20. Oktober 2019 / 20:20 Uhr

Gebrauchter Tag für den TB Uphusen gegen Egestorf/Langreder: Stau, vergessene Trikots und Pleite

Gebrauchter Tag für den TB Uphusen gegen Egestorf/Langreder: Stau, vergessene Trikots und Pleite

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Verwechslungsgefahr: Behnsen gegen Behnsen? Kuriositäten bei dem Oberliga-Duell von Germania Egestorf/Langreder - gegen ihre Auswärtstrikots.
Verwechslungsgefahr: Behnsen gegen Behnsen? Kuriositäten bei dem Oberliga-Duell von Germania Egestorf/Langreder - gegen ihre Auswärtstrikots.
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Schlimmer hätte es für den Tb Uphusen nicht kommen können. Erst standen sie auf dem Weg zum 1.FC Germania Egestorf/Langreder im Stau, dann fiel ihnen auf, dass sie ihre Trikots vergessen hatten - und anschließend gab's eine Niederlage.

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Die Zuschauer an der Ammerke werden behaupten, dass sich der 1. FC Germania Egestorf/Langreder in der Oberligapartie gegen TB Uphusen selbst geschlagen hätte – und beim 2:1 (0:1) dennoch drei Punkte verbucht hat.

Die Erklärung: Der Gegner kam durch einen Stau auf der Autobahn nicht nur verspätet am Deister an, er hatte auch seine Trikots vergessen. Kurzerhand stellten die Egestorfer ihre rote zweite Garnitur zur Verfügung – daher liefen alle Akteure in Germaniatrikots und mit Egestorfer Spielernamen auf dem Rücken übers Feld.

Die Bilder der Partie 1.FC Germania Egestorf/Langreder - TB Uphusen:

Tja, wer ist denn nun wer? Der 1.FC Germania Egestorf/Langreder spielte in schwarz, der Gegner TB Uphusen trug die roten Trikots der Germanen. Zur Galerie
Tja, wer ist denn nun wer? Der 1.FC Germania Egestorf/Langreder spielte in schwarz, der Gegner TB Uphusen trug die roten Trikots der Germanen. ©
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Partie begann mit 25-minütiger Verspätung

Durch die Wartezeit – das Spiel fing mit 25-minütiger Verspätung an – mussten die Gastgeber nach dem Aufwärmen für längere Zeit zurück in die Kabine und waren wohl daher für Paul Nieber in den ersten 25 Minuten nicht wirklich drin in der Partie, die laut dem Trainer anfangs „zum Einschlafen“ war. Die Egestorfer versuchten es nur mit langen Bällen, und Uphusen kam mit der ersten Offensivaktion zum 1:0 durch Aladji Barrie (22. Minute). „Das war schlecht von uns verteidigt“, kritisierte der Coach.

Bis zur Pause hatten die Calenberger noch einige gute Möglichkeiten. Eine Doppelchance von Robin Gaida, dazu Versuche von Justin Wiechens und Dominik Behnsen – allesamt vergeben. Vor dem 0:1 hätte es für Nieber nach einem Foul an Lennart Novotny auch Elfmeter für Egestorf geben müssen, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm.

Elfmeter leitet Egestorf-Phase ein

Nach dem Seitenwechsel waren die Germanen im Gegensatz zum Beginn der ersten Hälfte hellwach. Über Nico Berg und Behnsen kam der Ball zu Tigrinho, der nur durch ein Foul zu stoppen war. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marvin Stieler gewohnt sicher (47.). Berg, der nach seiner langen Verletzungspause zum ersten Mal von Anfang an auflief und eine starke Vorstellung zeigte, krönte seine Leistung mit dem Siegtor. Ein Freistoß von Joshua Siegert fand den Youngster, der am zweiten Pfosten lauerte und zum 2:1 einschob (54.).

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Egestorf seit sechs Spielen ungeschlagen

In den letzten zehn Minuten wurde es für den 1. FC Germania noch einmal kritisch. „Die Uphusener schlugen viele Bälle vorne rein, und wir mussten uns mit allem dagegenstemmen, was wir haben“, sagte der Trainer. Richtig brenzlig wurde es für Torwart Ole Schöttelndreier aber nicht. Das eine oder andere Mal klärte er per Faustabwehr – das wars. Auf der anderen Seite hätte der eingewechselte Jos Homeier den Deckel draufmachen können. In der 70. und 88. Minute machte er eigentlich alles richtig, doch mit einem Treffer wurden seine Aktionen nicht belohnt.

Es blieb beim 2:1 – damit sind die Egestorfer in der Oberliga seit nunmehr sechs Partien ungeschlagen. „Wir sind der verdiente Sieger, auch wenn wir am Ende noch mal aufpassen mussten“, sagte Nieber. Letztlich verließ der Gewinner in Egestorfer Trikots den Platz – aber das war ja von vornherein schon ziemlich wahrscheinlich gewesen.

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