28. November 2021 / 11:44 Uhr

Keine Fans, zu großer Respekt: Erzgebirge Aue findet Gründe für Niederlage

Keine Fans, zu großer Respekt: Erzgebirge Aue findet Gründe für Niederlage

Gerald Fritsche, dpa
Märkische Allgemeine Zeitung
Erzgebirge Aues Teamchef Marc Hensel ist sichtlich enttäuscht nach der 1:2-Heimniederlage gegen den SV Darmstadt 98.
Erzgebirge Aues Teamchef Marc Hensel ist sichtlich enttäuscht nach der 1:2-Heimniederlage gegen den SV Darmstadt 98. © dpa
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Vier Partien hatte Erzgebirge Aue zuletzt nicht verloren. Gegen das Spitzenteam aus Darmstadt hatte man aber keine Chance. Der Kampf um den Klassenverbleib wird wohl bis zum letzten Spieltag andauern.

Aue. Pavel Dotchev hatte den Grund für die erste Niederlage des FC Erzgebirge Aue nach zuvor vier punktreichen Partien schnell ausgemacht. „Uns haben die Fans gefehlt, die uns daheim immer stark machen. Mit ihnen hätten wir wahrscheinlich gegen diese starke Darmstädter Mannschaft mehr Chancen auf einen oder vielleicht sogar drei Punkte gehabt“, sagte der Sportdirektor nach dem 1:2 (0:0) der Sachsen gegen Darmstadt 98. Wegen der Corona-Pandemie dürfen in Sachsen bis auf Weiteres keine Zuschauer in die Stadien - in diesem Fall sehr zum Nachteil der Auer.

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Es nur auf die fehlende Unterstützung von den Rängen zu schieben, wäre aber zu einfach. Jeder, der das Spiel verfolgte, sah: Darmstadt war die klar bessere, reifere Mannschaft, die verdient gewann. Dotchev fehlten in seiner Mannschaft ein paar Emotionen. „Das habe ich vermisst“, sagte er. Teamchef Marc Hensel machte seinem Team keine Vorwürfe. „Es hätte alles passen müssen, das hat es nicht. Die Mannschaft hat versucht zu spielen, hatte viele gute Momente. Wir haben es jetzt wochenlang gut gemacht und auch in diesem Spiel ansatzweise gut gespielt. Aber Darmstadt ist eben eine robuste Truppe“, sagte Hensel.

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Der FC Erzgebirge Aue kassiert in der zweiten Spielhälfte zwei Gegetore und kann nicht mehr zurückkommen: Gegen Darmstadt heißt es am Ende 1:2. Zur Galerie
Der FC Erzgebirge Aue kassiert in der zweiten Spielhälfte zwei Gegetore und kann nicht mehr zurückkommen: Gegen Darmstadt heißt es am Ende 1:2. ©

„Wir hatten zu viel Respekt vor Darmstadt, aber der war nach den Ergebnissen der Gäste zuletzt auch angebracht“, sagte Dotchev. Man überließ dem Kontrahenten das Spiel, schaffte selbst kaum gefährlich anmutende Angriffe. „Unser Spiel nach vorn war nicht gut ausgeprägt, die Nadelstiche waren zu wenig“, resümierte der Sportdirektor.


Und hinten sah man bei den Gegentoren nicht gut aus. „Wir müssen bei den Toren besser verteidigen“, sagte Abwehrchef Sören Gonther. Man habe nach zuletzt vielen guten Spielen diesmal nicht das Leistungsvermögen ausgeschöpft. „Das müssen wir auswerten und dann geht es weiter. Darmstadt hat eine sehr hohe Qualität, das müssen wir genau so anerkennen. Sie waren die bessere Mannschaft“, betonte Gonther und forderte: „Jetzt heißt es, uns zu schütteln und am Freitagabend wieder alles geben.“ Da gastiere die Auer beim SV Werder Bremen. „Das ist auch nicht irgendwer“, betonte Gonther.