohmühle kennt. Der Ausgang des Duells ist aber ungewiss: "Bei den Aufsteigern weiß man nie, wie die sind, sie müssen sich ja teilweise auch erst finden. Aber sie haben eine qualitativ gute Truppe." Trotzdem: "Es ist ein Heimspiel, und wir spielen auf Sieg. Unser Stil ist, mit viel Ballbesitz den Gegner hinten reinzudrängen. Das gibt uns unser Trainer Joachim Philipkowski so vor." Die Phönixer könnten am Mittwoch noch auf einen weiteren Ex-Lübecker treffen: Torwart Malte Schuchardt kam im Sommer vom VfB auf den Kiez.