20. Oktober 2019 / 20:22 Uhr

Kurios: Als der SV Bosporus nachlässt, trifft er dreimal

Kurios: Als der SV Bosporus nachlässt, trifft er dreimal

Jürgen Hansen
Peiner Allgemeine Zeitung
Mini-Krise: Kapitän Nick Paszkowski (links) und der TSV Münstedt unterlagen dem SV Bosporus Peine mit 1:3.
Mini-Krise: Kapitän Nick Paszkowski (links) und der TSV Münstedt unterlagen dem SV Bosporus Peine mit 1:3. © Foto: Isabell Massel
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Während Gegner TSV Münstedt jetzt in einer Mini-Krise steckt, sind die Kreisliga-Fußballer des SV Bosporus Peine nach ihrem 3:1-Sieg auf Platz drei geklettert. Kurios: Alle drei Tore erzielten die Peiner, als sie spielerisch nicht mehr so stark waren. Noch kurioser: Pfeil Broistedt landete einen verrückten 7:5-Sieg gegen den TSV Eixe.

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Auf Talfahrt befinden sich derzeit Münstedts Kreisliga-Fußballer, deren jüngstes 1:3 gegen Bosporus gleichbedeutend mit der vierten Niederlage in Folge war. Weiter auf Erfolgskurs segelt die Fortuna aus Oberg, die Wendezelles Zweite mit einer 5:0-Packung nach Hause schickte und damit seit sechs Spielen ungeschlagen ist. Zudem gewann Edemissen 3:0 gegen Lengede II, und Broi-stedt bezwang Eixe mit 7:5. Das Torfestival fand Pfeile-Trainer Fred Matejasik gar nicht lustig, er sprach hinterher von einer Partie mit vielen „ulkigen Szenen“. Alle weiteren Begegnungen fielen aus.

TSV Münstedt – Bosporus Peine 1:3 (0:0). Während der ersten Hälfte hatte Bosporus-Trainer Hüseyin Elma an seiner Mannschaft kaum etwas zu kritisieren. „Außer, dass wir es nicht schafften, ein Tor zu schießen. Ansonsten haben wir sehr gut gespielt.“ Zweite Halbzeit hätten die Seinen spielerisch nachgelassen. „Aber wir haben dreimal getroffen. Das war schon ein bisschen komisch.“ Nach der 3:0-Führung habe man es verpasst, die Partie souverän runterzuspielen. „Und nach Münstedts Gegentor wurde es für uns sogar noch ein paar Mal brenzlig.“

Tore: 0:1 Akkoc (59.), 0:2 Caner (68.), 0:3 Karasahin (71.), 1:3 Michel (81.).

Pfeil Broistedt – TSV Eixe 7:5 (4:4). Nach 19 Minuten führten die Gastgeber 3:0, und alles deutete auf einen klaren Sieg der Pfeile hin. „Danach setzte bei uns bis zur Pause Arbeitsverweigerung ein. Hinten gab es keine Zuordnung mehr, vorne wurde nach verlorenen Bällen einfach stehen geblieben, dazu unterliefen uns viele individuelle Fehler“, monierte Broi-stedts Trainer Fred Matejasik. So geriet seine Mannschaft tatsächlich mit 3:4 in Rückstand. Das 4:4 kurz vor dem Wechsel vermochte seinen Ärger nicht zu besänftigen. „Ich ging in der Halbzeit nicht mit in die Kabine. Ich musste mich draußen abreagieren, musste runterfahren.“

Im zweiten Abschnitt blieb die Begegnung zunächst ausgeglichen, ehe die Gastgeber in der Schlussphase den Sieg festmachten. „Die einzigen echten Gewinner waren die Zuschauer. Sie sahen viele Tore und eine Menge Slapstick-Einlagen. Picke, Hacke, Tippkick-Schüsse – alles war dabei. Es war teilweise echt ulkig“, berichtete Matejasik.

Tore: 1:0 Pascal Casavecchia (4.), 2:0 Domenic Casavecchia (18.), 3:0 Gurev (19.), 3:1 Mörtzsch (26.), 3:2 Weise (28.), 3:3 Brochmann (29.), 3:4 Barisch (35.), 4:4 Domenic Casavecchia (42.), 5:4 Pascal Casavecchia (54.), 5:5 Brochmann (77.), 6:5 Meyer (80.), 7:5 Pascal Casavecchia (86.).

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TSV Eintracht Edemissen – SV Lengede II 3:0 (2:0). „Vorher setzten wir drei Spiele in den Sand. Jetzt haben wir endlich wieder gewonnen. Ich bin erleichtert“, freute sich Edemissens Betreuer Frank Samzow, der seiner Mannschaft bescheinigte, gegen die spielstarken Gäste geschickt agiert zu haben. „Wir haben in unserer Hälfte alles zugestellt, haben gut zugepackt und schnell nach vorn gespielt.“ Den Erfolg führt Samzow auch darauf zurück, dass sich die personelle Lage wieder gebessert habe. „In den vorherigen Wochen hat zum Teil unsere komplette Abwehr gefehlt.“ Ein Sonderlob verteilte er an TSV-Routinier Maik Düsterhöf. „Unser Altmeister hat als Zehner die Fäden gezogen.“

Tore: 1:0 Hamad (30.), 2:0 Düsterhöf (44.), 3:0 Beyer (54.).

Fortuna Oberg – TSV Wendezelle II 5:0 (4:0). Von einer „einseitigen Geschichte“ berichtete Fortuna-Trainer Hubert Meyer. „Wir waren klar überlegen, erspielten uns reihenweise Torchancen, hätten höher gewinnen müssen. Doch zweite Halbzeit wurde zuviel liegen gelassen.“ Besonders gefreut hat er sich über die Traumtore zum 2:0 und 4:0. „Erst traf Timm Bendikat aus 25 Metern in den Winkel, 15 Minuten später zirkelte Tim Nowak den Ball vom Strafraumeck über den Torwart ins Dreieck.“

Tore: 1:0 Grigorjan (3., per Strafstoß), 2:0 Bendikat (9.), 3:0 Markus Karjaka (23.), 4:0 Nowak (34.), 5:0 Alex Karjaka (90.).

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