25. November 2020 / 08:24 Uhr

Jonathan Meier bekommt bei Dynamo Dresden die erhoffte Spielpraxis

Jonathan Meier bekommt bei Dynamo Dresden die erhoffte Spielpraxis

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Jonathan Meier im Trikot der SG Dynamo Dresden
Jonathan Meier (r. gegen Sechzigs Daniel Wein) ist mit 21 Jahren und als Leihspieler bei Dynamo eine feste Größe geworden. © PICTURE POINT
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Für Jonathan Meier läuft es aktuell bei Dynamo Dresden sehr gut. Aufgrund der Verletzung von Routinier Chris Löwe, bekam der 21-Jährige die Chance auf der linken Außenposition und liefert dort gute Leistungen ab.

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Dresden. Beim Fußball-Bundesligisten Mainz 05 sah er keine Chance, zu Spielpraxis zu kommen. So wechselte Jonathan Meier im vergangenen Sommer auf Leihbasis für vorerst ein Jahr zu Dynamo Dresden. Den Schritt vom Rhein an die Elbe hat der 21 Jahre alte Linksverteidiger bislang nicht bereut, denn mit sieben Einsätzen (eine Torvorlage) ist er schon zu mehr Spielzeit gekommen, als er vor Saisonbeginn angesichts der Konkurrenz eines so renommierten Profis wie Chris Löwe erwarten durfte.

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Der aktuell verletzte Vogtländer hatte in der Vorbereitung auch das Rennen um den Stammplatz auf der linken Außenposition der Abwehr-Viererkette gewonnen, fiel aber dann am 6. Spieltag beim 1:2 gegen Zwickau mit einem Außenbandriss im Knie dauerhaft aus. Das war d i e Gelegenheit für Meier – und er nutzte sie, nachdem er Löwe zuvor beim Saisonstart in Kaiserslautern (1:0) nur wegen dessen Rotsperre aus der alten Saison hatte vertreten dürfen.

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Trainer Markus Kauczinski freut sich über Meiers Entwicklung: „Man hat ja gemerkt, dass er zuvor ein Jahr hatte, in dem er wenig gespielt hat. Da hat er ein bisschen gebraucht, um reinzufinden.“ Die Wettkampfhärte in der 3. Liga bei einem ambitionierten Traditionsverein wie Dynamo sei auch noch etwas anderes als bei einem Südwest-Regionalligisten wie Mainz II, wo es nur um die Ausbildung gehe, der Druck weniger hoch sei.

Auf den Moment konzentrieren

Doch Meier, der für die Mainzer Reserve in der Saison 2019/20 nur elf Spiele bestritten hatte, habe sich reingefuchst: „Es wird von Spiel zu Spiel besser.“ Er sei sehr erfreut, dass Meier „Dinge annimmt, gut zuhört“, so Kauczinski.

Und der Gelobte fasst immer mehr Selbstvertrauen: „So langsam komme ich in Fahrt. Ich denke, das hat man gesehen. Ich habe es auch gespürt.“ Ob in der Abwehr-Viererkette oder im Fünfer-Mittelfeld – der gebürtige Münchner, der beim TSV 1860 und dann im Nachwuchs des FC Bayern das Fußball-ABC lernte, fühlt sich so oder so wohl auf dem linken Flügel.

Im Fünfer-Mittelfeld, das Dynamo zuletzt zweimal bevorzugte, genießt er es, sich noch häufiger in die Offensive einschalten zu können: „Man hat fast die komplette Bahn für sich, kann nach vorn mehr Akzente setzen.“ Wie es weitergeht, wenn Löwe wieder fit ist und wenn die Saison zu Ende geht, darüber macht er sich jetzt keinen Kopf. Meier will sich auf den Moment konzentrieren, noch besser werden. Planspiele über längere Zeiträume stellt er nicht an: „Fußball ist so ein schnelllebiges Geschäft. Da weiß du nicht, was am nächsten Tag ist.“