27. Oktober 2019 / 11:39 Uhr

Im Fortuna-Duell war für die Babelsberger mehr möglich

Im Fortuna-Duell war für die Babelsberger mehr möglich

Hartmut Domagala
SPORTBUZZER-Nutzer
In der 39. Minute keimte für die Stern-Kicker Hoffnung auf. Magnus Niklas Gaida (schwarzes Trikot) traf zum 1:2-Anschlusstreffer. USER-BEITRAG
In der 39. Minute keimte für die Stern-Kicker Hoffnung auf. Magnus Niklas Gaida (schwarzes Trikot) traf zum 1:2-Anschlusstreffer. © Benjamin Feller/Archivbild
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Landesliga Nord: Fortuna Babelsberg musste bei Fortuna Glienicke früh einem Rückstand nachlaufen. Traumtor von Magnus Gaida reichte nicht zum Punktgewinn.

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BSC Fortuna Glienicke - Fortuna Babelsberg 5:2 (3:1). Tore: 1:0, 2:0 Justin Hippe (2., 24.), 2:1 Magnus Niklas Gaida (39.), 3:1 Hippe (45., Strafstoßtor), 3:2 Erik Beckmann (80., Strafstoßtor), 4:2 Mike Ryberg (80.), 5:2 Ümit Ejder (90.+2).

Der 9. Spieltag führte die Filmstädter zum einzigen Fortuna-Duell in der Landesliga Nord über den Norden Berlins direkt an die Stadtgrenze nach Glienicke Nordbahn. Der dort beheimatete Neuling spielte bisher eine tolle Saison und verlor erst am letzten Wochenende sein erstes Saisonspiel. Der Kunstrasen sollte keinen Nachteil darstellen. Den Gästen stand ein breiter Kader zur Verfügung und so konnte das Spiel zu ungewohnter Zeit um 15.30 Uhr beginnen.

Gleich der erste Babelsberger Ballverlust im Mittelfeld zeigte die Spielweise der Gastgeber. Auf Fehler warten, mit schnellen Bällen über Lenny Wandel und Justin Hippe das Mittelfeld überbrücken und sofort über die Außen in die Spitze gehen. So fiel auch der Führungstreffer in der zweiten Minute. Über links flach in die Mitte gespielt wurde der Ball nicht sauber geklärt und Justin Hippe hatte wenig Mühe, aus acht Metern einzuschießen. So wurde die Partie schon von Beginn an noch einen Tick schwerer. Die Landeshauptstädter versuchten weiter spielerisch in die Partie zu finden und Druck zu erzeugen, aber die schnellen Konter machten ihnen zu schaffen. So brachte Hippe mit seinem zweiten Treffer Glienicke nach 24 Minuten mit 2:0 nach vorn.

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Die Phase danach war aus Gästesicht beeindruckend. Keiner steckte den Kopf in den Sand (Kunstrasen) und so folgte eine starke Viertelstunde mit mehreren Möglichkeiten. Unter anderem für Paul Lubner und Tim Dethloff, bevor dann Magnus Gaida zumindest das schönste Tor des Tages gelang. In der 39. Minute traf er mit einem Schuss von der linken Strafraumseite ins entfernte obere Eck des Tores. Statt mit dem Erfolgserlebnis in die Pause zu kommen (noch jugendliche Unerfahrenheit?), fing man sich in der 45. Minute einen Konter ein, der einen Elfmeter zur Folge hatte. Den netzte erneut Hippe ganz sicher ein. Dieses Tor war der erste Knackpunkt im Spiel.

In Hälfte zwei wurde wegen gelber Karten bereits "früh" gewechselt und Trainer David Karaschewitz nahm zwischen der 46. und 60. Minute gleich drei Wechsel vor. Damit bekam seine Truppe aber auch die "zweite Luft". Bis zur 85. Minute gehörte diese Halbzeit eindeutig den Babelsbergern. Ein klarer Handelfmeterpfiff blieb aus, Riccardo Ciao holte mit einem Fallrückzieher spektakulär einen Ball von der Linie und Erick Beckmann verwandelte in der 80. Minute im zweiten Versuch einen Foulelfmeter. Die Babelsberger Mannschaft hatte sich toll ins Spiel zurückgebissen und vor allem auch gespielt.

Zwei Konter entscheiden das Spiel

Das danach eine heiße Schlussphase beginnen würde, war jedem Zuschauer klar. Die Hausherren standen hinten und warteten auf ihre Konter. Die Gäste öffneten noch mehr das Mittelfeld und die Elf hätte sich ein Unentschieden verdient. Aber zwei Konter entschieden das Spiel zu einem viel zu hohen Heimsieg, der vor allem von Einzelspielern auf dem Platz geprägt war.

Bezeichnend für das samstägliche Glienicker Spielglück war die 87. Minute. Tayo Göhring (herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag) wird gelbwürdig am Strafraum von den Beinen geholt, der Pfiff bleibt aus und der Konter folgt sofort. Trotz der mehrmaligen Rufe von Trainer Karaschewitz (fair bleiben) reicht ein geringer Kontakt für einen Freistoß auf der anderen Seite, den Kapitän Mike Ryberg gekonnt und sehenswert verwandelt. Die Moral war nun gebrochen und das 5:2 durch Ümit Ejder in der zweiten Nachspielminute ergab einen viel zu hohen Heimsieg der Glienicker.

Glücklicher Glienicker Erfolg nicht unverdient

Es gibt in jedem Fußballspiel sieben, acht Situationen, die ein Spiel mit dem sogenannten Spielglück in eine Richtung lenken können. Dies beginnt mit einer unterschiedlichen Beurteilung von Zweikämpfen, bis hin zu Strafraumsituationen. Und auch wenn hier Fortuna gegen Fortuna spielte, die Verteilung des Glücks an diesem Samstag war sehr einseitig zugunsten der Glienicker ausgefallen.

Am kommenden Samstag gastiert der zweite Neuling als derzeitiger Tabellendritter um 14 Uhr bei den Babelsbergern. Diese Aufgabe wird keinen Deut leichter. Die Stärken des FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf liegen in der Offensive mit insgesamt 30 erzielten Treffern, zehn davon durch Toni Hager, einst in Ludwigsfelde kickend. Die Glienicker weilen zur gleichen Zeit ebenfalls in Babelsberg und kreuzen die Klingen mit der zweiten Vertretung des SV Babelsberg 03.

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