15. Mai 2020 / 11:23 Uhr

Fußballvereine in MV nutzen Zwangspause für Arbeitseinsätze

Fußballvereine in MV nutzen Zwangspause für Arbeitseinsätze

Ben Brümmer
Ostsee-Zeitung
Intensive Rasenpflege, wie hier in Bentwisch, steht verstärkt bei den Fußballvereinen des Landes auf dem Programm. 
Intensive Rasenpflege, wie hier in Bentwisch, steht verstärkt bei den Fußballvereinen des Landes auf dem Programm.  © Tommy Bastian
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Von Frühjahrsputz bis Einkaufsdienst – Sportler im Land verschönern Anlagen und helfen auch anderen. 

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Rostock. Nach über acht Wochen Zwangspause darf der Fußball in Mecklenburg-Vorpommern wieder rollen. Die neuen Lockerungen der Sperrmaßnahmen ermöglichen es, dass immer mehr Vereine den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen. Unter strengen Auflagen ist es Sportlern nun gestattet, in Kleingruppen auf die Sportplätze zurückzukehren. Vereine und Mannschaften hatten die fußballfreie Zeit zuvor schon sinnvoll genutzt und sich vielerorts ihren Sportanlagen zugewandt. Auch in Belangen des sozialen Engagements brachen Hilfswellen aus.

Spieler des Oberligisten Greifswalder FC halfen einem ihrer Sponsoren beim Holzhacken. GFC-Kapitän John Berger (28) schloss sich mit seinen Teamkollegen Maxim Banaskiewicz (27) und Tetsu Horiuchi (25) der Aktion #sponsorneedshelp an. Gemeinsam nutzte das Trio die Arbeit als Trainingsausgleich Sponsor Lars Volkmer, Inhaber der Firma Galafuxx Garten aus Liepen, war von der Unterstützung der Fußballer überwältigt: „Die Aktion war eine super Sache“, so der Landschaftsgestalter.

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Tino Dell, Trainer der ersten Herrenmannschaft des SV Prohner Wiek, berichtet: „Wir haben die fußballfreie Zeit genutzt und unser Vereinshaus aufgehübscht. Das Sportlerheim wurde gestrichen, ein Tresen errichtet und der Dachboden zum Lager ausgebaut.“ Auch abseits des Platzes ist der Verein mit Blutspenden und der Teilnahme an einer Spendenlauf-Challenge aktiv.

Die Sportler des FSV Bentwisch bieten u.a. einen Einkaufsservice für bedürftige Bewohner der Gemeinde an. Auch auf dem Sportplatz der Randrostocker tut sich einiges. Streichen, Putzen und die intensive Rasenpflege mit Tiefenlockerung und Besandung gehören dazu.

Während die Plätze der SG Empor Sassnitz den so dringend benötigten Regen genießen, ist im Verein Frühjahrsputz angesagt: „Unter den geltenden Hygiene- und Verhaltensregeln wird der Sportplatz auf Vordermann gebracht“, erklärt der zweite Vorsitzende Matthias Klein und ergänzt: „Rasenmähen und kleinere Bauarbeiten stehen an.“

Währenddessen bringen bunt bemalte Steine Freude in die Gesichter der Sassnitzer. „Auf dem Rügenplatz entsteht eine Steinschnecke, auch mit zahlreichen Steinen der Empor-Sportler“, so Klein. „Sie soll den sozialen Zusammenhalt in dieser schweren Zeit symbolisieren. Die Zahl der Steine in dieser Kette hat meine Erwartung längst übertroffen“, meint Klein.

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