21. Oktober 2019 / 06:58 Uhr

Glückloser 96-Stürmer Weydandt: Weniger Fouls – aber auch keine Tore

Glückloser 96-Stürmer Weydandt: Weniger Fouls – aber auch keine Tore

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hendrik Weydandt und 96-Trainer Slomka nach dem Spiel gegen den VfL Osnabrück.
Hendrik Weydandt und 96-Trainer Slomka nach dem Spiel gegen den VfL Osnabrück. © imago images/Nordphoto
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Nach dem 0:0 von Hannover 96 gegen den VfL Osnabrück gab es ein Slomka-Lob für den zuletzt glücklosen Hendrik Weydandt: "Er war total präsent." Mehr als ein Pfostentreffer war dem Stürmer allerdings nicht vergönnt.

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Der Gewinner der vergangenen Saison wartet immer noch auf den ersten Saisonsieg mit Hannover 96. In Wiesbaden (3:0) fehlte Hendrik Weydandt krank, in Kiel (2:1) und Dresden (2:0) saß er auf der Bank.

Am Sonntag durfte er wieder ran – aber es wurde wieder nichts beim 0:0 gegen Osnabrück, obwohl Hendrik Weydandt das 1:0 zweimal auf dem Kopf hatte. Den ersten Ball erwischte er gut, aber der sprang an den Pfosten. „Zu gut gezielt vielleicht“, erklärte der 24-Jährige nachher die Szene in der 26. Minute.

96-Stürmer Weydandt sucht sein Glück

Weydandt hat seinen Witz nicht verloren. Aber er sucht weiter sein Glück. Es ist ein bisschen verloren gegangen in dieser Saison, nach dem 0:2 gegen Bielefeld am 14. September flog Weydandt aus der Startelf. Gegen Osnabrück spielte er nur, weil Marvin Ducksch sich wegen einer Magen-Darm-Geschichte geschwächt fühlte.

Die Roten in Noten: Das ist die Einzelkritik zum Heimspiel von Hannover 96 gegen den VfL Osnabrück

<b>Ron-Robert Zieler:</b> Aufmerksam als spielender letzter Mann, aber auch als Torwart gefragt. Steht geduldig und richtig, rettet bei der Riesenchance von Friesenbichler. Starke Parade auch gegen Oahim. Note 2. Zur Galerie
Ron-Robert Zieler: Aufmerksam als spielender letzter Mann, aber auch als Torwart gefragt. Steht geduldig und richtig, rettet bei der Riesenchance von Friesenbichler. Starke Parade auch gegen Oahim. Note 2. ©
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Weydandt versuchte alles, um diese Chance zu nutzen. Er befolgte auch den Rat des Trainers. Mirko Slomka hatte ihm vor dem Duell die Foullizenz entzogen. „Ich hatte mit ihm noch ein Einzelgespräch im Hotel“, erklärte Slomka.

„Wir haben auch darüber gesprochen, wie er auftritt, er hat viel weniger Foul gespielt, was er sonst auch gerne macht, wenn er seinen Körper reinstellt.“ Slomkas Rat: „Brauchst du nicht, dein Körper ist eh schon da. Er hatte eine gute Chance, hat gute Bälle abgelegt, ich finde, er war total präsent.“

Weydandt wirft sich allein ins lilafarbene Rudel

So präsent, dass er sich für den zuvor verbal attackierten Genki Haraguchi allein ins lilafarbene Rudel warf. Durch clevere Zweikampfführung brachte er später seinen Gegenspieler Lukas Gugganig an den Rand des Platzverweises. Gelb-Rot wäre angebracht gewesen.

In den letzten zehn Minuten konnte Weydandt nicht mehr präsent sein. Nach 33 (!) Zweikämpfen folgten Krämpfe – die Schlussoffensive fiel für ihn aus, obwohl er hätte gefährlich werden können. Zumal Ducksch inzwischen auf dem Platz war. Die beiden Osnabrücker Abwehrschränke Joost van Aken (1,93 Meter) und Gugganig (1,91 Meter) konnten sich so nicht mehr gemeinsam um Weydandt kümmern.

Hendrik Weydandt: Bitter, was soll man zu einem Pfostentreffer sagen? Zu genau gezielt vielleicht. Uns fehlt das, mal ein Tor zu erzwingen. Wir hatten viele unübersichtliche Aktionen, in denen der Ball Ping-Pong gespielt wurde, du einfach mal die Picke reinhalten muss. Es war nervenaufreibend und kräfteaufreibend, aber das ist eigentlich mein Ding.  Ich war vielleicht dann mit den Kräften ein bisschen am Ende, weil Zweikämpfe kräfteraubender sind als Sprints. In den letzten Spielen haben wir es nicht einmal versucht, haben die Bälle eher nach hinten gespielt. Ich finde es besser, dass wir Flanken mit Risiko spielen. Für mich als Stürmer ist das der bessere Weg und war auch verlangt vom Trainer. Zur Galerie
Hendrik Weydandt: "Bitter, was soll man zu einem Pfostentreffer sagen? Zu genau gezielt vielleicht. Uns fehlt das, mal ein Tor zu erzwingen. Wir hatten viele unübersichtliche Aktionen, in denen der Ball Ping-Pong gespielt wurde, du einfach mal die Picke reinhalten muss. Es war nervenaufreibend und kräfteaufreibend, aber das ist eigentlich mein Ding.  Ich war vielleicht dann mit den Kräften ein bisschen am Ende, weil Zweikämpfe kräfteraubender sind als Sprints. In den letzten Spielen haben wir es nicht einmal versucht, haben die Bälle eher nach hinten gespielt. Ich finde es besser, dass wir Flanken mit Risiko spielen. Für mich als Stürmer ist das der bessere Weg und war auch verlangt vom Trainer." ©

„Ich war vielleicht mit den Kräften ein bisschen am Ende, weil Zweikämpfe kräfteraubender sind als Sprints“, sagte er. Aber vorher sei er fit gewesen, „voll fokussiert, es war nerven- und kräfteaufreibend, aber das ist eigentlich mein Ding“.

Nicht sein Ding ist, sich zu beklagen, schon gar nicht über Entscheidungen des Trainers. Weydandt lobte nach dem Spiel den Plan Slomkas und die Umsetzung durch die Mannschaft. „Ich finde es besser, dass wir Flanken mit Risiko spielen“, sagte er. „In den letzten Spielen haben wir es nicht mal versucht. Für mich als Stürmer ist das der bessere Weg und war auch verlangt vom Trainer.“ Das Einzige, worüber man streiten könne nach dem 0:0 gegen Osnabrück, sei „die Effektivität“.

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Hendrik Weydandts Fußballkarriere in Bildern:

Hendrik Weydandt (rechts) begann seine Fußballkarriere beim TSV Groß Munzel. Zur Galerie
Hendrik Weydandt (rechts) begann seine Fußballkarriere beim TSV Groß Munzel. ©
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