01. April 2020 / 15:22 Uhr

96-Meinung: Klare Ansage gleich von Anfang an

96-Meinung: Klare Ansage gleich von Anfang an

Jonas Freier
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Gut, dass Marvin Bakalorz und seine Mitspieler von Hannover 96 sich für einen Gehaltsverzicht ausgesprochen haben. Allerdings wäre eine schnellere Ansage besser gewesen, kommentiert SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Freier.
Gut, dass Marvin Bakalorz und seine Mitspieler von Hannover 96 sich für einen Gehaltsverzicht ausgesprochen haben. Allerdings wäre eine schnellere Ansage besser gewesen, kommentiert SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Freier. © imago images/Jan Hübner
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Es hat eine ganze Ecke gedauert, bis die Profis von Hannover 96 sich in Zeiten der Corona-Krise zu einem Gehaltsverzicht bereiterklärt haben. Besser wäre es gewesen, sie hätten gleich eine klare Ansage gemacht, um dann über das genaue Modell zu sprechen, findet SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Freier. 

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Immerhin liegt 96 noch vor dem KFC Uerdingen. Nicht nur, was die Liga betrifft. Drittligist Uerdingen macht derzeit negative Schlagzeilen in Sachen Gehaltsverzicht. Der Geschäftsführer beklagt, „dass bei den Spielern der Solidaritätsgedanke noch nicht so ausgeprägt zu sein scheint, wie es europaweit in der gesamten Gesellschaft der Fall ist“. Am Dienstag forderten die Spieler eine Richtigstellung. Selbstverständlich seien sie um Gehaltsverzicht bereit. Passiert ist aber immer noch nichts.

Dafür endlich in Hannover. Besser spät als gar nicht. Obwohl das offiziell natürlich anders gesehen wird. Der Gehaltsverzicht, wie hoch er auch immer sein mag, sei „ein großer Beitrag der Mannschaft, der zeigt, dass die 96-Familie zusammenhält“, teilte Sportchef Gerhard Zuber mit. Und Kapitän Marvin Bakalorz sprach von einem großen „Bedürfnis, uns solidarisch mit den vielen Mitarbeitern zu zeigen“.

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Mag ja und wird so sein. Der Weg dahin war allerdings kein leichter. Legende Dieter Schatzschneider, der 96 wohlgesonnen ist, sagte schon vor ein paar Tagen: Er schäme sich für die Spieler, dass es so lange dauere.

Eine klare Ansage wäre gleich am Anfang der Gehaltsdiskussion wünschenswert gewesen: Ja, wir machen das! Über verschiedene Modelle hätte dann immer noch gesprochen werden können. Das muss den Spielern zugestanden werden. Denn bei 96 gibt es nicht so viele Millionäre, einige Nachwuchsspieler verdienen im Vergleich sehr wenig, Verträge laufen aus. Ein schwieriges Geschäft in Zeiten von Corona.