15. Juli 2020 / 17:53 Uhr

Es muss sich was bewegen, sonst gibt Hannover 96 weder Anton noch Maina ab: "Haben Alternativen"

Es muss sich was bewegen, sonst gibt Hannover 96 weder Anton noch Maina ab: "Haben Alternativen"

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Sportchef Gerhard Zuber und die Objekte der Begierde für den VfB Stuttgart und den VfL Wolfsburg: Linton Maina (rechts) und Waldemar Anton.
Sportchef Gerhard Zuber und die Objekte der Begierde für den VfB Stuttgart und den VfL Wolfsburg: Linton Maina (rechts) und Waldemar Anton. © imago images/foto2press
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„Transfereinnahmen wären schön, müssen aber nicht sein“, sagt 96-Chef Martin Kind. „Hohe Ablösesummen würden unseren Handlungsspielraum erhöhen.“ Erlöse, die aus den Verkäufen von Waldemar Anton und Linton Maina kommen könnten.

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Lokale Helden stehen einem Klub wie Hannover 96 immer gut. Der Landringhausener Hendrik Weydandt, der morgen seinen 25. Geburtstag auf Mallorca feiert, soll das Gesicht der nahen Zukunft sein.

96 will 6 Millionen Euro für Anton

96 verlängerte seinen Vertrag bis 2023. Waldemar Anton (23) aus Mühlenberg und der Berliner Linton Maina (21) aus der eigenen Talenteschmiede werden ihre Vertragslaufzeit eher verkürzen.

Anton müsste eigentlich noch ein Jahr bleiben, Maina noch zwei. Aber Aufsteiger VfB Stuttgart handelte einen neuen Vertrag mit Anton bereits aus. Nur die Klubs müssen sich noch einigen: Stuttgart bot 3 Millionen Euro, 96 will das Doppelte.

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Ron-Robert Zieler: 2.000.000 Euro (-500.000) ©

„Wir haben Alternativen für Anton und Namen auf dem Zettel“, sagt 96-Chef Martin Kind. Auf dem Zettel stehen aber auch Preise, Ersatz für Anton gibt es nicht kostenfrei. „Stuttgart muss sich bewegen“, meint Kind.

Anton wird wohl gehen

Der VfB möchte Anton abstottern, zunächst eine niedrige Ablöse zahlen und 96 bei einem Weiterverkauf und dem Klassenerhalt die nächsten Raten überweisen. Grundsätzliche Zweifel am Anton-Wechsel scheint es aber nicht mehr zu geben.

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Bei Maina und Wolfsburg könnte es länger dauern. „Von Wolfsburg muss auch mehr kommen“, findet Kind, „Wolfsburg ist am Zug, das Heft des Handelns liegt beim VfL.“

Schmadtke hat das letzte Wort

Sportchef Jörg Schmadt­ke verbringt aktuell seinen Urlaub auf Ibiza – VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer verhandelt mit dem hannoverschen Kollegen Gerhard Zuber. Das Problem: Die Rahmenbedingungen werden von den Chefs festgelegt.

Denkbar, dass erst Schmadtkes Rückkehr Bewegung in die Maina-Geschichte bringt. Die Klubs liegen ähnlich weit auseinander wie bei Anton. Wolfsburg möchte 3 Millionen bezahlen, Hannover 6 Millionen Euro plus x haben, dazu offenbar die talentierten Mittelfeldspieler Iba May und John Yeboah.

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Wolfsburg lässt sich Zeit. Am 8. August hat der VfL zwar sein erstes Pflichtspiel im Achtelfinale der Europa League in Kiew gegen Donezk. Aber ohne Maina. Der 21-Jährige wäre als Sommertransfer nicht spielberechtigt.

Wird der Handlungsspielraum erhöht?

Vermutlich werden beide 96-Lokalhelden für je 5 Millionen Euro gehen dürfen. Mit 10 Millionen Euro ließe sich auf dem Coronamarkt schon einiges anstellen.

„Transfereinnahmen wären schön, müssen aber nicht sein“, sagt Kind. „Hohe Ablösesummen würden unseren Handlungsspielraum erhöhen.“