26. September 2018 / 18:32 Uhr

Ihr habt gewählt: Jakob Schenk ist Brandenburgs Held der Woche

Ihr habt gewählt: Jakob Schenk ist Brandenburgs Held der Woche

Peter Stein
Märkische Allgemeine Zeitung
Jakob Schenk SV Teupitz/Groß Köris B-Junioren
Jakob Schenk SV Teupitz/Groß Köris B-Junioren © Privat
Anzeige

Held der Woche: Der Nachwuchskicker des SV Teupitz/Groß Köris schnürt Tore wie am Fließband.

Anzeige

Das Votum fiel knapp aus, aber am Ende setzte sich Jakob Schenk bei der Wahl zum „Held der Woche“ im MAZ-Sportbuzzer durch. Der 9:2-Sieg mit seinen B-Junioren vom SV Teupitz/Groß Köris in der Kreisliga Dahme/Fläming am Samstag gegen die SPG Glienick/Zossen/Mellensee viel dafür umso klarer aus. Schenk steuerte sechs Tore binnen 80 Minuten bei.

Trainer Dirk Kache ist voll des Lobes über seinen Schützling: „Seit zehn Jahren betreue ich die Jungs. Sie haben sich prima entwickelt. Noch zwei, drei Jahre, dann können wir hoffentlich bei den Männern mit Eigengewächsen anklopfen“, so der 48-Jährige. „Der Sieg am Wochenende war natürlich eine Mannschaftsleistung“, sagt der Coach, dessen Sohn Oskar im selben Team kickt. „Jakob ist aber schon was Besonderes, er ragt von seiner Torgefährlichkeit einfach heraus.“ Bereits im ersten Saisonspiel hatte Schenk zwei Treffer erzielt, nun gar ein halbes Dutzend. „Sechs Tore in einem Spiel, das habe ich vielleicht in der F-Jugend mal geschafft. Aber diesmal war wirklich fast jeder Versuch ein Treffer, das war effektiv“, meint der Schüler der 11. Klasse am Schiller-Gymnasium in Königs Wusterhausen, der den ersten, dritten, vierten, fünften, sechsten und siebten Treffer für seine Mannschaft erzielte. In der ersten Halbzeit war auch ein Hattrick darunter.

Groß gefeiert wurde der Sieg aber nicht. Dennoch ist Jakob Schenk stolz auf diese herausragende Quote. „Verwandte aus meiner Familie spielen auch in dem Verein, da ist das schon ein Thema. Und ich bin ein bisschen stolz darauf, wenn ich für positive Schlagzeilen sorgen kann.“ Die Familienehre hat er auf jeden Fall gerettet. „Ich war an dem Tag halt gut drauf“, meint der 16-Jährige, der sich derzeit auf sein Abitur konzentriert und auch im Sport an der Schule nicht schlecht ist. „Turnen liegt mir allerdings nicht so“, räumt der Bursche aus Klein Köris ein, der auch als Elfmeterschütze agiert. Aber vom Punkt musste er am letzten Wochenende gar nicht ran.

In Bildern: Die Platzierungen der Wahl zum "Held der Woche" Brandenburgs (KW 38).

<b>Platz 4 - Steffen Metzner (2.v.l. hintere Reihe, Eintracht Wandlitz II, Kreisliga West Oberhavel/Barnim)</b>: Der 36-jährige Kapitän ging für sein Team voran und führte seine Farben zum ersten Saisonsieg beim 2:0 (1:0)-Sieg gegen den FC Marwitz. Mit seinen beiden Toren in Minute 26 und 85 erzielte er einen Doppelpack und war der entscheidende Akteur. Zur Galerie
Platz 4 - Steffen Metzner (2.v.l. hintere Reihe, Eintracht Wandlitz II, Kreisliga West Oberhavel/Barnim): Der 36-jährige Kapitän ging für sein Team voran und führte seine Farben zum ersten Saisonsieg beim 2:0 (1:0)-Sieg gegen den FC Marwitz. Mit seinen beiden Toren in Minute 26 und 85 erzielte er einen Doppelpack und war der entscheidende Akteur. ©

Trainer Kache erläutert den komplizierten Spielmodus mit drei Staffeln. Da ein Team abgesprungen ist, spielen die Teupitzer nur in einer Viererrunde, wo sich die besten zwei Mannschaften für die Endrunde der besten sechs Teams qualifizieren. Dann gibt es noch einmal eine Hin- und Rückrunde. Natürlich vertraut er dann weiter auf Jakob Schenks Schnelligkeit und dessen Torriecher. „Auch technisch ist er super, ein schneller Junge“, schätzt der Trainer ein, der froh ist, dass er Schenk im Laufe der Jahre vom Mittelfeld in Richtung Sturm beorderte.

Der Rechtsfuß trainierte sogar mal ein Jahr lang bei Hertha BSC. „Das war in der U12 und U13“, sagt er. „Aber irgendwann war der Aufwand für meine Eltern mit der Fahrerei nach Berlin zu groß. Dann bin ich wieder zurückgegangen in meine alte Mannschaft nach Teupitz. Ich konzentriere mich erst mal auf die Schule, Fußball bleibt ein Hobby“, sagt der „Held der Woche“, der vor allem Spaß am Kick hat.