15. Oktober 2021 / 23:08 Uhr

Horn nach Köln-Debakel angefressen: "Hoffenheim hat uns vorgeführt" - Baumgart übt Selbstkritik

Horn nach Köln-Debakel angefressen: "Hoffenheim hat uns vorgeführt" - Baumgart übt Selbstkritik

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Beim 1. FC Köln war die Stimmung nach dem Debakel gegen die TSG im Keller.
Beim 1. FC Köln war die Stimmung nach dem Debakel gegen die TSG im Keller. © IMAGO/foto2press (Montage)
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Der neue Trainer Steffen Baumgart hat zuletzt die Fans des 1. FC Köln begeistert. Ohne Kapitän Jonas Hector und Ellyes Skhiri sieht seine Mannschaft in Hoffenheim aber ganz schlecht aus. Torwart Timo Horn spricht im Anschluss davon, dass die TSG den FC "vorgeführt" habe. Coach Baumgart übt auch Selbstkritik.

Angstgegner TSG 1899 Hoffenheim: Auch mit dem neuen Trainer Steffen Baumgart kann der 1. FC Köln einfach nicht gegen die Kraichgauer gewinnen. Im Freitagabend-Spiel der Bundesliga kassierte der FC in Sinsheim eine derbe Packung und verlor mit 0:5 (0:1) - es war die siebte Niederlage hintereinander für den FC gegen die Kraichgauer. Zugleich endete für das Baumgart-Team vor 14.309 Zuschauern eine Serie von fünf ungeschlagenen Partien. "Die Hoffenheimer haben uns heute einfach vorgeführt", sprach Köln-Keeper Timo Horn nach der Partie bei DAZN Klartext. "Das muss man so akzeptieren. Heute haben wir richtig auf den Sack bekommen."

Ihlas Bebou (31./49. Minute), Christoph Baumgartner (51.), Dennis Geiger (74.) und Stefan Posch (87.) trafen für die überlegenen Hoffenheimer. Köln wirkte gehemmt, vor allem nach dem Traumstart der Gäste nach der Pause. "Der Doppelschlag direkt nach der Halbzeit hat natürlich das Spiel entschieden. Das ist ein herber Nackenschlag in dem Moment, wenn man sich viel vornimmt beim Stand von 0:1", zeigte sich Horn bedient. Rafael Czichos kritisierte die Leistung seines Teams: "Wir haben viel zu viele Fehler gemacht, individuelle Fehler im Spiel nach vorne. So kannst du hier nichts gewinnen." In Zweikämpfen seien die Kölner zudem "immer einen Schritt zu spät gekommen. Dann wird es sehr sehr schwer." Czichos ersetzte Jonas Hector als Kapitän, der Ex-Nationalspieler hatte sich krank abgemeldet. Auch der verletzte Mittelfeldspieler Ellyes Skhiri, der drei der letzten vier Tore seines Teams erzielt hatte, wurde schmerzlich vermisst.

Hoffenheim verbesserte sich mit dem dritten Saisonsieg auf Tabellenplatz acht, einen Punkt hinter Köln. Baumgart verpasste den ersten Auswärtssieg dieser Spielzeit mit den Kölnern - und übte im Anschluss auch Selbstkritik: Er und sein Trainerteam hätten "vielleicht noch schneller" auf die Dreierkette/Fünferkette der Gastgeber reagieren müssen. "Das ist auch für mich nochmal ein Erfahrungswert, den wir sammeln müssen", so der Coach.

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Baumgart kündigt Analyse nach Pleite an: "Die richtigen Schlüsse ziehen"

Dass gleich mehrere Stammspieler ausfielen, wollte der Ex-Paderborner nicht als Begründung für das Debakel gelten lassen. "Das geht nicht darum. Das lassen wir gleich. Damit fangen wir gar nicht erst an", sagte Baumgart. Vielmehr habe sein Team "nicht das auf den Platz gekriegt, wie wir uns das vorstellen. Das ist einfach so". Nun gelte es, die Partie gut zu analysieren. "Ich glaube, dass wir daraus nicht nur lernen müssen, sondern auch die richtigen Schlüsse ziehen", kündigte der FC-Trainer an. Das Team müsse auch lernen, in solchen Phasen gegen einen solchen Gegner "auch mal einen Arschvoll" wegzustecken. Am kommenden Wochenende im Derby gegen Leverkusen würden er und die Spieler "alles daran setzen, dieses Spiel anders anzugehen", versprach Baumgart.