21. Oktober 2019 / 15:02 Uhr

Kevin Kutz rettet 1860 Stralsund in wildem Spiel einen Punkt

Kevin Kutz rettet 1860 Stralsund in wildem Spiel einen Punkt

Niklas Kunkel
Ostsee-Zeitung
Kevin Kutz (l.) hatte mitunter einen schweren Stand gegen die robuste Truppe aus Waren. Getroffen hat er trotzdem.
Kevin Kutz (l.) hatte mitunter einen schweren Stand gegen die robuste Truppe aus Waren. Getroffen hat er trotzdem. © Niklas Kunkel
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Landesliga-Spitzenspiel gegen den SV Waren endet 3:3. Stralsunder lagen kurz vor dem Ende noch mit 1:3 hinten.

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Stralsund. Es war ein wildes Spiel am Freitagabend auf dem Paul-Greifzu-Stadion. Beim 3:3 zwischen dem TSV 1860 Stralsund und SV Waren fielen die beiden rettenden Tore für die Hausherren erst kurz vor Ultimo, Schiedsrichter Fabian Cornelius zückte in einer durchweg hitzigen Partie insgesamt zwölf gelbe Karten, und das nasskalte Wetter sorgte für schwierige Bedingungen auf dem Kunstrasen. Am Ende half das Unentschieden beiden Mannschaften, um die Positionen zwei und drei in der Landesliga Ost zu halten. Sie verloren aber Punkte auf Spitzenreiter Greifswalder FC II, der aus einem 0:3 noch ein 5:3 gegen den VFC Anklam machte.

TSV-Trainer Robin Baarhs sah sein Team aufgrund des Spielverlaufs als moralischen Sieger: „Das war ein Punkt des Willens. Vielleicht war es kein fußballerischer Leckerbissen, aber meine Jungs haben eine starke Moral gezeigt.“

Das sind die besten Torjäger auf Landesebene (Stand: 15. November 2019):

Paul Stubbe im Duell mit dem Cambs-Leezener Daniel Lampe (r.). Zur Galerie
Paul Stubbe im Duell mit dem Cambs-Leezener Daniel Lampe (r.). ©
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Gegen eine körperlich deutlich überlegene Warener Mannschaft pennte seine Hintermannschaft in der ersten Hälfte zweimal sträflich. Bei einem Freistoß aus dem Halbfeld wuchtete Kai Johannsen völlig frei in den Winkel zur Führung ein (13.). Das zweite Gästetor erzielte Johannes Köhler, nachdem sein Kapitän Guido Timper einen Einwurf per Kopf verlängerte (35.). Köhler, der einige Monate lang mit den Stralsundern zusammen trainierte, während er arbeitsbedingt am Sund lebte, jubelte ausgelassen. Er lüftete kurz sein Trikot, was ihm die erste Verwarnung einbrachte.

Zwischenzeitlich drückte Niklas Reimelt eine gute Kombination über die rechte Seite zum Ausgleich über die Linie (24.). Nach der Pause war Waren darauf bedacht, die Führung zu verwalten, Stralsund rannte an. Fouls und Wortgefechte häuften sich. Und plötzlich stand es 3:1 für den Aufsteiger. Felix Sugints Freistoß von der Mittellinie (!) landete direkt im Torwinkel (76.).

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Geschockt und verwundert gingen die Stralsunder abermals zum Anstoßpunkt und stellten alles auf Offensive. Kevin Kutz blies quer über den Platz zum Angriff: „Es ist noch nichts verloren!“

Zunächst vergaben Simon Gurlt frei per Kopf aus fünf Metern und Benny Metzentin ebenfalls aus Nahdistanz beste Möglichkeiten. Dann eroberten sich die Stralsunder im Pulk den Ball im Warener Strafraum, Gurlt spitzelte den Ball letztlich über die Linie. Den Schlussakt setzte Stürmer Kevin Kutz, der das Spielgerät 18 Meter vor dem verwaisten Tor vor die Füße bekam und einnetzte (90.+1). Dann brachen alle Freudendämme. „Das war der geilste Moment der Saison bisher“, platzte es aus Baarhs heraus.

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