24. Januar 2020 / 13:04 Uhr

HSV-Trainer Dieter Hecking reagiert auf Testspiel-Blamage in Lübeck: "Alles andere als in Ordnung"

HSV-Trainer Dieter Hecking reagiert auf Testspiel-Blamage in Lübeck: "Alles andere als in Ordnung"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erlebte in Lübeck einen frustrierenden Abend: Trainer Dieter Hecking vom Hamburger SV.
Erlebte in Lübeck einen frustrierenden Abend: Trainer Dieter Hecking vom Hamburger SV. © imago images/Hübner
Anzeige

Im letzten Testspiel vor dem Neustart der 2. Bundesliga hat sich der Hamburger SV beim VfB Lübeck mit 2:5 blamiert. Trainer Dieter Hecking übte anschließend deutliche Kritik.

Anzeige
Anzeige

Die Generalprobe für den Neustart der 2. Bundesliga hat der Hamburger SV mit der 2:5-Blamage beim Regionalligisten VfB Lübeck verpatzt. HSV-Trainer Dieter Hecking war entsprechend bedient. Gegenüber dem SPORTBUZZER Lübeck fand er deutliche Worte: "Das ist nicht das, was wir uns ansatzweise erwartet haben. Auch wenn wir zu Beginn der zweiten Halbzeit zehn neue Spieler gebracht haben, ist ein 2:5 alles andere als in Ordnung." Die Kunst sei, eine gute Leistung nach dem 2:0 gegen den FC Basel auch gegen einen Viertligisten abzuliefern.

Mehr vom SPORTBUZZER

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison war dies nicht der Fall beim HSV, der sich nach einer „bisher guten Vorbereitung“ (Hecking) und dem Sieg gegen Basel auf dem richtigen Weg wähnte. Von wegen. Nach halbwegs ordentlichen ersten 45 Minuten in Lübeck sei es „bezeichnend gewesen“, dass im durchgewechselten Team nach der Pause ausgerechnet das finnische Talent Anssi Suhonen (19) bester Mann bei den schwachen Hamburgern war. Hecking legte gegenüber Medienvertretern nach: „Das sagt alles aus über die anderen.“

Der HSV-Trainer ließ eine Woche vor dem Heimspiel des Tabellenzweiten gegen den 1. FC Nürnberg durchblicken, dass er nicht einfach zur Tagesordnung übergehen wird. Im Gegenteil: „Ich weiß, was solche Spiele bewirken oder auch nicht bewirken können“, sagte er und drohte offen mit Konsequenzen: „Der eine oder andere, der sich schon in der Mannschaft gegen Nürnberg gesehen hat, wird jetzt sicher auch noch mal ins Grübeln kommen“, betonte Hecking, der von 2001 bis 2004 Cheftrainer in Lübeck war.

Comeback von Aaron Hunt ein Lichtblick beim HSV

Ein kleiner Lichtblick vor 5638 zumindest von ihrem VfB begeisterten Fans war Aaron Hunts Comeback. Der 33 Jahre alte HSV-Kapitän spielte in den ersten 45 Minuten erstmals seit seinem Bänderriss wieder mit und war hinterher froh: „Der Fuß hat gehalten, das war das Wichtigste für mich.“ Während Hecking „erst mal abwarten“ will, wie Hunts Körper auf die Belastung reagiert, sieht sich der verletzungsanfällige Spielmacher als Option für das Nürnberg-Spiel.

Ob das für den Finnen Joel Pohjanpalo auch schon gilt, ist offen. Einen Tag nach der Testspiel-Blamage lieh der HSV den Angreifer bis zum Saisonende von Bayer Leverkusen aus. „Ich kann es kaum erwarten, das erste Mal im HSV-Trikot auf dem Platz zu stehen“, sagte der 25-Jährige, der am Freitagvormittag die erste Einheit bei seinem neuen Verein absolvierte. Pohjanpalo ist der dritte HSV-Winterzugang. Zuvor hatte der Tabellenzweite den offensiven Mittelfeldakteur Louis Schaub vom 1. FC Köln und Rechtsverteidiger Jordan Beyer (Borussia Mönchengladbach) jeweils ausgeliehen. Nur bei Schaub haben die Hanseaten die Möglichkeit der Weiterverpflichtung über die Saison hinaus.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Sport aus aller Welt