07. Mai 2021 / 12:25 Uhr

In Liga zwei: Kevin Broll will mit Dynamo Dresden unbedingt auf Schalke spielen

In Liga zwei: Kevin Broll will mit Dynamo Dresden unbedingt auf Schalke spielen

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Torwart Kevin Broll ist heiß auf die letzten drei Drittliga-Spiele und vor allem auf die Zweitliga-Saison 2021/22.
Torwart Kevin Broll ist heiß auf die letzten drei Drittliga-Spiele und vor allem auf die Zweitliga-Saison 2021/22. © Jochen Leimert
Anzeige

Der Torhüter der Schwarz-Gelben kann es kaum erwarten, mit der SG Dynamo Dresden den Aufstieg zu feiern - und in Gelsenkirchen auf den FC Schalke 04 zu treffen.

Anzeige

Dresden. Kevin Broll ist ein Typ, der Emotionen offen auslebt, Leidenschaft für den Fußball empfindet und sie nicht versteckt. Der gebürtige Mannheimer will immer den maximalen Erfolg, er ist extrem ehrgeizig und mit seinen stabilen Leistungen einer der Führungsspieler von Dynamo Dresden. Vor den letzten drei Punktspielen in der 3. Liga gewährte der Torwart der Schwarz-Gelben noch einmal Einblick in sein Seelenleben, seine Sehnsucht nach dem Aufstieg ins Bundesliga-Unterhaus. “Ich habe eine große Vorfreude auf die letzten drei Spiele, will das Ding reißen”, gestand der Schlussmann auf der Online-Pressekonferenz vor der Heimpartie gegen Viktoria Köln (Sonnabend, 14 Uhr). Klipp und klar sagte “Brollo”, wie ihn alle nennen, dass er von der 2. Liga träumt: “Ich will nächstes Jahr auf Schalke spielen - mit Fans im Rücken!”

Anzeige

Er wolle mit der Mannschaft Großes erreichen, unbedingt den Sprung nach oben schaffen. “Ich will mir gar nicht ausmalen, was hier los sein wird. Ich weiß, wie die Fans ticken. Mit dem einen oder anderen habe ich schon gesprochen. Sie waren auch hier, haben uns vor dem Rostock-Spiel eingeheizt und haben das in einer sehr sachlichen Weise wiedergegeben, was hier los sein kann”, so Broll, der sich besonders auf Fußballfeste in Gelsenkirchen oder in Hamburg freut. “Das wird nächstes Jahr eine geile Kiste sein - ich brenne dafür!”, unterstrich der Torwart der Sportgemeinschaft. Mit Anhängern im Rücken im Volksparkstadion oder in der Arena auf Schalke zu spielen - “das wäre einfach nur Wahnsinn!”, bekannte der 25-Jährige, der bisher 33 Mal mit den Dresdnern in der 2. Liga spielen durfte, aber 2020 mit ihnen absteigen musste.

Mehr zur SGD

Um das große Ziel, die Tabellenführung bis zum letzten Spieltag zu verteidigen oder mindestens Platz zwei zu sichern, zu erreichen, forderte der Keeper noch einmal alle Mitspieler auf, die letzten Reserven im Endspurt aus sich herauszukitzeln. Klar habe die Englische Woche Körner gekostet, aber Profis bei Bundesliga-Spitzenclubs mit internationalen Aufgaben seien den engen Terminplan auch gewohnt, könnten gut damit umgehen: “Die schaffen es auch, alle drei Tage auf der Matte zu stehen”, so Broll. Er habe keine Motivationsprobleme, komme auch körperlich immer schnell auf Touren: “Wenn ich einmal warm bin, dann ist der Motor an, dann läuft die Maschine.”

Dass die spielstarken und zuletzt sehr stabilen Kölner ein schwerer Gegner sind, für den es um nicht mehr viel geht und der dadurch befreit aufspielen kann, das weiß Dynamos Mann zwischen den Pfosten. Er gab aber zu bedenken: “Im Hinspiel haben wir gezeigt, dass das Ding mit einer gewissen mannschaftlichen und defensiven Konsequenz zu wuppen ist.” Dynamo gewann am Rhein schließlich mit 4:2. Das wäre auch diesmal ein Ergebnis, mit dem Broll gut leben könne. Ein Sieg ohne Gegentor, mit wenig Arbeit gegen die Kölner Stürmer wäre ihm aber auch recht: “Ich kann auch mal ein relativ entspanntes Wochenende haben.” Doch erst einmal richtet er sich auf einen heißen Fight ein, denn nichts soll im Endspurt mehr schiefgehen, um der Konkurrenz aus Rostock, München und Ingolstadt keine Chance zu lassen: “Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, können die spielen, wie sie wollen. Wir sind dann immer noch Erster.”