15. Mai 2018 / 16:05 Uhr

Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Bernd Margkraf ist Schiedsrichter des Jahres 

Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Bernd Margkraf ist Schiedsrichter des Jahres 

Lukas Kuite
Märkische Allgemeine Zeitung
Bernd Margkraft von Fortuna Britz ist Schiedsrichter des Jahres in Oberhavel/Barnim.
Bernd Margkraft von Fortuna Britz ist Schiedsrichter des Jahres in Oberhavel/Barnim. © Knut Hagedorn
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Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Der 50-Jährige pfiff in der laufenden Saison rund 50 Spiele.

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Wenn Bernd Margkraf Spiele von Altherren- und Nachwuchsmannschaften alleine pfeifen muss, merkt er schon, wie anstrengend das sein kann. Mit 50 Jahren denke er schon auch ab und an mal darüber nach, wie lange er das noch machen soll. "Ein, zwei Jahre bestimmt noch“, sagt Margkraf, der am Montag zum Schiedsrichter des Jahres im Fußballkreis Oberhavel/Barnim gewählt wurde.

„Ich war ganz überrascht. Ich weiß auch nicht, was am Ende den Ausschlag gegeben“, äußert sich Margkraf bescheiden. Der gebürtige Angermünder hatte bis 2001 noch selber aktiv gespielt, bis ihn ein Kreuzbandriss aus der Bahn warf. An ein ernsthaftes Comeback mit 33 Jahren war damals nicht mehr zu denken. „Da habe ich mir gedacht: Ne das wollen wir nicht nochmal, die ganze Tortur“, so Margkraf.

Und so kam er auf die Idee, Schiedsrichter zu werden. Bereits 1993 absolvierte der ehemalige Spieler vom LSV Lunow 90 seinen Schiedsrichter-Kurs. 2001 fing er an, zu pfeifen. „Mein Papa hat das auch gemacht, vielleicht habe ich auch deswegen gesagt: 'Werden wir das auch mal versuchen'. Bis jetzt macht es Spaß“, sagt Margkraf nach knapp 15 Jahren Schiedsrichter-Karriere.

Mit 50 rund 50 Spiele gepfiffen

In dieser Saison leistete der Schiri vom FSV Fortuna Britz schon einiges ab. In Crussow (Uckermark) ist der 50-Jährige in der Landwirtschaft aktiv. Im ertragreichen Sommer hat er wenig Zeit, darum beginnt seine Spielzeit meist erst ein bisschen später. Seit vergangenem September absolvierte der Angermünder als Linien- und Schiedsrichter dennoch rund 50 Spiele.

Auch Schiedsrichter-Chef Michael Reichert, der seit vier Jahren noch keine einzige Beschwerde über Markgraf erhalten habe, würdigt seine Leistung: „Er pfeift durchweg immer im hohen Leistungslevel und bringt immer gute Leistungen. Er ist immer einsatzbereit und vor allem macht er das schon viele, viele Jahre. Es war immer eine gute Zusammenarbeit“.

Wenn Markgraf zwischen Linie und Spielfeld entscheiden könnte, würde er lieber pfeifen. In der Arbeit für den Kreis müsse aber beides gemacht werden. „Mit dem Abseits, gut“, sagt Margkraf und hält inne, „als Linienrichter muss man auch ein Auge aufs Spielgeschehen haben. Doch ehrlich gesagt, pfeif‘ ich lieber.“

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An seine größten Spiele erinnert er sich noch: Vorheriges Jahr das Freundschaftsspiel zwischen Union Klosterfelde gegen Carl-Zeiss Jena. 2015 die Partie von seinem Heimatverein Angermünder FC gegen den ehemaligen Bundesligisten Hansa Rostock, oder das Supercup-Endspiel zwischen Lichterfelde und Klosterfelde 2014. Erinnerungen, die haften bleiben.

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Auf dem Schiedsrichter-Kreistag in Oranienburg erhielt Margkraf neben der Auszeichnung eine riesige Pfeiffe (s.o.), die laut eigenen Angaben ganz schön schwer gewesen sei. Den Wanderpokal, der zum zweiten Mal vergeben wurde, übernimmt Margkraf von seinem Vorgänger Michael Wendorff. Einen festen Platz für die Skulptur gebe es noch nicht, da sei ja voraussichtlich nur ein Jahr bleibt. Auszuschließen ist es jedoch nicht, dass Margkraf die Trophäe im kommenden Jahr erneut gewinnt. Auch wenn dies für ihn wieder sehr überraschend wäre.