26. Januar 2022 / 08:07 Uhr

Hoffnung bei Beier? 96-Verantwortliche "arbeiten daran, ihn behalten zu können"

Hoffnung bei Beier? 96-Verantwortliche "arbeiten daran, ihn behalten zu können"

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Gibt es ein zweites Jahr von Maximilian Beier bei 96?
Gibt es ein zweites Jahr von Maximilian Beier bei 96? © Florian Petrow
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Maximilian Beier ist derjenige, der für den meisten Wirbel in der Offensive sorgt - allerdings ist er nur bis Saisonende ausgeliehen. "Wir arbeiten daran, ihn halten zu können", sagt 96-Boss Kind, Manager Mann ist im regelmäßigen Austausch mit Hoffenheim.

Für 96-Sportchef Marcus Mann steht fest: „Irgendwann wird Maxi Beier in der Bundesliga spielen, man kann nur nicht sicher sagen, wann das sein wird.“ Mann ist ja so etwas wie der Pate des 19-Jährigen. Als letztjähriger Leiter der Nachwuchsabteilung in Hoffenheim haben sie ihm den „hochveranlagter Stürmer“ für ein Jahr anvertraut, wie TSG-Profichef Alexander Rosen bei der Leihe erklärte.

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Beier war bereits in Hoffenheim zu neun Bundesliga-Einsätzen und zwei Europa-League-Spielen (zwei Treffer) gekommen. Weil die Konkurrenz in der Offensive zu groß war und die Chance auf regelmäßige Einsätze zu gering, konnte 96 zugreifen. Nun wächst und gedeiht Beier prächtig in Hannover. „Es entwickelt sich sehr positiv“, freut sich der Manager. „Maxi war in jedem Spiel für uns enorm wichtig.“

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Besonders im DFB-Pokal, gegen Fortuna Düsseldorf und Gladbach erzielte er jeweils zwei der drei Tore. Am dritten war er auch jeweils noch beteiligt. „Sein nächster Schritt wird jetzt sein, auch in Liga häufiger zu treffen“, meint Mann. „Maxi muss körperlich zulegen und das richtige Timing im Abschluss finden.“

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Ein Tor bei 24 Torschüssen in der Saison – das ist noch keine Topquote. Dennoch blitzte auch zuletzt beim 0:0 gegen Dresden Beiers Klasse auf. Er gewinnt die Eins-gegen-eins-Duell wie kein anderer 96-Spieler, ist schnell, zweikampfstark, erobert Bälle – nur im Abschluss hapert’s noch. Ihn zu halten wäre ein wichtiger Baustein für die Planung der nächsten Saison. „Wir arbeiten daran, ihn behalten zu können“, sagt 96-Chef Martin Kind. Aber der 77-Jährige weiß auch – das wird schwer.

Beiers Alter ist Argument für ein zweites Jahr bei 96

Den Job muss Mann erledigen. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schwer zu beurteilen, ob wir eine Chance haben“ auf eine weitere Leihe. Er sei aber „im regelmäßigen Austausch“ mit den Hoffenheimern. „Wichtig ist, dass er weiterspielt“, weiß Mann. „Er ist ja auch in der nächsten Saison noch extrem jung“, das wären Argumente für ein zweites 96-Jahr. Zudem wird die Konkurrenz in Hoffenheim in der nächsten Saison kaum geringer sein.

Dennoch sagt Mann, „es ist schwer abzuschätzen“, ob sich der 96-Wunsch erfüllen wird. Auch Beier selbst muss sich positionieren. „Wir wollen eine gemeinsame Lösung finden, was das beste für Maxi ist“, strebt Mann an. „Auch wenn letztlich jeder seine eigenen Interessen vertritt.“

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Im 96-Interesse wäre, wenn er bleibt. Auch weil er nicht der einzige Stammspieler ist, der 96 verlassen könnte. Linton Mainas Vertrag läuft im Juni ebenfalls aus. Damit könnte 96 die Flügelzange mit den Sprintern Beier und Maina verlieren. Tempo wird ja immer wichtiger im Fußball. Ersatz zu finden wäre auch kein einfacher Job für Mann.