19. Oktober 2019 / 12:46 Uhr

Hannover 96: Stratege Stendera ist der Boss im Mittelfeld

Hannover 96: Stratege Stendera ist der Boss im Mittelfeld

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Neuzugang Marc Stendera.
96-Neuzugang Marc Stendera. © Peter Steffen/dpa
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Nach seinem starken Auftritt beim Auswärtssieg über Dynamo Dresden sind alle Augen auf Marc Stendera gerichtet. Der Neuzugang ist Stratege und Hoffnungsträger zugleich. Sein "unheimlicher Blick für die freien Räume" soll 96 nun zum ersten Heimsieg der Saison führen.

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Marc Stendera hatte Freitagmittag Feierabend. Er zog die Kapuze seines Pullis über den Kopf, als wolle er sich ein wenig verstecken. Er zwinkerte mit einem Auge. Stendera weiß natürlich, dass die Blicke nach dem starken Auftritt in Dresden nun auf ihn gerichtet sind. Er ist der Hoffnungsträger, um den ersten Heimsieg der Saison am Sonntag zu holen.

Der VfL Osnabrück (13.30 Uhr, HDI-Arena) zu Gast, ein Aufsteiger aus dem niedersächsischen Westen. Die Heimbilanz in der Landeshauptstadt war bisher eines Aufstiegskandidaten nicht würdig mit zwei Punkten aus vier Spielen und zuletzt zwei klaren Niederlagen. 96 soll „dem Spiel unseren Stempel aufdrücken“, sagte Trainer Mirko Slomka, „sodass wir das Wort Heimfluch zu den Akten legen können.“ Dabei machte Slomka kein Geheimnis daraus, wer der Chefbote ist: Stendera soll den ersten Heimsieg stempeln.

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Das 96-Stadion am Maschsee wurde 1954 eröffnet – und seither mehrfach umgebaut. ©
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Stratege Stendera

Auswärts in Dresden hat es geklappt. „Da hat die Mannschaft, da haben wir alle abgeliefert“, fand Slomka. Wenn Stendera seine Pässe in den Angriff versandte, fanden sie fast immer die richtige Adresse – beiden Toren beim 2:0 schickte der 23-Jährige seine Vorlagen voraus. „Er hat einen unheimlichen Blick für die freien Räume, er ist ein guter Passgeber, ein guter Stratege, so insgesamt vom Typ her“, lobte Slomka.

Negativbeispiel Maina: Slomka schont seinen Passgeber

Das Gesamtpaket würde demnach stimmen bei der Nachverpflichtung, wenn seine früheren Verletzungen nicht verbrieft wären. „Wir wissen, dass er ganz selten in den letzten Jahren über 90 Minuten gespielt hat“, sagt der Trainer, der deshalb vorsichtig ist mit seinem Mittelfeldzulieferer. In einer intensiven Schnellkrafteinheit hatte Slomka ihn gar nicht erst auf den Platz geschickt, „das war uns zu gefährlich“.

Der Trainer nannte als Negativbeispiel Linton Maina. Der junge Sprinter, gerade erst von einer Verletzung zurück, musste das gestrige Training abbrechen und wird gegen Osnabrück fehlen. „Das geht dann schnell bei Linton, bei Spielern, die etwas anfälliger sind“, sagte Slomka.

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Stendera und Bakalorz konditionell noch nicht auf der Höhe

Der Hoffnungsträger Maina fällt morgen aus. Der eigentliche Chef der Mannschaft, Kapitän Marvin Bakalorz, wird auch nicht von Beginn an spielen. Bakalorz sei aktuell wegen kleiner Verletzungen nicht „in der konditionellen Verfassung“, erklärte Slomka. Der Trainer hatte „ein sehr gutes Gespräch“ mit Bakalorz, „natürlich ist es keine Situation für ihn persönlich und dann noch als Kapitän, nicht auf dem Platz zu stehen. Spiele würden ihm helfen, aber es wäre gut gewesen, wenn er in der Länderspielpause komplett zur Verfügung gestanden hätte“. Aber so, sagte Slomka noch, „summiert sich das einfach“.

In der Summe sei Stendera „ein toller Fußballer“. Aber auch der frühere Frankfurter ist konditionell noch nicht an dem Punkt angelangt, an dem er sich selbst gern sehen würde. Slomka wünscht sich von ihm, dass Stendera offener umgeht mit Botschaften einer drohenden Überbelastung, „dass er zu mir kommt und sagt: Trainer, heute bin ich ein bisschen müde“. Die Zeit dafür wäre eventuell am Montag, am Tag nach dem ersten 96-Heimsieg.

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