04. Oktober 2019 / 14:24 Uhr

Nach Fan-Schikane in Istanbul: Gladbach nennt Details und will Gespräch mit UEFA

Nach Fan-Schikane in Istanbul: Gladbach nennt Details und will Gespräch mit UEFA

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gladbach-Geschäftsführer Stephan Schippers sucht nach der Fan-Schikane in Istanbul das Gespräch mit der UEFA
Gladbach-Geschäftsführer Stephan Schippers sucht nach der Fan-Schikane in Istanbul das Gespräch mit der UEFA © imago images/Depo Photos/Jan Huebner
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Borussia Mönchengladbach hat nach der Fan-Schikane im Rahmen des Europa-League-Spiels bei Basaksehir Istanbul weitere Details der Vorfälle genannt und sucht das Gespräch mit der UEFA. Auch Oberbürgermeister Reiners meldet sich zu Wort.

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Geschäftsführer Stephan Schippers von Borussia Mönchengladbach hat nach den Vorkommnissen in Istanbul Gespräche mit der UEFA bekräftigt. „Bei allem Respekt, das entzieht sich jeglicher Realität“, sagte Schippers am Freitag auf dem Rückflug der Gladbacher nach Düsseldorf. Borussen-Fans beklagten die Vorgehensweise der türkischen Polizei am Rande des 1:1 (0:0) am Donnerstagabend im Europa-League-Spiel bei Basaksehir Istanbul.

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Unter anderem waren den rund 1400 Gladbacher Anhängern Fahnen abgenommen worden, auf denen das Stadtwappen Mönchengladbachs gedruckt war. Dieses enthält ein Kreuz, was die türkische Polizei als christliches Symbol nicht im Fatih-Terim-Stadion haben wollte. „Das ist sicherlich respektlos auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber einfach so weit weg. Das hätten wir uns niemals vorstellen können, auch auf anderen Reisen nicht“, meinte Schippers. „Zum Teil wurden Fans mit Trikots des Stadions verwiesen. Das war nicht gut und das war auch nicht angekündigt. Das war nicht gut im Ablauf und im Handling und deshalb wollen wir uns mit der UEFA noch mal ins Benehmen setzen.“

Gladbach: Auch Oberbürgermeister Reiners wendet sich an die UEFA

Schon am Donnerstagabend hatte Sportdirektor Max Eberl massiv über das Vorgehen der Polizei geschimpft und unter anderem von einer „Polizeidiktatur“ gesprochen. Am Freitag meldete sich auch Mönchengladbachs Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners zu Wort und forderte von der UEFA Konsequenzen. „Dass Fußballfans aus Mönchengladbach in Istanbul daran gehindert werden, eine Fahne mit unserem alten Stadtwappen, das den Heiligen Vitus als Schutzpatron unserer Stadt zeigt, mit ins Stadion zu nehmen, ist für mich nicht akzeptabel“, sagte der 64-jährige CDU-Politiker auf dpa-Anfrage.

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Reiners weiter: „Ich erwarte, dass die UEFA als Veranstalter der Euro League dies nicht unwidersprochen hinnimmt und auch der gastgebende Verein sich von einem solchen Vorgehen distanziert.“ Die UEFA hat noch nicht über mögliche Ermittlungen oder Disziplinarverfahren entschieden. Man warte noch auf die offiziellen Spielberichte, teilte ein Sprecher des Verbands am Freitag mit.

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