01. April 2020 / 11:05 Uhr

96-Profichef Martin Kind: "Bin optimistisch, dass wir Saison zu Ende spielen können"

96-Profichef Martin Kind: "Bin optimistisch, dass wir Saison zu Ende spielen können"

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Martin Kind, Profichef von Hannover 96, ist guter Dinge, dass die aktuell unterbrochene Saison zu Ende geführt werden kann.
Martin Kind, Profichef von Hannover 96, ist guter Dinge, dass die aktuell unterbrochene Saison zu Ende geführt werden kann. © Florian Petrow
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Zufrieden ist Martin Kind mit der ersten Videokonferenz der DFL gewesen. Sie sei gut geführt worden. Der Profichef von Hannover 96 ist auch zuversichtlich, dass die aktuell wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Saison zu Ende geführt werden kann. "Ich bin optimistisch", sagt er.

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Langer Sitzungstag am Montag für Martin Kind, Profichef von Hannover 96, und auch für den Sportlichen Leiter Gerhard Zuber. Kind nahm an der ersten Videokonferenz der DFL teil, die vormittags startete. Dazu war er in die Geschäftsstelle am Stadion gefahren.

Lob von Martin Kind für Christian Seifert

Sie dauerte drei Stunden und hat Kind sowohl inhaltlich als auch formal gefallen. Videokonferenzen seien „ein guter Weg auch für die Zukunft und ein Modell für die DFL-Mitgliederversammlung“. Heißt wohl – die Klubs können die Reisekosten sparen und sich künftig besser vor den Videoschirmen versammeln.

Inhaltlich hatte Kind im Vorfeld gehofft, dass der DFL-Geschäftsführer die Sitzung gut durchgeplant hat – das scheint erfüllt worden zu sein. „Christian Seifert hat die Konferenz mit den 36 Klubs gut moderiert und die Themen und verschiedenen Szenarien qualifiziert vorbereitet“, lobt Kind.

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Die wichtigste Erkenntnis – die Liga will in einem Monat wieder starten, entweder am ersten (1. bis 3.) oder zweiten Maiwochenende (8. bis 10.). Ob das gelingt, hängt von der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung und der Eindämmung des Virus ab. Kind glaubt aber an die Fortsetzung: „Ich bin optimistisch, dass wir die Saison zu Ende spielen können.“

Es wäre auch für 96 finanziell wichtig – 5 Millionen Euro vom TV-Geld stehen noch aus. Sie werden nur fließen, wenn die Saison wieder aufgenommen wird.

Hannover 96 und die Ära Martin Kind. Ein Rückblick.

In einer dramatischen und turbulenten Mitgliederversammlung am 26. September 1997 im Wülfeler Biergarten übernahm der Hörgeräte-Unternehmer Martin Kind von Utz Claassen (war mit Personenschützer gekommen) das Ruder bei 96 und führte den Verein (bis auf kurze Zeit, in der Götz von Fromberg die Ge­schi­cke von 96 leitete) durch Höhen und Tiefen. Erst in den letzten drei Jahren wurde es wieder richtig turbulent. Zur Galerie
In einer dramatischen und turbulenten Mitgliederversammlung am 26. September 1997 im Wülfeler Biergarten übernahm der Hörgeräte-Unternehmer Martin Kind von Utz Claassen (war mit Personenschützer gekommen) das Ruder bei 96 und führte den Verein (bis auf kurze Zeit, in der Götz von Fromberg die Ge­schi­cke von 96 leitete) durch Höhen und Tiefen. Erst in den letzten drei Jahren wurde es wieder richtig turbulent. ©

Am frühen Abend war dann wieder Zuber am Zug. Bei der nächsten Videokonferenz war nun der Sportchef gefordert – auf der DFL-Managersitzung der 36 Profiklubs wurde an den Details der zuvor besprochenen Richtlinien gearbeitet.

Es geht darum, wie die Klubs sicherstellen wollen, dass mit möglichst wenig Personal die Geisterspiele übertragen werden können. Dazu soll eine medizinische Taskforce auf die Beine gestellt werden. Geklärt werden muss auch, ob 96 wirklich am kommenden Montag das Training wieder aufnimmt. Bis zum 5. April soll der Betrieb laut DFL ruhen.