25. Mai 2020 / 20:55 Uhr

Landesfußballverband entscheidet am Mittwoch: Das sind die möglichen Szenarien

Landesfußballverband entscheidet am Mittwoch: Das sind die möglichen Szenarien

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Die Saison in Mecklenburg-Vorpommern läuft bis zum 30. Juni ohne weitere Partien in allen Altersklassen aus. Die Verbände entscheiden am 27. Mai über die Auf- und Abstiegsfrage.
Die Saison in Mecklenburg-Vorpommern läuft bis zum 30. Juni ohne weitere Partien in allen Altersklassen aus. Die Verbände entscheiden am 27. Mai über die Auf- und Abstiegsfrage. © imago images/Steffen Kuttner
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Mit großer Spannung werden die Entschlüsse des Landesfußballverbandes und der sechs Kreisverbände zur Auf- und Abstiegsregelung erwartet. Annullierung der Saison wurde bereits ausgeschlossen. Quotientenregelung könnte zur Anwendung kommen.

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Gespannt blicken die Fußballer und Fußballerinnen in Mecklenburg-Vorpommern auf Mittwoch. Es ist der große Tag der Entscheidung. Der Landesfußballverband (LFV) wird zusammen mit den sechs Kreisverbänden die finalen Beschlüsse zu den Auf- und Abstiegsfragen in den einzelnen Ligen aller Altersklassen treffen. Für einige Vereine können die Regelungen große Auswirkungen auf die weitere Zukunft haben.

Bereits klar ist, dass die aktuelle Saison ohne weitere Partien bis zum 30. Juni auslaufen wird. Das hatte der LFV am 7. Mai auf einer erweiterten Vorstandssitzung beschlossen. Im Rahmen dieser Entscheidung hatten die Verbände bereits deutlich gemacht, dass eine komplette Annullierung der Spielzeit 2019/20 für die Wertung der Spielklassen nicht in Frage kommen würde.

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Was die Verantwortlichen endgültig entscheiden werden, bleibt bis Mittwoch abzuwarten. Vorab hat der SPORTBUZZER aufgelistet, welche Szenarien für die Auf- und Abstiegsregelungen möglich sind.

Szenario 1: Aufsteiger und Absteiger nach Quotientenregel

Die aktuellen Tabellenstände werden genommen und nach der Quotientenregel (Anzahl der Punkte, geteilt durch die Anzahl der absolvierten Spiele, multipliziert mit 100) berechnet. In einigen Ligen könnte es dadurch noch Verschiebungen geben. In Anbetracht der vor der Saison festgelegten Auf- und Abstiegsregelungen steigen die Mannschaften auf den entsprechenden Rängen auf und ab.

Das sind die Fußballtabellen in MV nach Quotientenregelung auf Landesebene (Berechnung im Sportbuzzer: Anzahl der Punkte, geteilt durch Anzahl der Spiele, multipliziert mit 100):

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Szenario 2: Aufsteiger und aber keine Absteiger nach Quotientenregel

Auch hier werden die aktuellen Tabellenstände nach der Quotientenregel ausgerechnet. Die Teams auf den festgelegten Aufstiegsrängen sind berechtigt, den Sprung in die nächsthöhere Liga zu wagen. Absteiger gibt es keine. Sollte es Aufstiegsverzichte geben, wären laut LFV-Spielordnung Klubs, die auf den Rängen zwei und drei stehen, berechtigt, nachzurücken.

Bereits am 9. Mai hatte der Fußballverband in Schleswig-Holstein zu den Wertungen in seinen Herren-Ligen entschieden, dass die Erst- und Zweitplatzierten aufsteigen dürfen. Bei einem Verzicht wäre das Aufstiegsrecht nicht übertragbar. Absteiger wird es in unserem Nachbarbundesland keine geben, ausgenommen sind Teams, die sich bereits im Verlauf der Saison 2019/20 vom Spielbetrieb zurückzogen haben.

Das sind die Fußballtabellen in MV nach Quotientenregelung auf Kreisebene (Berechnung im Sportbuzzer: Anzahl der Punkte, geteilt durch Anzahl der Spiele, multipliziert mit 100):

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Szenario 3: Keine Aufsteiger und keine Absteiger nach Quotientenregel

Das wohl unwahrscheinlichste Szenario: Die aktuellen Tabellenstände werden wieder nach Quotientenregel ausgerechnet. Es gibt weder Auf- und Absteiger. Das würde einigen Mannschaften, die bereits ein klares Aufstiegsbekenntnis - wie der FC Schönberg (Tabellenführer Landesliga West) - signalisiert haben, übel aufstoßen. Es gilt als kaum vorstellbar, dass der LFV einigen Vereinen den Aufstiegswunsch verwehren würde.

Szenario 4: Die Hinrunde wird gewertet

Die Hinrundentabelle entscheidet über die Wertungen in den einzelnen Spielklassen. Alle Mannschaften hätten die gleiche Anzahl an absolvierten Spielen. Der SV Rot-Weiß Trinwillershagen kommt in der Landesklasse I aufgrund einiger Spielausfälle bislang nur auf 15 Partien, was einer Halbserie entspricht. Zudem war die Rückrunde in einigen Ligen der Kreisverbände noch nicht mal gestartet.


Ungeachtet der möglichen Szenarien werden die Entscheidungen der Verbände sowohl Gewinner als auch Verlierer hervorrufen. Die optimale Lösung für alle gibt es nicht. Spannend: Wird der LFV die Abstiegsfrage für die Saison 2019/20 außer Kraft setzen oder nicht? Vereine, die wie der FC Einheit Strasburg (Landesliga Ost) abgeschlagen am Tabellenende liegen, planen bereits, die kommende Spielzeit eine Liga tiefer zu kicken. Die Strasburger hatten kürzlich im Nordkurier signalisiert, dass sie im Falle des Nichtabstiegs sich vorstellen können, freiwillig im Kreis neu anzufangen.