25. Januar 2022 / 08:32 Uhr

Keine vorzeitige Vertragsverlängerung: 96 will bei Dabrowski Ruhe bewahren

Keine vorzeitige Vertragsverlängerung: 96 will bei Dabrowski Ruhe bewahren

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jubelpose: Trainer Christoph Dabrowski.
Jubelpose: Trainer Christoph Dabrowski. © Getty Images
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Der Trend bei Hannover 96 ist ohne Frage positiv - trotz des verpassten Sieges gegen Dynamo Dresden (0:0). Dennoch wollen die Verantwortlichen weiterhin erst nach der Saison entscheiden, ob es mit Trainer Christoph Dabrowski weitergeht. Nach der Länderspielpause wird es für die Roten nicht leichter.

Die erste allgemeine Erleichterung hat bei 96 eingesetzt. Das 0:0 gegen Dresden war zwar nicht das Ergebnis, das alle erwartet hatten – aber Schwamm drüber. „Nur das i-Tüpfelchen hat in der englischen Woche gefehlt“, meint Sportchef Marcus Mann. Auf den glücklichen 1:0-Sieg in Rostock folgte die alles überstrahlende Pokalsensation gegen Gladbach (3:0). „Wenn jemand vorher gesagt hätte, wir werden zweimal gewinnen und einmal unentschieden spielen, hätte ich das sofort unterschrieben.“ Sagt Mann. Auch 96-Chef Martin Kind meint nachsichtig: „Vielleicht wären drei Siege zu viel verlangt in dieser Phase.“

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Für die Zweitligatabelle zählen Erfolge im Pokal allerdings weiterhin nicht. „Das war eine Riesenchance, da unten herauszukommen“, sagt Kind zum Dresden-Spiel, „zumal die Spiele, die jetzt kommen, nicht einfacher werden.“ Das ist eher untertrieben, trifft 96 doch auf Mannschaften, die Platz eins (Darmstadt), zwei (St. Pauli) und sechs (Heidenheim) der Tabelle belegen. Da besteht die Gefahr, wieder tiefer in den Abstiegskampf hineingezogen zu werden.

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Wir haben in fünf Spielen zehn Punkte geholt"

„Wenn wir die Leistung wieder so auf den Platz bringen, können wir in jedem der Spiele was Zählbares mitnehmen“, hofft der Manager. Er sieht das Positive an Platz 13: „Wir müssen wissen, wo wir herkommen. Vor fünf Spieltagen standen wir auf dem Relegationsplatz.“

Christoph Dabrowski verweist so­gar auf seine Erfolgsbilanz. „Wir haben in fünf Spielen zehn Punkte geholt“, rechnet der 96-Trainer vor. Er schaue nicht auf die Tabelle, sondern auf Inhalte. Bliebe es beim Zwei-Punkte-Schnitt, wäre 96 sorgenfrei. Über die Saison ist das ist die Quote, die zum Aufstieg führt.

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Die 96-Trainer seit 2002 - und ihr Punkteschnitt in der Liga (Stand: 21. Dezember 2021)

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Ralf Rangnick: 91 Spiele (40-22-29) - 142 Punkte (im Schnitt 1,56). ©

Spieler stehen hinter Dabrowski

Dennoch wartet 96 ab – es wird keine vorzeitige Vertragsverlängerung für Dabrowski geben. Noch ist der Trainer nur bis zum Saisonende gebunden. „Dabrowski macht das gut, Zusammenarbeit und Kommunikation sind gut“, lobt Mann, „das gilt es fortzusetzen.“

Im Vergleich zur Zeit unter Trainer Jan Zimmermann erkennt Kind, „es entwickeln sich Mechanismen und eine gewisse Stabilität“. Für Sebastian Kerk hat die Mannschaft „spielerisch zugelegt“. Für Torwart Ron-Robert Zieler ist sogar „Fakt – Dabro ist ein überragender Trainer“.

96 hat jedoch keine Eile, das jetzt schon mit einem Vertrag zu be­loh­nen. „Es bleibt dabei – wie vereinbart werden wir es am Ende der Saison neu beurteilen“, erklärt Kind. Oder wie Mann meint: „Es läuft uns nicht davon.“

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