16. Juli 2020 / 16:57 Uhr

"Unprofessionell und respektlos": Berbatov kritisiert Ex-Kollege Bale nach Bank-Nickerchen

"Unprofessionell und respektlos": Berbatov kritisiert Ex-Kollege Bale nach Bank-Nickerchen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dimitar Berbatov (l.) hat scharfe Kritik an Gareth Bale geübt.
Dimitar Berbatov (l.) hat scharfe Kritik an Gareth Bale geübt. © Getty
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Ein eigentlich harmloser Spaß fliegt Gareth Bale um die Ohren: Nachdem der Waliser auf der Bank von Real Madrid ein Nickerchen vortäuschte, arbeiten sich Fans und Medien in Spanien am 31-Jährigen ab. Auch sein Ex-Teamkollege Dimitar Berbatov sieht den Vorfall als weiteres Indiz für eine bevorstehende Trennung.

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Ein eigentlich harmloser Scherz wird für Gareth Bale zum Bumerang: beim 2:0-Sieg von Real Madrid gegen Deportivo Alaves hatte der Waliser für einige Augenblicke auf der Ersatzbank seinen Mund-Nasen-Schutz über die Augen gezogen und so getan, als würde er ein Nickerchen halten. Nachdem ihn bereits einige Fans in den sozialen Medien hart kritisierten, geht nun auch ein früherer Mitspieler auf den 31-Jährigen los: Ex-Bundesliga-Profi Dimitar Berbatov, der mit Bale gemeinsam bei Tottenham Hotspur aktiv war.

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Berbatov: Bale-Provokationen gegen Zidane "gehen zu weit"

Das Verhalten von Bale sei "unprofessionell und respektlos gegenüber Real Madrid", polterte Berbatov, der seine eigene Spielerkarriere vor zwei Jahren beendet hatte, in einer Kolumne für den Wettanbieter Betfair. Er könne den "Schmerz" von Bale wegen dessen geringer Einsatzzeiten unter Trainer Zinedine Zidane zwar nachvollziehen, "weil ich in der selben Situation war", erklärte aber auch: "Diese Art der Reaktion geht zu weit."

Bereits seit Monaten gibt es Gerüchte, wonach Bale kurz vor seinem Abschied von Real Madrid steht, wo Zidane offenbar keine Verwendung für den Briten mehr hat. Der Coach reagierte auf diese Nachfragen zuletzt gereizt: "Mein Gott, was für eine Frage. Was soll ich darauf antworten? Wir denken an das morgige Spiel und Gareth genauso", polterte der Franzose. Auf der Pressekonferenz beschuldigte er den Journalisten, der die Frage nach einem Bale-Verkauf gestellt hatte, "Dinge zwischen uns zu bringen", so Zidane. Aber das werde der Reporter nicht können. "Er ist einer von uns", stellte Zidane klar.

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Dennoch rechnen Beobachter mit einem baldigen Abschied Bales, der in dieser Saison in allen Wettbewerben nur zu 20 Einsätzen kam, in denen er drei Tore schoss und zwei weitere vorbereitete. So auch Berbatov, der in der Saison 2007/08 nicht nur gemeinsam mit Bale bei Tottenham Hotspur spielte, sondern auch bei Bayer 04 Leverkusen, Manchester United, dem FC Fulham und PAOK Saloniki unter Vertrag stand. "Der Klub muss eine Lösung finden. Weder für ihn noch das Team ist die Situation befriedigend", erklärte der 39-Jährige. Bales Vertrag läuft noch bis 2022.