22. Februar 2020 / 08:43 Uhr

Markus Weinzierl analysiert: So ist BVB-Stürmer Erling Haaland am besten zu stoppen

Markus Weinzierl analysiert: So ist BVB-Stürmer Erling Haaland am besten zu stoppen

Markus Weinzierl
RedaktionsNetzwerk Deutschland
SPORTBUZZER-Kolumnist Markus Weinzierl erklärt, wie man BVB-Stürmer Erling Haaland verteidigen könnte.
SPORTBUZZER-Kolumnist Markus Weinzierl erklärt, wie man BVB-Stürmer Erling Haaland verteidigen könnte. © imago images/Sportfoto Rudel/Montage
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Shooting-Star Erling Haaland schießt bei Borussia Dortmund derzeit ein Tor nach dem nächsten und lässt die Abwehr-Reihen der Gegner verzweifeln. SPORTBUZZER-Kolumnist Markus Weinzierl analysiert, wie man den 19-Jährigen trotzdem verteidigen kann.

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Es ist selten im Fußball, dass ein einziger Spieler die Ausrichtung einer ganzen Mannschaft beziehungsweise das Spiel seines Teams komplett verändert – bei Erling Haaland und Borussia Dortmund ist dies der Fall. Ich habe den BVB im Wintertrainingslager besucht, dort war er allerdings noch verletzt und konnte nur Lauftraining absolvieren. Bei seiner ersten Partie in Augsburg, die ich mir ebenfalls angesehen habe, hatte seine Einwechslung dann trotzdem Einfluss auf die gesamte Statik. 60 Minuten lang hatte Dortmund – wie ja fast immer – viel Ballbesitz, hat sich aber enorm schwer getan, Chancen zu kreieren. Durch die Hereinnahme von Haaland hat sich auf einen Schlag alles verändert.

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Vorher ist der Stürmer immer kurz gekommen, Haaland hingegen ist ein Angreifer, der die Räume sucht, der immer wieder in die Tiefe geht. Zudem ist er auch als Zielspieler enorm wichtig, weil er die Bälle festmachen kann. Dies hilft auch einer Abwehr, wenn sie vom Gegner hoch angelaufen wird. Durch seine tiefen Laufwege ergeben sich im Mittelfeld mehr Räume, es können mehr Bälle hinter die Abwehr gespielt werden.

Am schwierigsten für Haaland ist, wenn der Gegner die Räume eng macht

Für die gegnerische Mannschaft ist ein Spieler wie Haaland enorm schwer zu verteidigen. Nicht nur aufgrund seiner Körperlichkeit und seiner enormen Schnelligkeit. Der FC Augsburg hat es sehr hoch probiert. Meiner Meinung nach ist es für Haaland am schwierigsten, wenn man die Räume eng macht. Dazu muss man als Mannschaft kompakt arbeiten, um ihm so wenig wie möglich Räume zu bieten. Das heißt, dass nicht nur ein Spieler da ist, sobald Haaland den Ball bekommt, sondern gleich der zweite oder dritte – das erfordert natürlich Disziplin und mannschaftliche Geschlossenheit.

Als Trainer kann man sich einen Spieler wie Haaland nur wünschen

Im Gegenteil zu beispielsweise Neymar habe ich übrigens bei Haaland das Gefühl, dass er es sogar mag, wenn er auf die Socken bekommt. Er liebt es, in Zweikämpfe zu gehen und diese hart zu führen. Auch das ist eine Qualität, die ihn auszeichnet, genau wie seine körperliche Wucht und die Gier, Tore zu machen.

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Dass er auf Anhieb so einschlägt, konnte man dennoch nicht erwarten. Ich glaube auch nicht, dass der BVB ihn als sofortigen Heilsbringer verpflichtet hat, sondern dass man ihn eigentlich erstmal behutsam aufbauen, ihn immer wieder mal als Joker reinwerfen wollte. Auch, weil er in der Vorbereitung ja noch angeschlagen war und kaum trainieren konnte. Dass er sofort dermaßen explodiert, ist außergewöhnlich. Es macht wirklich Spaß, diesem Jungen zuzusehen. Er ist mit seinen 19 Jahren ein Spieler, den man sich natürlich als Trainer nur wünschen kann.

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