21. Oktober 2019 / 17:07 Uhr

Koldingen verliert verdient in Arnum: Jarzombek stellt sich selbst die Trainerfrage

Koldingen verliert verdient in Arnum: Jarzombek stellt sich selbst die Trainerfrage

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Gibt Anweisungen: Koldingens Trainer Michael Jarzombek.
Gibt Anweisungen: Koldingens Trainer Michael Jarzombek. © Dennis Michelmann
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Nach der 1:4-Niederlage gegen die SV Arnum war Koldingens Trainer Michael Jarzombek richtig sauer. Bei der Auswärtspleite habe es an allen Ecken und Enden nicht gepasst. Nun zweifelt Jarzombek selbst an seiner Position als KSV-Trainer.

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Die Gemütslagen der beiden Trainer hätten unterschiedlicher nicht sein können: Während Ermin Vojnikovic nach dem 4:1-Heimsieg der SV Arnum im Bezirksliga-Derby gegen den Koldinger SV nur lobende Wort für den Auftritt seiner Mannschaft fand, wirkte Gästecoach Michael Jarzombek völlig konsterniert. „Die Jungs haben heute wirklich gut gespielt und auf sehr tiefem Boden toll geackert. Außerdem hat sich bemerkbar gemacht, dass wir heute 18 Mann zur Verfügung hatten und ich auch von der Bank aus noch viel Qualität einwechseln konnte“, zeigte sich der Arnumer Trainer äußerst zufrieden.

"Die schlechteste Leistung, seitdem ich Trainer in Koldingen bin"

Dagegen übte sein gegenüber gnadenlos Kritik an seinem Team: „Das war die schlechteste Leistung, seitdem ich Trainer in Koldingen bin. Vor der Pause war es schon völlig leblos, und in der zweiten Halbzeit kam zu der Leblosigkeit noch dazu, dass sich die Jungs völlig aufgegeben haben.“ Es habe gewirkt, als hätten die Spieler gar keine Lust auf Fußball. „Sie haben jegliche Form der Zweikampfführung verweigert. Aktuell stelle ich mir die Frage, ob ich sportlich noch der richtige Trainer bin.“

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Nur sportlich Rivalen:

 Iltens Torhüter Jan Hendrik Hoppe (links) und Altwarmbüchens Ulf Eckelt mit Sportsgeist. Zur Galerie
Nur sportlich Rivalen: Iltens Torhüter Jan Hendrik Hoppe (links) und Altwarmbüchens Ulf Eckelt mit Sportsgeist. ©
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Nur eine Frage der Zeit

Die Geschichte der Partie ist schnell erzählt. Auch wenn die Tore allesamt erst spät fielen, waren die deutlich präsenteren und bissigeren Hausherren von Beginn an Chef im Ring. „Wir sind früh draufgegangen, waren sehr dominant und hatten schon bis zur Pause drei gute und zwei sehr gute Möglichkeiten.“ Dem Gegner dagegen habe man zwar Ballbesitz, aber nicht eine einzige gefährliche Offensivaktion gestattet. Es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, so Vojnikovic.

In der 65. Minute war dann Nick Hieronymus nach einem Freistoß per Kopf zur Stelle und erzielte das 1:0. „Danach waren wir noch griffiger, haben die Kolidnger immer wieder ausgekontert.“ Nach einem Foul von KSV-Keeper Raoul Reiche an Nascimentoe Kembo erhöhte Felix Rademacher per Elfmeter zügig auf 2:0 (69.). Selbst das Anschlusstor durch den Koldinger Spieltrainer Jarzombek, der ebenfalls per Strafstoß erfolgreich war (71., SVA-Torwart Kai Kruskop hatte Mehmet-Salih Kalhan gelegt)), sorgte für kein Aufbäumen auf Gästeseite. Im Gegenteil: Gefährlich blieben nur die Arnumer.

„Es fehlte an der Einstellung und der Mentalität“, monierte Jarzombek. Rademacher (88.) und Michael Zajusch (90. + 3) packten dann noch spät einen Doppelpack drauf. „Drei Tore von Einwechselspielern zeigen, welches Potenzial wir im Kader haben“, freute sich Vojnikovic.

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"Geht nur um den Klassenerhalt"

In der Nachspielzeit hatte der Koldinger Coach dann noch die Möglichkeit zur Ergebniskorrektur, doch dieser zweite Torschuss der Gäste wurde geblockt. Dann pfiff der Referee die Partie ab. „So geht es für uns nur um den Klassenerhalt“, sagte der ernüchterte KSV-Coach abschließend. „Wir waren gegen einen heute sicher auch nicht sonderlich guten Gegner chancenlos. Das sagt alles.“

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