11. Oktober 2019 / 20:55 Uhr

Lok Leipzig: Vor dem Sachsenpokalspiel ist Derby-Frust verflogen

Lok Leipzig: Vor dem Sachsenpokalspiel ist Derby-Frust verflogen

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
5.Spieltag NOFV Regionalliga Nordost Auerbach VFB Stadion 27.08.2019 
VfB Auerbach 1906 vs 1. FC Lokomotive Leipzig 1:1 (0:0)
Der VfB Auerbach und Lok Leipzig lieferten sich bereits in der Regionalliga in dieser Saison einen heißen Fight. © Thomas Gorlt
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Das Regionalliga-Spitzenteam 1. FC Lok Leipzig ist am Sonnabend (ab 14 Uhr) im Sachsenpokal beim VfB Auerbach gefordert.

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Leipzig. „Welche Aufbauarbeiten?“ entgegnet Björn Joppe locker. Die Niederlage im Derby am Sonntag gegen Chemie sei schnell abgehakt worden, versichert der Teamchef des 1. FC Lokomotive Leipzig, obwohl seine Männer sichtlich geknickt nach Probstheida zurückkehrten. Nix, was überbewertet werden muss, meint Joppe: „Es war wie bei jeder anderen Niederlage. Am Montag war alles wieder vergessen.“ Analysiert wurde trotzdem: „Wir hatten 79 Prozent Ballbesitz und 77 Prozent angekommene Pässe. Es lag nur an der Körpersprache.“

Die wird am Sonnabend ganz anders aussehen müssen, wenn die Leipziger um 14 Uhr im Sachsenpokal gegen den Angstgegner VfB Auerbach antreten. Die Gastgeber haben seit 2008 gegen Lok nur ein einziges Mal verloren. Im November 2018. Damals hieß das Ergebnis 4:1 und könnte Mut machen: Es war ebenfalls im Pokal.

DURCHKLICKEN: Die Fotos vom Regionalligaspiel VfB Auerbach gegen Lok Leipzig 1:1

Lok Leipzig büßte in dem Auswärtsspiel in Auerbach nicht nur zwei Zähler, sondern auch die Tabellenspitze ein. Zur Galerie
Lok Leipzig büßte in dem Auswärtsspiel in Auerbach nicht nur zwei Zähler, sondern auch die Tabellenspitze ein. © Thomas Gorlt

Diese Saison war Lok schon einmal Gast im Vogtland. Ein 1:1 und ein Platzverweis für Robert Berger waren die Ausbeute. „Es wird nicht anders als gegen Chemie“, erwartet Björn Joppe ein kämpferisches Spiel gegen den Viertletzten der Regionalliga Nordost, in dem er umstellen möchte.

Teamchef leistet Aufbauarbeit

Wir werden in einem anderen System spielen und der ein oder andere wird eine Pause kriegen. Wir wollen den Konkurrenzkampf weiter hochhalten“, verrät er. Ein Kandidat könnte Sascha Pfeffer sein. Der 32-Jährige zog sich im ersten Spiel gegen Hertha II einen Anriss der Plantarsehne im linken Fuß und ist seit letzter Woche wieder im Mannschaftstraining, gegen Chemie feierte er nach fast drei Monaten Verletzungspause sein Comeback, als er für Maik Salewski in der 78. Minute eingewechselt wurde.

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Sein Coach hat jedoch bis kurz vor knapp noch keine konkrete Elf im Kopf. „Vor dem Training habe ich eine Aufstellung im Kopf, nach dem Training eine andere“, erzählt Joppe, der diese Woche schon ein erstes Erfolgserlebnis verbuchen konnte. Der 40-Jährige hat die DFB-Elite-Jugend-Lizenz erfolgreich bestanden, im Sommer soll die A-Lizenz folgen, um offiziell Cheftrainer heißen zu dürfen. Doch auch als Teamchef lassen sich Aufbauarbeiten durchführen.