01. Mai 2019 / 15:14 Uhr

Jürgen Wolf (55) von der SG Zühlsdorf: "Held der Woche" mit blauem Auge

Jürgen Wolf (55) von der SG Zühlsdorf: "Held der Woche" mit blauem Auge

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Jürgen Wolf verletzte sich vor der Partie seiner SG Zühlsdorf am Auge, spielte aber 90 Minuten durch.
Jürgen Wolf verletzte sich vor der Partie seiner SG Zühlsdorf am Auge, spielte aber 90 Minuten durch. © privat
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Held der Woche: Der 55 Jahre alte Vereinsvorsitzende sprang am Wochenende als Torwart in der Kreisliga ein, verletzte sich beim Aufwärmen und hielt beim 3:1-Derbyerfolg gegen den SV Mühlenbeck anschließend 90 Minuten seinen Kasten (fast) sauber.

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Vier Tage später geht es dem Auge schon wieder ganz gut. „Jetzt ist nur noch das Lid blau“, erzählt Jürgen Wolf, „heute ist es schon besser.“ Der Ersatz-Ersatz-Torwart der SG Zühlsdorf hatte sich vor dem Kreisliga-Spiel gegen den SV Mühlenbeck verletzt, hielt aber 90 Minuten durch und seinen Kasten – bis auf eine Ausnahme – beim 3:1-Derbyerfolg auch sauber. Das brachte ihm bei der Abstimmung zum „Held der Woche“ im SPORTBUZZER den Sieg.

Torhütermangel bei der SG Zühlsdorf

Wolf, eigentlich Spieler der Senioren-Mannschaften des Vereins und zugleich 1. Vorsitzender, sprang am Sonnabend nur als Ersatz im Kasten ein. „Es hat sich so ergeben, dass der 1. Mannschaft keine Torhüter zur Verfügung standen. Da ich in letzter Zeit auch schon für die Senioren ins Tor musste, hat mich der Trainer angerufen und gefragt, ob ich auch in der 1. Mannschaft aushelfen kann. Da hab ich natürlich zugesagt“, erzählt der 55-Jährige.

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Tobias Schmeckebier ist Brandenburgs "Held der Woche". ©

Doch beim Aufwärmen passierte das Malheur: „Ich wollte eine Flanke von einem Mitspieler über die Latte lenken. Das hab ich auch geschafft, doch als ich mit beiden Beinen auf dem Boden ankam, stand der Pfosten vor mir“, erinnert sich Wolf. Er stieß mit dem Kopf dagegen und holte sich einen Cut unterhalb der Augenbraue. „Es hat leicht geblutet, wir haben dann ein Pflaster draufgemacht und ich habe die 90 Minuten gespielt“, erzählt Wolf.

Über Nacht wurde das Auge blau

Behindert hat ihn die Verletzung während des Spiels aber kaum. „Es gab eine leichte Schwellung. Beim Blick nach oben war das Sichtfeld ein bisschen eingeschränkt, aber nur minimal.“ So musste er nur ein Gegentor hinnehmen – obwohl er eigentlich gar kein Torwart ist. „In der letzten Hallensaison hab ich mich mal ins Tor gestellt und gemerkt, dass das auch geht. Als dann die Hallensaison zu Ende war, hatten wir keinen Torhüter und ich hab mich auch draußen ins Tor gestellt.“ Jetzt sogar der Auftritt im Tor der Ersten.

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Als Wolf am Sonntag aufwachte, war dann das Auge blau. Beim gestrigen Spiel der 2. Mannschaft hätte Wolf auch auflaufen können. „Aber der Trainer hat mich angerufen und gesagt: Wir sind 15 Mann, kurier du mal dein Auge aus“, erzählt Wolf. So nutzte er den 1. Mai für einen Familientag.