20. Oktober 2019 / 12:31 Uhr

Joker Lukebakio bereitet Hertha-Coach Covic schlaflose Nächte

Joker Lukebakio bereitet Hertha-Coach Covic schlaflose Nächte

dpa
Dodi Lukebakio jubelt mit Trainer Ante Covic (l.) nach seinem 1:1-Ausgleichstreffer.
Dodi Lukebakio jubelt mit Trainer Ante Covic (l.) nach seinem 1:1-Ausgleichstreffer. © Carmen Jaspersen/dpa
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14 Minuten haben Herthas Rekordeinkauf gereicht. Dodi Lukebakio trifft für Hertha BSC in Bremen. Der Joker hat zugeschlagen. Der 20-Millionen-Mann Coach Covic ins Grübeln.

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Mit der Bettruhe ist es bei Ante Covic erstmal vorbei. „Er setzt alles daran, dass der Trainer ein paar schlaflose Nächte bekommt“, sagte der Coach von Hertha BSC: „Und das ist ihm eindrucksvoll gelungen.“ Die Rede ist von Dodi Lukebakio. Was besorgniserregend klingt, ist genau das Gegenteil. Lukebakio gelang beim 1:1 des Hauptstadtclubs am Samstag in der Fußball-Bundesliga auswärts gegen den SV Werder Bremen der viel umjubelte Ausgleich.

20 Millionen Euro hatten die Berliner an den FC Watford überwiesen. Wie schon in den vorhergehenden zwei Partien musste Lukebakio aber auch in Bremen zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen. Ohne Murren, ohne Knurren. Diesmal durfte Herthas Rekordeinkauf in der 56. Minute auf den Platz, eingewechselt für Javairo Dilrosun. 14 Minuten später war Lukebakio der gefeierte Mann: Der Belgier setzt sich gegen drei Werder-Profis durch, zieht ab und trifft. Vom rechten Innenpfosten geht der Ball über die Linie.

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„Es freut mich für Dodi, dass er uns geholfen hat, diesen Punkt mitzunehmen“, betonte Mitspieler Vedad Ibisevic. „Für die Moral ist das sehr wichtig.“ Für die des Torschützen ebenso wie für die der gesamten Mannschaft, die nun seit vier Ligaspielen ungeschlagen ist. Selbst wenn der Bremen-Fluch nicht besiegt wurde und Hertha seit 13 Jahren nicht mehr im Weserstadion und seit 12 Spielen gegen Bremen ob daheim oder auswärts gewinnen konnte – es war ein Remis mit gefühltem Erfolgsbonus. „Was uns im Moment auszeichnet, ist die Ruhe, die wir trotz des Rückstandes bewahren“, sagte Covic.

Die frühe Führung der Bremer durch Joshua Sargent in der siebten Minute konnte die Berliner vor 41 447 Zuschauern nicht aus dem Konzept bringen. Zumal da ja noch einer ins Spiel kommen sollte, der trotz Rekordeinkaufsstempel und eigenen großen Ambitionen die Jokerrolle bei den Berlinern erstmal annimmt. „Mit seiner Schnelligkeit und seinem linken Fuß und seiner Technik weiß man, nach 70 Minuten, wenn die Bremer ein bisschen müde sind, kommt er rein und dann ist ein bisschen Zirkus“, meinte Mitspieler Per Skjelbred. Lukebakio sei nicht beleidigt, habe stattdessen in den vergangenen zwei Wochen die Ärmel hochgekrempelt, betonte Covic.

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Schon am Tag vor dem Spiel bei den Bremern, die die Berliner mit nunmehr elf Punkten weiter zwei Zähler hinter sich ließen, hatte der Gästetrainer die gute Trainingsarbeit und Einstellung seiner Truppe in der knapp zweiwöchigen Länderspielpause gelobt. Lukebakio selbst hatte zudem sogar die Vorteile seiner derzeitigen Jokerrolle betont: „Derzeit ist es gut für mich, ins Spiel zu kommen, wenn der Gegner müde wird.“

In den ersten vier Meisterschaftsspielen hatte Covic den Angreifer noch von Beginn an gebracht. Beim Auftakt-Remis auswärts gegen dem FC Bayern München hatte Lukebakio mit einem Tor zum 2:2 einen Einstand mit Sternchen hingelegt. Die Liga kannte er allerdings schon: Watford hatte den Stürmer in der vergangenen Saison an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen. Die Bilanz: zehn Tore in der Liga, vier im Pokal - dazu fünf (4+1) Treffer vorbereitet. Die könnte er bei der Hertha noch überbieten – ob als Joker oder in der Startelf.

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