17. Dezember 2020 / 21:27 Uhr

Knacks durch Niederlage? Wolfsburgs Schäfer kann es sich nicht vorstellen

Knacks durch Niederlage? Wolfsburgs Schäfer kann es sich nicht vorstellen

Engelbert Hensel, Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kein Grund zur Sorge: Durch das 1:2 in München kassierten die Wolfsburger (in Grün) ihre erste Bundesliga-Niederlage in dieser Saison. Dass das der Mannschaft jetzt einen Knacks gibt, glaubt VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer (r.) allerdings nicht.
Kein Grund zur Sorge: Durch das 1:2 in München kassierten die Wolfsburger (in Grün) ihre erste Bundesliga-Niederlage in dieser Saison. Dass das der Mannschaft jetzt einen Knacks gibt, glaubt VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer (r.) allerdings nicht. © DPA (2)
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Das 1:2 beim FC Bayern bedeutete die erste Bundesliga-Niederlage in dieser Saison für den VfL Wolfsburg. Sportdirektor Marcel Schäfer glaubt nicht, dass die Pleite für einen Knacks in der Mannschaft sorgt.

Elf Bundesliga-Spiele in Folge hatten die Fußballer des VfL Wolfsburg nicht verloren - dann folgte das 1:2 am Mittwochabend bei Bayern München. Für die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner war es die erste Saison-Niederlage im Oberhaus. Dass die Pleite jetzt negative Auswirkungen auf das Team haben und für einen Knacks sorgen könnte, glaubt Sportdirektor Marcel Schäfer allerdings nicht.

Stark präsentierte sich die Wolfsburger Mannschaft beim Rekordmeister, so wie es sich die VfL-Verantwortlichen gewünscht hatten. "Sie hat mutig nach vorn spielt und sich nicht versteckt", beschreibt Schäfer. Dennoch musste der VfL die Heimreise mit leeren Händen antreten. "Wir haben einen ordentlichen Auftritt gezeigt, aber wir haben es auch verpasst, dort Punkte mitzunehmen – darüber ärgern wir uns natürlich", so der Sportdirektor. Die Enttäuschung über die Niederlage habe man auch noch am Donnerstagmorgen gespürt. "Es war ein großer Schritt nach vorn. Aber uns wurde auch gezeigt, wo wir noch Dinge verbessern müssen. Und das werden wir auch tun", kündigt der 36-Jährige an.

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Aber sorgt die Niederlage jetzt für einen Knacks im Team? Schäfer glaubt es nicht, dafür waren die Leistungen zuvor, aber auch die in München zu gut, das Selbstvertrauen ist da. "Es hat uns bisher in dieser Saison ausgezeichnet, dass wir uns von Rückschlägen im Spiel nicht aus dem Konzept bringen lassen. Jetzt gilt es, eine Niederlage wegzustecken – und das tun wir auch, davon bin ich überzeugt."

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Schäfers Meinung schließt sich auch VfL-Top-Torjäger Wout Weghorst an. "Natürlich ist das mit der Ungeschlagen-Serie auch ein Thema der Medien. Andererseits zeigt es auch, dass du als Mannschaft gut unterwegs bist. Es ist schade, dass wir in München nicht gepunktet haben, denn es war einfach mehr drin. Trotzdem sind wir auf einem guten Weg – die Niederlage ändert daran nichts." Das kann der VfL am Sonntag (18 Uhr) direkt gegen den VfB Stuttgart zeigen, dann wartet noch das Pokalspiel gegen Sandhausen. "Wir wollen das Jahr gut zu Ende bringen. Wenn wir das machen, haben wir eine super Serie gespielt bislang.“

Leicht wird's zunächst gegen Stuttgart aber nicht. In dem Duell trifft der ungeschlagene Heim-Dritte (vier Siege, zwei Unentschieden) auf den unbesiegten Auswärts-Zweiten (gleiche Bilanz). "Wir wollen zu Hause weiter ungeschlagen bleiben und wieder so gut auftreten wie zuletzt. Aber es braucht eine außergewöhnliche Leistung, um die drei Punkte hier zu behalten", weiß auch Schäfer. Zuletzt hatte sich der VfB mit 5:1 in Dortmund durchgesetzt, am vergangenen Wochenende holte das Team nach 0:2-Rückstand gegen Union Berlin noch ein 2:2. "Das ist eine junge Truppe, die total unbekümmert auftritt", so der Sportdirektor. "Stuttgart hat sehr hohes Tempo in der Offensive, da gilt es dagegenzuhalten. Aber primär gilt es, unseren Plan umzusetzen."

Sehr wahrscheinlich wird dann Maximilian Philipp wieder hinter Sturmspitze Weghorst angreifen, der VfL-Neuzugang hatte in München sehenswert sein erstes Tor für die Wolfsburger erzielt. "Maximilian hat schon einige gute Spiele für uns gemacht, gefährliche Situationen kreiert oder ist selbst zum Abschluss gekommen, nur war bisher immer ein Fuß dazwischen", sagt Schäfer. "Das Tor hat er richtig gut gemacht. Ich habe mich sehr für ihn gefreut."