22. Juni 2021 / 22:07 Uhr

Landespokal-Halbfinale: Neuauflage zwischen SV Todesfelde und SC Weiche Flensburg

Landespokal-Halbfinale: Neuauflage zwischen SV Todesfelde und SC Weiche Flensburg

Finn Hofmann
Lübecker Nachrichten
Bereits 2019 trafen der SV Todefelde und der SC Weiche Flensburg aufeinander (hier Jonas Andersen (r.) gegen Niklas Stehnck) - Damals setzte sich der SVT knapp mit 1:0 durch
Bereits 2019 trafen der SV Todefelde und der SC Weiche Flensburg aufeinander (hier Jonas Andersen (r.) gegen Niklas Stehnck) - Damals setzte sich der SVT knapp mit 1:0 durch © Agentur 54°
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Bereits 2019 trafen beide Teams im SHFV-Pokal-Halbfinale aufeinander - Damals behielt Oberligist SV Todesfelde die Oberhand - Einsatz von SVT-Kapitän Luca Sixtus fraglich

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Am Mittwochabend (19 Uhr) empfängt Oberligist SV Todesfelde den SC Weiche Flensburg aus der Regionalliga Nord zum Landespokal-Halbfinale. Es ist die Neuauflage des Semifinales der vergangenen Saison. Damals siegte der SVT mit 1:0.

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SV Todesfelde schwelgt in Erinnerungen - Petzold schoss Oberligisten ins SHFV-Pokalfinale

Florian Petzold entschied das Spiel im Oktober 2019 in letzter Minute, sorgte für kollektiven Jubel in Blau und Gelb. Wie wir heute wissen, nahm der SVT dann auch die letzte Hürde und schaltete im Finale in Bad Malente den damaligen Drittliga-Aufsteiger VfB Lübeck mit 3:2 aus, qualifizierte sich für den DFB-Pokal.

SVT-Topscorer Morten Liebert zuversichtlich: "Ich weiß, dass Trammer uns bestens aufs Spiel vorbereiten wird.“

Das Ticket fürs Halbfinale löste der SV Todesfelde am vergangenen Sonntag dank eines souveränen 3:0-Erfolges – alle drei Treffer erzielte Morten Liebert – über den Viertligisten Heider SV. Weiche Flensburg gewann bereits am Freitag beim Landesligisten FC Kilia Kiel deutlich mit 5:1. Den Flensburgern bleiben somit 48 Stunden mehr zur Regeneration. Ein Nachteil? Nein – meint zumindest Tofes Dreierpacker Liebert: „Ich wusste bis heute morgen nicht mal, dass die Freitag gespielt haben. Ist mir ehrlich gesagt Banane, wie viel Tage die mehr Pause hatten. Wir schauen in erster Linie auf uns und ich weiß, dass Trammer uns bestens aufs Spiel vorbereiten wird.“

SV Todesfelde weiß um die Schwere der Aufgabe - "Die sind nochmal ein ganz anderes Kaliber als Heide!"

Liebert sieht Weiche, das die abgebrochene Regionalliga-Saison mit 24 Punkten aus neun Spielen klar dominierte, zwar in der Favoritenrolle. Verstecken brauche man sich jedoch nicht: „Fakt ist, Weiche ist der dickste Fisch im Teich. Aber das waren sie letzte Saison auch und letztlich konnten wir uns durchsetzen. Warum sollte es diesmal nicht wieder klappen? Das wird eine Mammut-Aufgabe. Die sind nochmal ein ganz anderes Kaliber als Heide!“ Deshalb erwartet Liebert von jedem „120 Prozent Kampf, Leidenschaft, Teamgeist und Zusammenhalt“.

"Ich konnte am Ende meinen Oberkörper gar nicht mehr schmerzfrei rotieren!" - Fragezeichen hinter Einsatz von SVT-Kapitän Luca Sixtus

Ob Kapitän Luca Sixtus am Mittwochabend wieder dabei sein kann, ist fraglich. Der 26-Jährige musste am Sonntag nach 75 Minuten runter. „Es ist der untere Rücken. Wahrscheinlich ist ein Nerv eingeklemmt oder der Muskel verhärtet. Ich konnte am Ende meinen Oberkörper gar nicht mehr schmerzfrei rotieren. Es ist aber schon wieder besser. Ich hoffe, dass es am Mittwoch wieder geht“, so Sixtus auf Nachfrage.

Luca Sixtus nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung mit schmerzverzerrtem Gesicht
Luca Sixtus nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung mit schmerzverzerrtem Gesicht © Foto: Finn Hofmann

SVT-Trainer Sven Tramm vor dem Pokal-Halbfinale: "Das wird ein dickes Brett am Mittwoch, bei dem wir wirklich alles rausholen müssen!"

Todesfeldes Teamchef Sven Tramm hatte nach dem 3:0 über Heide lediglich die Chancenverwertung zu kritisieren. „Wir hätten schon früher die Tore machen müssen. Ansonsten bin ich zufrieden, wenn wir Mittwoch eine ähnlich gute Leistung zeigen.“ Zum kommenden Gegner sagt Tramm: „Weiche ist bärenstark und hat durch den Trainerwechsel neue Inspiration bekommen. Sie hätten den Aufstieg in die 3. Liga sportlich auch verdient gehabt. Das wird ein dickes Brett am Mittwoch, bei dem wir wirklich alles rausholen müssen.“ Den SV Todesfelde zu unterschätzen „wird denen sicherlich kein zweites Mal passieren.“

Regionalligist SC Weiche Flensburg ist gewappnet - "Wir werden einen Matchplan haben!"

Für Weiche-Coach und Ex-Profi (u.a. VfL Wolfsburg, SC Freiburg, FC St. Pauli) Thomas Seeliger ist es eine Reise in die Vergangenheit. Von 2004 bis 2007 spielte der 54-Jährige beim SV Todesfelde, gehörte zur damaligen Aufstiegsmannschaft. Zudem kennt er die Hausherren aus verschiedenen Begegnungen während seiner Trainertätigkeit in der U23 von Weiche. Er weiß: „Todesfelde kommt und kam schon immer über den Teamgeist. Es gelingt ihnen, die familiäre Atmosphäre auf die Mannschaft zu übertragen. Das Team harmoniert sehr gut und reißt sich immer den Arsch auf. Zudem verfügen sie mit Morten Liebert über einen Torjäger, den man nicht lange einladen muss, um Tore zu schießen.“ Um den SVT zu stoppen gelte es, deren Stärken einzudämmen. „Wir werden einen Matchplan haben“, kündigt er an.

450 Zuschauer im Joda-Sportpark zugelassen - Sieger trifft auf TSB Flensburg oder 1. FC Phönix Lübeck

Beide Mannschaften haben bislang keine Ausfälle zu beklagen. Zu der Partie im Joda-Sportpark sind wie bereits am Sonntag insgesamt 450 Zuschauer zugelassen. 50 Karten gehen davon an den SC Weiche nach Flensburg. Seit Montag 16 Uhr können Fans über den Onlineshop des SV Todesfelde Tickets erwerben. Der Gewinner der Partie spielt am Sonntag (27. Juni, 16 Uhr) in Bad Malente gegen den Sieger aus der Partie TSB Flensburg – Phönix Lübeck (ebenfalls Mittwoch um 19 Uhr) um den Einzug in den DFB-Pokal.