20. September 2020 / 22:50 Uhr

Nach Kritik an Bayern-Bossen wegen Sitzordnung: Präsident Hainer entschuldigt sich

Nach Kritik an Bayern-Bossen wegen Sitzordnung: Präsident Hainer entschuldigt sich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Reagiert auf die Kritik an den Bayern-Bossen: Präsident Herbert Hainer.
Reagiert auf die Kritik an den Bayern-Bossen: Präsident Herbert Hainer. © imago images/MIS, Getty Images
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Die Sitzordnung der Bosse des FC Bayern gegen den FC Schalke am Freitagabend sorgte für mächtig Wirbel. Im "Kicker" sah Bayern-Präsident Herbert Hainer den Fehler ein und kündigt Besserung an.

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Der FC Bayern sorgte für mächtig Wirbel am Freitagabend - und es hatte nicht nur sportlichen Gründe. Die Bosse des Rekordmeisters saßen beim Spiel gegen den FC Schalke auf der Tribüne eng beieinander und trugen auch keine Masken, bejubelten aber einen 8:0-Sieg ihres Teams zum Auftakt der Bundesliga-Saison. Das sorgte für einige Diskussionen - nun sah Bayern-Präsident Herbert Hainer den Fehler ein.

"Laut der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung durften wir so sitzen, doch im Nachhinein muss ich sagen, man hätte das Thema sensibler handhaben können mit Blick auf unsere Vorbildfunktion", sagte er dem Kicker. "In Zukunft werden wir uns absolut regelkonform verhalten."

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Zuvor äußerte sich bereits Karl-Heinz Rummenigge ähnlich."Wir sind uns alle einig, dass das Bild nicht vorbildlich war", sagte Rummenigge am Sonntag bei Sky90.Zwar sei es durch die Corona-Regeln der Landesregierung in Bayern erlaubt, dass die zehn Personen auf der Tribüne ohne Sicherheitsabstand beieinander saßen. Der Vorbildrolle wurde man damit aber nicht gerecht. Rummenigge gelobte daher für die kommenden Spiele Besserung: "Wir wissen, dass wir das ändern müssen und werden bei den nächsten Spielen den notwendigen Abstand halten."

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hatte die Top-Funktionäre des FC Bayern für ihr Verhalten beim Auftaktspiel der Bundesliga gerügt. Der CSU-Politikerin zufolge wäre es für die Münchner Führungsriege „klüger gewesen, wenn sie nicht so eng aufeinander gesessen wären – weil auch ausreichend Platz war“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisierte die Chefetage des FC Bayern. „Kinder sollen in der Klasse im Unterricht Maske tragen. Die FC Bayern Manager genießen den Fußball und es ist ihnen offenbar völlig egal, dass sie Vorbild für keinen sind. Darauf kann niemand stolz sein“, twitterte Lauterbach am Samstag zu einem Bild der Münchner Funktionäre um Präsident Herbert Hainer und Ehrenpräsident Uli Hoeneß.