28. Mai 2022 / 07:57 Uhr

"Glaube nicht, dass der Knoten noch platzen wird": Babbel geht mit Bayern-Star Sané hart ins Gericht

"Glaube nicht, dass der Knoten noch platzen wird": Babbel geht mit Bayern-Star Sané hart ins Gericht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Markus Babbel (kl. Bild) übt deutliche Kritik an den Leistungen von Leroy Sané.
Markus Babbel (kl. Bild) übt deutliche Kritik an den Leistungen von Leroy Sané. © IMAGO/Revierfoto/Action Plus (Montage)
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Nicht zuletzt seit seiner Ankunft beim FC Bayern München wird Leroy Sané kritisch beäugt. Nach einem zwischenzeitlichen Formhoch verfiel der Außenspieler zum Saisonende wieder in alte Muster. Ex-Bayern-Profi Markus Babbel nutzt dies zu deutlicher Kritik am Auftreten des Offensivspielers.

Offensivspieler Leroy Sané hat beim FC Bayern München keinen leichten Stand. Trotz seiner 29 Torbeteiligungen in 45 Pflichtspielen in der laufenden Saison keimt immer wieder Kritik am 26-Jährigen auf. Auch Ex-Bayern-Profi Markus Babbel geht mit dem Flügelspieler hart ins Gericht. So seien dessen Leistungen im Verein und in der Nationalmannschaft "einfach zu wenig", bilanziert der 49-Jährige im Sky-Interview: "Wenn ich den Anspruch eines Weltklassespielers haben will, muss ich mehr bringen. Das hat er nicht getan."

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Babbel habe bereits bei der Verpflichtung Sanés im Sommer 2020 (kam für 60 Millionen Euro von Manchester City) "große Zweifel" gehabt, "ob Sané beim FC Bayern funktioniert". Diese hätten sich zunächst bestätigt, seien durch das zwischenzeitliche Formhoch des 42-maligen deutschen Nationalspielers jedoch untergraben worden. Doch: Zuletzt sei Sané, der in der Bundesliga seit Februar auf eine Torbeteiligung wartet, wieder in alte Muster verfallen. "Ich frage mich, was ist da passiert? Ich verstehe es nicht. Er hat gezeigt, dass er es kann", moniert Babbel.

Ein Dorn im Auge ist dem ehemaligen Defensivspieler weniger der mangelnde sportliche Ertrag als vielmehr das Auftreten des Offensivmanns, welches ein schlechtes Bild auf ihn werfe. "Am Ende war es wieder die Lustlosigkeit, die Körpersprache auf dem Platz, die nicht gut war. Will er es nicht verstehen?", so Babbel, der nicht mit einer erneuten Leistungsexplosion des ehemaligen Schalke-Talents rechnet: "Ich glaube nicht, dass der Knoten bei ihm noch platzen wird."

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Deshalb rät Babbel den Münchener Verantwortlichen auch zu einer Ausweitung des Vertrags von Sané-Kollege Serge Gnabry, dessen Arbeitspapier beim deutschen Rekordmeister 2023 ausläuft. Eine Einigung zwischen beiden Parteien gab es bislang nicht, bezüglich der Zukunft des 26-Jährigen halten sich die Spekulationen. Für Babbel ist angesichts der wiederholten Sané-Tiefphase klar: "Umso wichtiger wäre es, dass die Bayern mit Serge Gnabry verlängern. Ich würde eher Sané in diesem Sommer verkaufen als Gnabry." Sané ist aktuell noch bis 2025 an den FC Bayern gebunden. Sein aktueller Marktwert wird von transfermarkt.de auf 70 Millionen Euro geschätzt.