19. April 2021 / 16:21 Uhr

Gründung einer Super League? Nicht mit RB Leipzig

Gründung einer Super League? Nicht mit RB Leipzig

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
 Oliver Mintzlaff Geschäftsführer bei RB Leipzig waehrend der Saison 2019-2020 in der 1. Fussball Bundesliga Herren am 18. Spieltag zwischen RB Leipzig und 1. FC Union Berlin in der Red Bull Arena am 18. January 2020 in Leipzig, Sachsen Saxony, Deutschland Germany DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO *** Oliver Mintzlaff Managing Director at RB Leipzig during the 2019 2020 season in the 1 Football Bundesliga Men on the 18th matchday between RB Leipzig and 1 FC Union Berlin in the Red Bull Arena on 18 January 2020 in Leipzig, Saxony Saxony , Germany Germany DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND OR QUASI VIDEO
Für RB Leipzigs Geschäftsführer kommt die Gründung einer Super League nicht in Frage. © imago /Hartmut Bösener
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Am Sonntag stellten zwölf europäische Top-Clubs ihren Plan zur Gründung der Super League vor. Deutsche Vertreter gehören nicht dazu. Die Nachricht stieß auf harte Kritik aus der Fußballwelt. Nun äußerte sich auch RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff.

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Leipzig. Super League? „Nein, danke“, sagt der Leipziger Bundesligist. Am Montag ließ RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff über die clubeigenen Kanäle mitteilen, dass die Messestädter die Gründung einer solchen Liga in Europa ablehnen. „Wir sind Verfechter des sportlichen Wettbewerbs. Und der sportliche Wettbewerb im Profifußball sieht vor, dass man in der nationalen Liga darum kämpft, einen Tabellenplatz zu erzielen, der zur Teilnahme am internationalen Wettbewerb berechtigt. Für uns steht überhaupt nicht zur Debatte, hieran etwas zu verändern“, heißt es in einem Tweet des Vereins.

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Keine deutschen Vereine bei Super League

Doch nicht nur die offizielle Seite äußerte sich kritisch gegenüber dem Vorhaben. Auch von Fans kamen deutliche Worte. Selbst in den Kommentaren zum Instagram-Post, mit dem RB die freudige Nachricht von der baldigen zweiten Vaterschaft von Peter Gulacsi teilte, baten die RB-Anhänger darum, dieser geplanten Super League nicht beizutreten.

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Zwölf Top-Klubs aus Italien, Spanien und England gaben am Sonntag bekannt, dass sie sich zusammengeschlossen haben und eine europäische Super League gründen wollen. Darunter namhafte Clubs wie Real Madrid, Juventus Turin, Manchester United und Jürgen Klopps Liverpool FC. Los gehen soll es bereits in diesem Jahr. Deutsche Vereine sind bei dem umstrittenen Projekt bislang nicht dabei. Generell stieß die Ankündigung auf negative Reaktionen, vor allem aus Deutschland, aber auch und vor allem aus England.



So nannten Borussia Mönchengladbachs Geschäftsführer Max Eberl und Stephan Schippers die Super League einen „Angriff auf die Clubwettbewerbe der UEFA, aber auch im Speziellen auf die nationalen Ligen“. Die geschlossene Ablehnung aus Deutschland erfülle sie mit Stolz. Auch der scheidende Bayern-Trainer Hansi Flick sagte am Montag: „Das wäre nicht gut für den Fußball.“