02. Juli 2020 / 08:40 Uhr

HSV-Legende Schulz hofft auf Hecking-Verbleib: "Der Trainer hat keine Schuld"

HSV-Legende Schulz hofft auf Hecking-Verbleib: "Der Trainer hat keine Schuld"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Willi Schulz sieht Dieter Hecking (l.) als nicht schuldig am verpassten HSV-Aufstieg.
Willi Schulz sieht Dieter Hecking (l.) als nicht schuldig am verpassten HSV-Aufstieg. © imago images/Montage
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Der Hamburger SV hat die Bundesliga-Rückkehr erneut verpasst. Für Klublegende Willi Schulz steht fest: Trainer Dieter Hecking trifft keine Schuld. Der 81-Jährige nimmt stattdessen die schwächelnden HSV-Profis in die Pflicht.

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Trotz des erneut verpassten Aufstiegs hat sich nach Uwe Seeler auch Willi Schulz für einen Verbleib von Coach Dieter Hecking beim Zweitligisten Hamburger SV ausgesprochen. "Der Trainer hat keine Schuld. Die Jungs, die auf dem Platz stehen, müssen es richten", sagte der 81 Jahre alte Ex-Nationalspieler der dpa. Dass der Aufstiegs-Mitfavorit HSV wie in der vergangenen Saison nur den vierten Platz belegt hat, habe ihn nicht geschockt: "Das war kein Schock, das ist Sport."

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Die Meinung einiger Kritiker, der erfahrene Hecking habe seine Profis in der entscheidenden Saisonphase nicht mehr erreicht, teilt Schulz überhaupt nicht. "Gute Spieler sind im richtigen Moment immer am richtigen Platz", betonte der einstige Abwehrchef des HSV, dessen Trikot er von 1965 bis 1973 in 211 Bundesliga-Spielen getragen hat.

Sein einstiger Teamkollege Seeler hatte ebenfalls die HSV-Profis für das bittere Scheitern im Aufstiegskampf verantwortlich gemacht. "Die Truppe hat uns bis auf die Knochen blamiert. So eine Vorstellung ist unverständlich und nicht zu tolerieren", sagte er zum verpatzten Saisonfinale im Volksparkstadion gegen den SV Sandhausen (1:5).

Auch "Uns Uwe" ist für ein Festhalten an Hecking, nachdem der HSV seit dem verpassten Europa-League-Finale 2010 inklusive aller Interimscoaches 16 Fußball-Lehrer verschlissen hat. "Ich kann nur sagen, dass die dauernden Trainerwechsel unserem Verein in der Vergangenheit überhaupt nicht gutgetan haben. Deshalb halte ich davon nichts." Hecking hatte vor der gerade abgeschlossenen Saison von Hannes Wolf übernommen, der ebenfalls am Wiederaufstieg gescheitert war.

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Der Vertrag von Hecking beim HSV ist wegen des verpassten Aufstiegs am 30. Juni ausgelaufen, nur im Fall der Bundesliga-Rückkehr hätte er sich automatisch verlängert. Der 55-Jährige hatte dennoch seine Bereitschaft erklärt, auch in der 2. Liga weiter für die Hamburger verantwortlich zu sein. "Jetzt etwas aus irgendwelchen Emotionen heraus zu sagen, wäre falsch. Wir werden das jetzt in Ruhe aufarbeiten. Die generelle Bereitschaft ist vorhanden, beim HSV weiterzumachen."