01. Juli 2020 / 16:32 Uhr

Bergfelder Kapitän Christian "Schöppi" Schötz beendet seine Karriere

Bergfelder Kapitän Christian "Schöppi" Schötz beendet seine Karriere

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Kopfball von Grün-Weiß-Kapitän Christian Schötz (r.).
Kreisoberligist Grün-Weiß Bergfelde muss in Zukunft auf die Dienste von Kapitän Christian Schötz verzichten. © Robert Roeske
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Kreisoberliga Oberhavel/Barnim: Der 35-Jährige hört aus verschiedenen Gründen mit dem Fußball auf. Ein Abschiedsspiel blieb dem gebürtigen Berliner bisher verwehrt.

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Dieser Abschied wiegt schwer: Fußball-Kreisoberligist Grün-Weiß Bergfelde muss in Zukunft auf Kapitän Christian „Schöppi“ Schötz verzichten. Der 35-Jährige beendet seine aktive Karriere. „Der Entschluss ist mir schwer gefallen, aber irgendwann ist die Fußballzeit zu Ende“, sagt der Abwehrspieler. „Ich werde ja auch nicht jünger.“ Der Abschied des Bergfelder Urgesteins fällt leise und unspektakulär aus. Denn aufgrund der Corona-Pandemie blieb dem gebürtigen Berliner ein passender Abgang in einem würdevollen Rahmen aktuell versagt. „Damit verliert die Mannschaft nicht nur einen klasse Menschen. Es ist auch sportlich ein herber Verlust für uns“, so Bergfelde-Trainer Burak Benli. „Er war mit allen Wassern gewaschen und ein gestandener Kreisoberliga-Spieler.“

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Der Bergfelder Fußballer plagte sich in den vergangenen Monaten mit einer Verletzung herum. Im Testspiel in der Winterpause gegen den 1. SV Oberkärmer II verletzte er sich ohne Einwirkung eines Gegenspielers schwer. Die Diagnose lautete Achillessehnenriss. Mittlerweile kann er schon wieder laufen und auch die Rückkehr in den Arbeitsalltag steht kurz bevor. Doch auf dem grünen Rasen wird man den Fußballer nicht mehr sehen. „Was mich am meisten ärgert, ist, dass wir ihm kein Abschiedsspiel ermöglichen konnten“, sagt Benli.

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Damit verliert der Verein ein Aushängeschild der letzten Jahre im Männerbereich. Seit 1995 ist Schötz den grün-weißen Farben treu geblieben, startete in Oberhavel mit dem Fußball und debütierte 2004 unter dem damaligen Bergfelder Trainer André Nassar im Männerbereich – binnen kürzester Zeit wurde er zum Stammspieler, ließ sich auch von einer Verletzung 2009 nicht stoppen und „kam aber stärker denn je zurück auf die Bergfelder Fußballbühne“, heißt es vom Verein. Kurze Zeit später wurde er Kapitän und trug die Binde bis zuletzt. Nach 317 Punktspielen und 15 Treffern ist nun aber Schluss für den Bergfelder Kapitän. „Der Verein ist wie eine Familie für mich“, so Schötz, der sich eine andere Aufgabe im Verein aber durchaus vorstellen kann. Dies sind zum jetzigen Zeitpunkt aber nur Gedankenspiele.