08. August 2020 / 17:38 Uhr

Inzaghi, Zidane und Co: Diese Trainer könnten Sarri-Nachfolger bei Juventus werden

Inzaghi, Zidane und Co: Diese Trainer könnten Sarri-Nachfolger bei Juventus werden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bei Juventus Turin läuft nach der Entlassung von Ex-Trainer Maurizio Sarri (links) die Suche nach einem Nachfolger. Laut Medienberichten sind (oben von links) Simone Inzaghi, Zinedine Zidane, Mauricio Pochettino, (unten) Massimiliano Allegri und Andrea Pirlo im Gespräch.
Bei Juventus Turin läuft nach der Entlassung von Ex-Trainer Maurizio Sarri (links) die Suche nach einem Nachfolger. Laut Medienberichten sind (oben von links) Simone Inzaghi, Zinedine Zidane, Mauricio Pochettino, (unten) Massimiliano Allegri und Andrea Pirlo im Gespräch. © imago images/Uk Sports Pics Ltd/Ferraro/Insidefoto/Pacific Press/Gandolfo/Cordon Press/Miguelez/Action Press Sports/Sportimage (Montage)
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Nach der Entlassung von Ex-Trainer Maurizio Sarri läuft bei Juventus Turin die Suche nach einem Nachfolger. In den Medien werden illustre Namen gehandelt, darunter auch die ehemaliger Juve-Spieler und -Trainer.

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Juventus Turin hat nach dem überraschenden Aus im Achtelfinale der Champions League gegen Olympique Lyon schnell gehandelt und sich am Samstag vom bisherigen Trainer Maurizio Sarri getrennt. Zum Abschied gab es in einem kurzen Statement auf der Vereins-Homepage warme Worte für den 61-Jährigen, der erst im Sommer 2019 vom FC Chelsea zur "Alten Dame" gewechselt war. Der Klub bescheinigte Sarri, mit der Ende Juli errungenen neunten italienischen Meisterschaft in Folge ein "neues Kapitel in der Juventus-Geschichte" geschrieben zu haben. Zur Nachfolge machten die Bianconeri vorerst keine Angaben. In den Medien kursieren aber illustre Namen, die größtenteils eine Juve-Vergangenheit haben. Der SPORTBUZZER beleuchtet die angeblichen Nachfolgekandidaten.

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Simone Inzaghi (44): Der jüngere Bruder von Italiens Stürmer-Legende Filippo Inzaghi, der unter anderem für Juventus und den AC Mailand aufgelaufen war, trainiert seit 2016 den Turiner Serie-A-Rivalen Lazio Rom und hat den Hauptstadtklub in der abgelaufenen Spielzeit auf Rang vier geführt. Im Endklassement hatte Lazio nur fünf Zähler weniger auf dem Konto als Meister Juve, obwohl die finanziellen Möglichkeiten überschaubarer sein dürften als beim Rekordmeister. Die Römer sind Simone Inzaghis erste Station als Profitrainer. Mit ihnen gewann er 2017 und 2019 den italienischen Pokal. Inzaghis Vertrag läuft bis 2021. Als Spieler war er selbst ein gefährlicher Angreifer - was er unter anderem in elf Jahren bei Lazio belegte.

Zidane-Rückkehr von Real zu Juventus?

Zinedine Zidane (48): Auch der Name des französischen Welt- und Europameisters (1998 und 2000) fällt in der Debatte um die Nachfolge Sarris. Zidane war als Spieler von 1996 bis 2001 für Juventus aktiv, ehe er für die damalige Rekordablösesumme von 77,5 Millionen Euro zu Real Madrid wechselte. Beim spanischen Rekordmeister ist der Franzose derzeit bereits zum zweiten Mal Trainer der ersten Mannschaft. Jüngst holte er zum zweiten Mal nach 2017 die Meisterschaft zu den Königlichen. Von 2016 bis 2018 gelang ihm zudem als erstem Coach überhaupt das Kunststück, dreimal in Folge die Champions League zu gewinnen. Weil Real zuletzt aber wie Juventus im Achtelfinale der Königsklasse scheiterte, ranken sich in Madrid Spekulationen um eine vorzeitige Ablösung Zidanes, dessen Vertrag bis 2022 gültig ist.

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Mauricio Pochettino (48): Der Argentinier hat gegenüber Simone Inzaghi und Zidane einen Vorteil: Er wäre sofort zu haben. Denn seit seinem Aus bei den Tottenham Hotspur im November 2019 ist der Argentinier ohne Trainerjob. Sein Nachteil gegenüber allen anderen Kandidaten: Er ist im italienischen Fußball ein gänzlich unbeschriebenes Blatt. Weder als Spieler noch als Trainer stand Pochettino in dem Land jemals unter Vertrag. Außerdem hat der Südamerikaner als Coach noch keinen Titel gewonnen - Trophäen werden bei Juventus aber mindestens national zwingend erwartet.

Vorgänger Allegri könnte Sarri-Nachfolger werden

Massimilano Allegri (52): Als unmittelbarer Vorgänger von Sarri kennt Allegri viele Akteure im Kader der Turiner noch bestens, seine Integration wäre keine Hürde. Seine Bilanz bei den Bianchoneri ist zumindest national nahezu makellos: In allen fünf Saisons seiner Amtszeit gewann er den Scudetto, die italienische Meisterschaft, in seinen ersten vier Juve-Jahren zudem auch den Pokal. In der Champions League ging es 2015 bis ins Finale nach Berlin, wo die Italiener jedoch gegen den FC Barcelona den Kürzeren zogen. Nach der als einvernehmlich kolportierten Trennung im Sommer 2019 kündigte Allegri, der von 2010 bis 2014 beim AC Mailand verantwortlich war, ein Sabbatjahr an. Er galt zwischenzeitlich auch als Kandidat beim FC Chelsea.

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Andrea Pirlo (41): Als Spieler genoss Pirlo als feinfüßiger Mittelfeld-Gigolo Kultstatus bei den Fans. 2011 wechselte er im Alter von 32 Jahren vom AC Mailand zu Juventus und wurde dort im Herbst seiner Karriere zur zentralen spielerischen Figur. 2015 verabschiedete er sich, um seine aktive Laufbahn in New York ausklingen zu lassen. Als Trainer ist er ein Novize - die Juve-Verantwortlichen haben ihm jüngst als erste Station die U23 anvertraut. Nach Sarris Demission kamen jedoch Spekulationen auf, ob der Weltmeister von 2006 nicht gleich eine Etage nach oben rücken könnte.